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Wemding – Es ist eine Nachricht, die in der Beratungsbranche für „betriebliche Altersversorgung“ (bAV) für Aufsehen sorgt. Betriebsrenten-Profi Josef Bader wird im Herbst seine langjährige Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der DG-Gruppe AG beenden und den Weg für einen Nachfolger freimachen. Am 22. August informierte das Unternehmen aus dem bayerischen Wemding über den Personalwechsel an der Spitze. Demnach hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Oktober 2019 Roderich Münker als Vorstand der DG-Gruppe AG bestellt. In einer knappen Presseerklärung heißt es: „Der Aufsichtsrat freut sich, mit Herrn Münker einen erfahrenen bAV-Experten mit tiefgreifenden Kenntnissen zur Entgeltoptimierung gewonnen zu haben, der das Managementteam der DG Gruppe nachhaltig verstärken wird.“ Der Firmengründer und Hauptaktionär Josef Bader war seit dem 28. Oktober 2015 Vorstand und legt sein Amt zum 30. September nieder, um den Stab an Roderich Münker weiterzugeben. Bis es soweit ist, fungiert Prokurist Michael Fischer als Ansprechpartner der DG-Gruppe. Die Finanzdienstleistungs-Holding ist im Freiverkehr der Hamburger Börse notiert und bietet Standard- und Zusatzleistungen zur betrieblichen Altersversorgung an, zum Beispiel ein besonderes System der Vergütungsoptimierung. „Der Aufsichtsrat dankt Josef Bader für sein Engagement und die geleistete Arbeit für die DG-Gruppe und wünscht Herrn Bader alles Gute und weiterhin viel Erfolg für die Zukunft“, heißt es unternehmensseitig. Diese Worte werfen die Frage auf, ob sich Bader trotz seiner profunden Erfahrung ganz aus dem Beratungsgeschäft für die betriebliche Altersabsicherung zurückziehen will.

Wemding – Obwohl der Betriebsrenten-Profi Josef Bader in seinem Leben einige geschäftliche Rückschläge wegstecken musste, ist er seinem Leib- und Magenthema „betriebliche Altersversorgung“ (bAV) treu geblieben. Unter diesem Sammelbegriff werden alle finanziellen Leistungen verstanden, die ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer zu dessen Altersabsicherung, zur Versorgung von Hinterbliebenen und zur Invaliditätsversorgung bei Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit gewährt. Die bAV fußt auf einem Rechtsanspruch des Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber auf Umwandlung von Lohnbestandteilen in betriebliche Altersvorsorge und bietet neben einer Zusatzrente Steuer- und Sozialversicherungsvorteile.

Wemding – Junge Arbeitnehmer wollen sich mit Fragen der Altersvorsorge oft nicht näher beschäftigen, weil ihnen das alles zu kompliziert und zu weit weg erscheint. Da Altersarmut aber zum Massenphänomen zu werden droht, sind auch die Jüngeren gut beraten, über die Auskömmlichkeit ihrer gesetzlichen Rente und eine mögliche private (Zusatz-)Altersvorsorge nachzudenken. Eine weitere finanzielle Absicherungsmöglichkeit im Alter bietet die betriebliche Altersversorgung (bAV). Im letzten Jahr hat das Risikomanagement- und Beratungsunternehmen Willis Towers Watson seine Studie „Global Benefits Attitudes“ veröffentlicht, bei der es um die Einstellung der Arbeitnehmer zur Altersvorsorge ging. In 22 Ländern wurden insgesamt 31.000 Personen befragt, hierzulande beteiligten sich 2.023 Arbeitnehmer. Für 72 Prozent der Deutschen ist demnach die Alterssicherung wichtiger geworden, was angesichts der Rentendebatte nicht verwundert. 78 Prozent der Befragten verlangen von der bAV Sicherheit im Sinne einer risikofreien Anlage der Sparbeiträge, 69 Prozent fordern bei einem Arbeitgeberwechsel Flexibilität im Umgang mit der bAV, und 68 Prozent wollen beim Renteneintritt frei zwischen einer lebenslangen Rente und einer sofortigen Kapitalauszahlung wählen können. Soweit die Befunde von Willis Towers Watson.

Wemding – Es ist längst eine Binsenweisheit, dass die gesetzliche Rente für die meisten heutigen Arbeitnehmer nicht mehr ausreichen wird, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten. Als Instrument zur zusätzlichen Altersabsicherung hat sich neben der privaten Vorsorge die „betriebliche Altersvorsorge“, kurz bAV, etabliert. Dabei wird während des Erwerbslebens systematisch Geld angespart, um später neben der gesetzlichen Rente eine lebenslange Zusatzrente zu erhalten oder sich das angesparte Geld zu Rentenbeginn ganz oder teilweise auszahlen zu lassen. Im Standardfall der betrieblichen Altersvorsorge zahlt der Betrieb einen bestimmten Geldbetrag in einen Betriebsrentenvertrag des Arbeitnehmers ein. Wenn der Mitarbeiter seine Lohnabrechnung bekommt, sind die im Rahmen der bAV angesparten Beträge so wie Steuern und Abgaben zur Sozialversicherung bereits abgezogen. Die Abführungen können aber auch durch den Arbeitgeber finanziert werden, der dann ähnlich wie bei der vermögenswirksamen Leistung zusätzlich zum Lohn einen Betrag in einen bAV-Vertrag einzahlt.

Wemding – Das multinationale Risikomanagement- und Beratungsunternehmen Willis Towers Watson veröffentlicht immer wieder Studien zu Kundenpräferenzen und Marktentwicklungen. Das börsennotierte Unternehmen ist in zahlreichen Ländern tätig und beschäftigt mehr als 40.000 Mitarbeiter. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV) gelegt, die für immer mehr Arbeitnehmer eine unverzichtbare Zusatzversorgung ist, um später einmal der vorgezeichneten Altersarmut zu entgehen. Mitte dieses Jahres veröffentlichte Willis Towers Watson seine großangelegte Studie „Global Benefits Attitudes“, in deren Mittelpunkt die Einstellungen der Arbeitnehmer zur Altersvorsorge stehen. In 22 Ländern wurden 31.000 Personen befragt. Hierzulande nahmen 2.023 Arbeitnehmer an der Befragung teil, die hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen und Branchenzugehörigkeit ein breites Spektrum der deutschen Arbeitnehmerschaft repräsentieren. Die Quintessenz der Studie ist, dass den Deutschen auch bei der bAV Sicherheit wichtiger als Rendite ist. Für 72 Prozent ist die Alterssicherung in den letzten Jahren wichtiger geworden. Ohne die betriebliche Altersvorsorge schafft es aber nur ein Drittel der Befragten, die geplanten Sparziele für einen abgesicherten Lebensabend zu erreichen. Der große Wert der bAV ist damit noch einmal bestätigt worden.

Wemding – Fast 30 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland verlassen sich zur Altersabsicherung auf die gesetzliche Rente, obwohl diese mittelfristig deutlich sinken und große Altersarmut produzieren wird. Das hat nichts mit Panikmache, sondern einfacher Mathematik zu tun: Immer weniger Erwerbstätige müssen in Zukunft immer mehr Rentner finanzieren. Um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern, wird zusätzliche Vorsorge enorm wichtig. Immer mehr Deutsche setzen deswegen auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV), um die fast unvermeidlichen Lücken bei der gesetzlichen Rente zu verkleinern. Durch Aktivwerden ihres Arbeitgebers, durch Eigeninitiative oder aufgrund von Tarifverträgen haben mehr als 18 Millionen Beschäftigte Ansprüche auf eine bAV-Rente.

Wemding – Als der Betriebsrenten-Profi Josef Bader in Wemding die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung Beratung und Betreuung mbH (DGbAV) gegründet hatte, eilte er mit seinem unabhängigen Kompetenzzentrum für betriebliche Altersabsicherung von Erfolg zu Erfolg. Mehrere Jahre lang sponserte er den Deutschen Arbeitgebertag und richtete zusammen mit der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände sogar zweimal den Betrieblichen Altersvorsorge Kongress in Berlin aus, auf dem auch Kanzlerin Angela Merkel sprach. Wie ein Youtube-Video aus dem Jahre 2009 zeigt, schaute zudem der damalige Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt regelmäßig am Stand des DGbAV-Alleininhabers vorbei. Damals beriet und betreute die DGbAV rund 2.000 Unternehmen in allen Fragen der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Durch Vorträge und individuelle Beratungsgespräche wurden alle Beteiligten über die Potenziale der bAV, die Chancen der Entgeltumwandlung und die fünf Durchführungswege Pensionsfonds, Pensionskasse, Direktversicherung, Unterstützungskasse und Pensionszusage oder alternativ Zeitkonten informiert.

Wemding - Im Betriebsrentengesetz (BetrAVG) ist alles Wesentliche zur betrieblichen Altersversorgung einschließlich Unverfallbarkeitsfristen, Insolvenzschutz und Anspruch auf Entgeltumwandlung geregelt. Die betriebliche Altersversorgung (bAV) bezeichnet alle finanziellen Leistungen, die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern zur Altersabsicherung gewähren und fußt auf einem Rechtsanspruch des Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber auf Umwandlung von Lohnbestandteilen in eine Betriebsrente. Dabei bietet die bAV nicht nur eine Zusatzrente, sondern auch Steuer- und Sozialversicherungsvorteile. In früheren Zeiten waren Betriebsrenten freiwillige Zusatzleistungen der Arbeitgeber. Heute haben Arbeitnehmer meist einen tarifvertraglichen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Entgeltumwandlung heißt in diesem Zusammenhang, dass die Unternehmen einen Teil der Bruttolöhne ihrer Beschäftigten als bAV-Beitrag verwenden.

Wemding - Derzeit haben in Deutschland rund 57 Prozent der Beschäftigten eine Anwartschaft auf eine betriebliche Altersversorgung. Mit dem am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) soll die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) in kleinen und mittleren Unternehmen und bei Arbeitnehmern mit niedrigem Einkommen noch forciert werden.Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf Entgeltumwandlung, also darauf, dass Teile ihres Lohns für eine spätere Betriebsrente gespart werden. In deutschen Unternehmen haben solche Renten Tradition. Früher waren sie freiwillige Zusatzleistungen der Arbeitgeber, heute haben Arbeitnehmer einen rechtlichen beziehungsweise tarifvertraglichen Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Der Arbeitgeber muss, wenn der Arbeitnehmer das will und das in einem Tarifvertrag fixiert ist, einen bestimmten Teil des Bruttolohns als Beitrag für eine bAV verwenden. Das Stichwort heißt Entgeltumwandlung. Die Beiträge zur bAV können aber auch ganz vom Arbeitgeber übernommen werden. Die betriebliche Altersversorgung liegt in den Händen des Arbeitgebers. Er wählt die Anlageform aus, kümmert sich um die Beitragszahlungen und ist der Vertragspartner für den ausgewählten Anbieter beziehungsweise Finanzdienstleister.

Wemding - Im Oktober 2017 wurde bekannt, dass sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates der DG-Gruppe AG mit Wirkung zum 31. Oktober 2017 ihr Mandat niederlegen. Der Vorstand der Gesellschaft, die eine Rundumberatung zu allen Fragen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) anbietet, berief daraufhin eine außerordentliche Hauptversammlung ein, um einen neuen Aufsichtsrat wählen zu lassen. Die Bestellung der neuen Aufsichtsratsmitglieder erfolgte zeitnah am 15. Dezember 2017. Damit wurde im Konzern geschäftspolitisch eine neue Ära eingeleitet, die nach einigen Turbulenzen auch nötig war.

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