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Frankfurt am Main - Trotz der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), mindestens 1,14 Billionen Euro in die Finanzmärkte zu pumpen, um das Deflations-Risiko zu reduzieren, fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die finanzschwachen Mitgliedsländer der Euro-Zone zu weiteren Sparanstrengungen auf. Laut den EZB-Plänen sollen im Zeitraum von März 2015 bis September 2016 Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Wert von 60 Milliarden Euro gekauft werden.

Sonntag, 18 Januar 2015 00:09

Europa steht vor einem Rechtskonflikt

Frankfurt am Main - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) ist in seinem aktuellen Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in der Euro-Krise zu außergewöhnlichen Mitteln greifen dürfe. So seien auch Aufkäufe von Staatsanleihen durchaus möglich. Diese müssen aber verhältnismäßig und gut begründet sein. Außerdem müsse sich die EZB aus den Reformprogrammen für bestimmte Staaten heraushalten. Das Gutachten kann als Vorentscheidung gewertet werden, die endgültige Entscheidung wird für Herbst 2015 erwartet. Man geht davon aus, dass EZB-Präsident Mario Draghi nun einen immens erweiterten Handlungsspielraum habe.

Frankfurt am Main - Man müsste meinen, dass die angekündigte Politik der Europäischen Zentralbank (EZB), massiv Anleihen aufzukaufen, zumindest bei den Banken auf Wohlwollen stößt. Doch weit gefehlt. Nicht nur die Politik reagierte skeptisch bis ablehnend. Zahlreiche politische Beobachter wiesen darauf hin, dass das Anleiheaufkaufprogramm den Finanzmarkt weiter aufblähen und neue Spekulationsblasen mit sich bringen werde, ohne aber realpolitischen Nutzen mit sich zu bringen. Eine gigantische Geldvernichtungsmaschinerie könnte dadurch in Gang gesetzt werden.

Freitag, 17 Oktober 2014 08:03

Banken im Stresstest

Frankfurt am Main - Die Banken mussten sich in den letzten Monaten wieder einmal einem Gesundheitscheck unterziehen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erneut die Bilanzen von 128 europäischen Banken durchleuchten lassen. Auch 24 deutsche Banken waren darunter. Am 26. Oktober 2014 werden die Ergebnisse veröffentlicht.

Berlin - Das von führenden Wirtschaftsforschern vorgelegte Herbstgutachten hat die Konjunkturerwartungen in Deutschland deutlich eingetrübt. Deutschlands Exporte galten bisher als Garant für wirtschaftliches Wachstum – mit dieser einseitigen Exportorientierung hat man offenbar auf Sand gesetzt. So sind die Exporte in den letzten Monaten stark eingebrochen. Schuld daran sind vor allem die geopolitischen Konflikte, die sich auch auf das Wirtschaftsleben in Deutschland auswirken. Anton F. Börner vom Außenhandelsverband BGA sagte dazu: „Das Zusammentreffen gleich mehrerer Krisenherde ist Sand im Getriebe einer prinzipiell auf Wachstum gepolten Weltwirtschaft. Dies führt zu einer nachhaltigen Verunsicherung auf den Märkten und dementsprechend auch zu einem Ausbleiben von notwendigen Investitionen.“

Mittwoch, 17 September 2014 23:15

Ökonomen warnen vor Abwertungspolitik der EZB

Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) unternimmt derzeit nichts gegen den sinkenden Euro. Die Abwertung der Gemeinschaftswährung scheint ihr sogar recht zu sein. So senkte sie erst kürzlich den Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent. Derzeit kostet der Euro 1,29 Dollar und damit acht Cent weniger als zu Beginn des laufenden Jahres.

Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lobt sich gerne für die Haushaltspolitik und führt kaum etwas lieber im Munde als die Begriffe Schuldenbremse und „schwarze Null“, wenn er von den Staatsfinanzen spricht. Nur ist es vielmehr so, daß sich die Situation der Staatshaushalte besser mit der Wirkung einer EZB-bedingten „Zinsenbremse“ erklären läßt, als mit einer Schuldenbremse, die in realiter gar nicht so existent ist, wie es sich vielfach vorgestellt wird. Noch spricht Minister Schäuble ohnehin zu unrecht von der sog. „schwarzen Null“, da ja der aktuelle Bundeshaushalt nach wie vor Nettokreditaufnahmen aufweist, doch selbst diese fielen fern ab effizienten Sparens weit höher aus, würden die staatlichen Haushalte nicht sämtlich von der langjährigen Niedrigzinsphase profitieren, wie es Zahlen der Bundesbank belegen. Demgemäß konnten die Staatshaushalte die vergangenen sechs Jahre etwa 120 Milliarden Euro an Zinslasten einsparen. Der Schuldendienst ist im Bundeshaushalt bekanntlich der zweitgrößte Ausgabenposten. Schäubles Ersparnis allein durch die nach unten abweichenden Werte vom durchschnittlichen Normalzins früherer Jahre soll 2013 annähernd 37 Milliarden Euro ausgemacht haben.

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