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Wemding – In Zeiten des Fachkräftemangels müssen sich Arbeitgeber schon einiges einfallen lassen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und bisherige zu halten. Ein wesentliches Instrument zur Mitarbeitergewinnung und -bindung ist das Angebot sogenannter Benefits, also geldwerter Leistungen, die Arbeitnehmer zusätzlich zum eigentlichen Gehalt erhalten.Inzwischen versuchen Unternehmen schon in Jobinseraten mit solchen Entgeltbausteinen zu punkten und stellen den Bewerbern etwa Mitarbeiterrabatte, Tankgutscheine, Firmenwagen, Weiterbildungsmaßnahmen, Handykosten-Übernahmen oder Leistungen zur betrieblichen Altersabsicherung in Aussicht. Klassische Benefits, die meist nicht Bestandteil des Arbeitsvertrages sind, bringen sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern Vorteile. Mit diesen Zusatzangeboten steigern Unternehmen die Mitarbeitermotivation und können gleichzeitig Geld sparen. Benefits sind nämlich deutlich günstiger als normale Gehaltserhöhungen, weil es sich um steuerfreie Vorteile handelt.Nach dem Einkommensteuergesetz sind monatliche Sachbezüge von bis zu 44 Euro pro Mitarbeiter abgabenfrei. Die Steuervergünstigung in Form staatlich geförderter Entgeltbausteine existiert schon seit den 1950er-Jahren und erlebt derzeit eine regelrechte Renaissance.

Wemding – Das multinationale Risikomanagement- und Beratungsunternehmen Willis Towers Watson veröffentlicht immer wieder Studien zu Kundenpräferenzen und Marktentwicklungen. Das börsennotierte Unternehmen ist in zahlreichen Ländern tätig und beschäftigt mehr als 40.000 Mitarbeiter. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV) gelegt, die für immer mehr Arbeitnehmer eine unverzichtbare Zusatzversorgung ist, um später einmal der vorgezeichneten Altersarmut zu entgehen. Mitte dieses Jahres veröffentlichte Willis Towers Watson seine großangelegte Studie „Global Benefits Attitudes“, in deren Mittelpunkt die Einstellungen der Arbeitnehmer zur Altersvorsorge stehen. In 22 Ländern wurden 31.000 Personen befragt. Hierzulande nahmen 2.023 Arbeitnehmer an der Befragung teil, die hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen und Branchenzugehörigkeit ein breites Spektrum der deutschen Arbeitnehmerschaft repräsentieren. Die Quintessenz der Studie ist, dass den Deutschen auch bei der bAV Sicherheit wichtiger als Rendite ist. Für 72 Prozent ist die Alterssicherung in den letzten Jahren wichtiger geworden. Ohne die betriebliche Altersvorsorge schafft es aber nur ein Drittel der Befragten, die geplanten Sparziele für einen abgesicherten Lebensabend zu erreichen. Der große Wert der bAV ist damit noch einmal bestätigt worden.