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Investitionen in Pflege-Immobilien:

WirtschaftsHaus Service GmbH lockt mit vier- bis sechsprozentiger Rendite und 20-jähriger Mietgarantie

Dienstag, 29 August 2017 05:40 geschrieben von 
WirtschaftsHaus Service GmbH lockt mit vier- bis sechsprozentiger Rendite und 20-jähriger Mietgarantie Quelle: wirtschaftshaus.de - 28.08.2017

Garbsen - Deutschland altert derart schnell, dass manche Wissenschaftler schon vor einer demographischen Katastrophe warnen. Die erwerbsfähige Bevölkerung schrumpft, und immer weniger Arbeitnehmer müssen für immer mehr Rentner aufkommen. Die Beiträge für die Renten-, die Kranken- und besonders die Pflegeversicherung werden unweigerlich steigen. Alternde und schrumpfende Gesellschaften erzielen in aller Regel geringere Kapitalrenditen, weil weniger konsumiert wird. Die Konsumnachfrage, das Investitionsniveau und die Innovationskraft sinken. Gleichzeitig muss mehr Geld für den Lebensabend zurückgelegt werden, weil das Lebensalter genauso steigt wie das Risiko der Altersarmut. Thilo Sarrazins Buchthese „Deutschland schafft sich ab“ bezieht sich auch auf diese demographische Lage.

Nach eigenen Angaben hat man schon über 7.000 Appartements verkauft und fast 1.500 in Planung.

Angesichts der massiv alternden Bevölkerung werden immer mehr Deutsche auf häusliche und außerhäusliche Pflege angewiesen sein. Der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal in professionellen Einrichtungen wird Jahr für Jahr steigen. Noch werden fast zwei Drittel der Pflegebedürftigen zu Hause von Kindern, Ehegatten oder Lebenspartnern versorgt. Weil mit der gesellschaftlichen Individualisierung eine Entsolidarisierung einhergeht und die früher intakten Familienstrukturen zerfasern – abzulesen an der steigenden Zahl von Einpersonenhaushalten –, dürften in Zukunft immer mehr Pflegebedürftige auf die Hilfe in Fremdeinrichtungen angewiesen sein.

Hier setzen einzelne Investment-Unternehmen an, die Pflege-Immobilien als ebenso sichere wie renditestarke Kapitalanlage anpreisen. Die im niedersächsischen Garbsen ansässige WirtschaftsHaus Service GmbH wirbt für sich mit der Aussage: „Wir nutzen den demographischen Wandel als Impulsgeber für einen der letzten Wachstumsmärkte Deutschlands: Seniorenresidenzen und Pflegeimmobilien.“

Das Unternehmen sucht, plant, baut und betreibt Seniorenzentren in ganz Deutschland und verspricht Rendite-Immobilien mit einer 20-jährigen Mietgarantie. Konkret sieht das Geschäftsmodell so aus: WirtschaftsHaus baut oder kauft ein Pflegeheim und unterteilt dieses in einzelne Wohnungen. Zu den Wohnungen gehört immer ein Teil des gemeinsamen Wohnraumes, zum Beispiel der Flur, das Treppenhaus oder ein Gemeinschaftsraum, wodurch sich die Mieteinnahmen erhöhen. Die Investoren kaufen dann die Appartements, und der Vorgang wird notariell beglaubigt und ins Grundbuch eingetragen. Bei allem sollen die Risiken so gering wie möglich gehalten werden. Sollte beispielsweise der Pflegeheim-Betreiber einmal ausfallen, springt das WirtschaftsHaus ein und übernimmt den Betrieb des Heimes. Nach eigenen Angaben hat man bislang über 7.000 Appartements verkauft und nahezu 1.500 in Planung.

Neu im Portfolio ist etwa die Seniorenresidenz Menden. Sie liegt im nördlichen Sauerland in direkter Nähe der Hönne und des Rothenbergs im Grünen und garantiert dennoch ein innenstadtnahes Wohnen. Das mehrgeschossige Gebäude, das sich derzeit im Bau befindet, wird 80 Wohneinheiten haben, von denen jede über ein eigenes Badezimmer verfügt. Mit Kaufpreisen ab 156.398 Euro und einer Rendite von 4,5 Prozent soll sich die auf vollstationäre Pflege ausgelegte Seniorenresidenz bestens für Vermögenssicherung und -aufbau eignen, heißt es aus Garbsen.

Das Unternehmen kann Investitionswilligen gleich mehrere hochkarätige Pflegeeinrichtungen anbieten. Dazu gehört auf einem fast 5.500 Meter großen Grundstück der Seniorenpark Porta Westfalica im Stadtteil Holzhausen. Alle Wohnräume haben großzügig geschnittene Fenster, seniorengerechte Badezimmer und eine attraktive Inneneinrichtung. Stilvoll möblierte Gemeinschaftsräume bieten genauso Platz für geselliges Beisammensein wie großflächige Balkone und Terrassen sowie der parkähnlich gestaltete Außenbereich. „Als Investor finden Sie hier eine äußerst solide Geldanlage bei zuverlässiger Rendite. Wer also einen Anteil am Seniorenpark Porta Westfalica erwirbt, geht praktisch kein Risiko ein“, versichert WirtschaftsHaus und verspricht für seine Pflege-Immobilien Mietrenditen zwischen vier bis sechs Prozent. Im Gegensatz zu herkömmlichen Immobilien seien die Miteinnahmen unabhängig vom regionalen Mietspiegel durch einen 20-jährigen Mietvertrag mit renommierten Betreibern zuverlässig abgesichert. Staatliche Refinanzierung gebe zusätzliche Sicherheit. „Bei Ausfall eines Betreibers tritt unsere hauseigene WH Care Holding GmbH als Betreiber ein. Alle laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten werden vom Betreiber getragen. Die Baukosten werden über einen Zeitraum von 50 Jahren mit zwei Prozent pro Jahr steuerlich abgeschrieben“, stellt der niedersächsische Immobilien-Projektierer fest.

Für Marktkenner verbinden solche Anlageformen in Zeiten des demographischen Wandels tatsächlich die Wertstabilität einer Immobilie mit der Zukunftssicherheit des heimischen Pflegemarktes. Kein Anleger sollte aber blindlings Immobilien-Investments vertrauen, nur weil sie in Zeiten der Nullzinsen als sichere und lukrative Alternative gelten. Ein kritisches Informieren, Abwägen und Entscheiden nach allen Seiten bleibt unerlässlich.

Letzte Änderung am Dienstag, 29 August 2017 05:46
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