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Düsseldorf/Vaduz – Im Februar dieses Jahres wurde publik, dass das Düsseldorfer Wohnungsunternehmen Belvona – Werbeslogan: „Schöner Wohnen“ – neuer Eigentümer der früheren Conle-Siedlung in Oerlinghausen ist. Um die Bewohner der Anlage persönlich kennenzulernen und sich nochmals ein Bild vom Immobilienzustand zu machen, reisten unlängst Belvona-Vertreter in die nordrhein-westfälische Kleinstadt. Geschäftsführer Frank Krienen war schon vorher bewusst, „dass es einen Sanierungsstau gibt und wir eine Menge aufzuholen haben“. Er bekräftigte dennoch seine Absicht, den Wohnpark in Oerlinghausen schon bald in neuem Glanz erstrahlen zu lassen und dabei die Bewohner einzubeziehen. Krienen sagte: „Ein gutes Verhältnis zwischen Vermieter und Bewohnern erreicht man nur durch persönliche Präsenz. Man muss ansprechbar und nahbar sein, die Menschen und ihre Sorgen ernst nehmen. Wenn ich mir die Probleme anschaue, die es unter den Vorbesitzern des Wohnparks in Oerlinghausen gab, kann ich mich nur darüber wundern, dass die Mieter bisher so ruhig geblieben sind. So kann man eigentlich nicht mit seinen Mietern umgehen.“ Genau darum wolle es die Belvona GmbH als namhafte private Grundbesitzgesellschaft für wohnwirtschaftlich genutzte Immobilien anders machen. „An diesem Standort werden wir alle 321 Wohnungen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten durchsanieren.“

Langenhagen – Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen historische Gebäude, die sonst gar nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen und laden Architektur- und Geschichtsinteressierte zur Bewunderung des bauhistorischen Erbes ein. Der alljährliche „Tag des offenen Denkmals“ bietet Geschichte zum Anfassen und zeigt die vielfältigen Leistungen von Denkmaleigentümern, Restauratoren und Handwerkern in der Denkmalpflege. So soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden. Seit 1993 wird dieser Tag landesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Am 9. September 2018 stand er unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“.

Langenhagen – Zwischen dem 22. Februar und dem 14. April 2018 konnten sich private Denkmaleigentümer, Restauratoren und Handwerker für den Denkmalpflege-Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bewerben. Die alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung ist mit 75.000 Euro dotiert und zeigt die hohe Wertschätzung, die die Denkmalpflege und -sanierung genießt. Die Sparkassenstiftung würdigt mit ihrem Preis das besondere Engagement, das Eigentümer für den Erhalt historischer Baudenkmale aufbringen. Die meisten Denkmale in Niedersachsen befinden sich in Privatbesitz und werden von ihren Eigentümern oft mit großem Arbeits- und Finanzaufwand restauriert. Seit der ersten Preisverleihung dieser Art im Jahr 1986 haben sich 1.272 Denkmaleigentümer beworben. Insgesamt erhielten 282 Gewinner Preisgelder in Höhe von 980.000 Euro. Die prämierten Baudenkmale zeigen die reichhaltige niedersächsische Denkmallandschaft, zu der neben Bürgerhäusern, Hofanlagen, Kapellen auch Industrieanlagen, Bahnhöfe und Wassertürme gehören.

Langenhagen - Es gibt nicht viele Kapitalanlagen mit großem Wertzuwachs und Inflationsschutz, die gleichzeitig von der öffentlichen Hand großzügig gefördert werden. Denkmalgeschützte Immobilien für den Eigengebrauch oder die Vermietung gehören dazu. Die Sanierung von Baudenkmälern ist technisch aufwendig, baurechtlich kompliziert und kostenintensiv. Damit trotzdem privates Investitionskapital in Denkmalimmobilien fließt und so ein Beitrag zum Erhalt des identitätsstiftenden Architekturerbes geleistet wird, kann ein Denkmalsanierer gleich auf mehrere Förderinstrumente zurückgreifen.