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Den Haag/Frankfurt am Main – Asset Management bezeichnet eine Finanzdienstleistung, in deren Mittelpunkt die Verwaltung von unterschiedlich angelegtem Vermögen steht. Vermögensverwalter treffen hierbei für ihre Kunden Anlageentscheidungen, die mindestens dem Werterhalt, idealerweise aber natürlich dem Wertzuwachs dienen. Bankrechtlich handelt es sich um eine Finanzportfolioverwaltung. Anders als bei der konventionellen Anlageberatung werden bei der Vermögensverwaltung nicht nur Empfehlungen ausgesprochen, sondern durch den Asset Manager auch eigenständige Investment-Entscheidungen getroffen. In diesem Geschäftsfeld dreht sich alles um die Verwaltung großer institutioneller und privater Finanzanlagevermögen unterschiedlicher Assetklassen wie Aktien, Lebensversicherungen und Immobilien. Erklärtes Ziel ist es, Vermögensportfolios unter Berücksichtigung der Risikobereitschaft und Lebensplanung der Kunden zu optimieren. Vor allem institutionelle Anleger wie Versicherer, Pensionskassen, Stiftungen sowie karitative und staatliche Einrichtungen lassen durch Vermögensverwalter komplexe Investmentstrategien erarbeiten, die genauen Risiko- und Renditevorgaben entsprechen. Aber auch wohlhabendere Privatpersonen greifen auf solche Angebote zurück, um Vermögenswerte zu sichern und entsprechend individuellen Vorstellungen zu mehren.

Eiterfeld – In Deutschland trägt die Versicherungswirtschaft eine große Verantwortung für die Altersabsicherung der Menschen. Derzeit bestehen 88,3 Millionen Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen, Pensionskassen und Pensionsfonds. Rentenversicherungen kommt dabei mit rund 42 Millionen Verträgen eine besondere Bedeutung zu. Aufgrund der demografischen Entwicklung – immer weniger Beitragszahler müssen für immer mehr Rentenbezieher aufkommen – brauchen ältere Menschen zukünftig neben der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente unbedingt ein ergänzendes Alterseinkommen aus kapitalgedeckter Vorsorge. Dass die Lebensversicherung immer noch als Hauptinstrument zur Alters- und Hinterbliebenenvorsorge angesehen wird, belegt die Zahl von 84 Millionen Hauptversicherungen. Ihre Stornoquote lag 2017 bei nur 2,65 Prozent. Das dürfte aber nicht nur Ausdruck von Zufriedenheit, sondern angesichts der Niedrigzinsen auch Zeichen von Verzweiflung sein. Zwar erfreuen sich Altkunden von Lebensversicherungen manchmal noch eines Garantiezinses von vier Prozent und denken deshalb gar nicht an eine Auflösung ihrer Verträge. Doch die jahrelange Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den allermeisten Versicherungskunden sinkende Renditen eingebrockt und die Policen inzwischen äußerst unattraktiv gemacht. Der Garantiezins liegt meist nur noch bei mageren 0,9 Prozent – viel zu wenig für eine zusätzliche Altersabsicherung, die diesen Namen verdient.