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Mobile Payment-Spezialist mobilisiert mit „wee“-Aktionstagen

WeeConomy AG: Marktdurchdringung des Cashback-Systems „wee“ in Mittelosteuropa

Dienstag, 24 Oktober 2017 22:26 geschrieben von 
Cengiz Ehliz strebt die internationale Expansion seiner weeCONOMY an Cengiz Ehliz strebt die internationale Expansion seiner weeCONOMY an Quelle: wee

Kreuzlingen – „Nur Bares ist Wahres“? Diese Philosophie hält der Mobile Payment-Unternehmer Cengiz Ehliz für Romantik aus einer längst vergangenen Zeit und erklärt selbstbewusst: „Ich möchte, dass weltweit nur noch eine Karte benutzt wird, und zwar unsere weeCard. Alternativ kauft und bezahlt man dann nur noch mit unserer weeApp über das Smartphone.“ Ehliz ist Gründer und Mehrheitsaktionär des im Schweizer Kreuzlingen ansässigen Cashback- und E-Commerce-Unternehmens weeCONOMY AG.

Mit dessen stetiger Expansion ist viel Bewegung in den Markt der alternativen Zahlungs- und Rabattsysteme gekommen. Der englischsprachige Ausdruck „cash back“ steht für ein „Geld zurück“-Modell, bei dem von Kunden erworbene Einkaufsrabatte nicht zwingend für weitere Einkäufe verwendet werden müssen, sondern als Geldbeträge auch auf Kundenkonten gutgeschrieben werden können. Moderne Cashback-Systeme folgen dem Leitspruch „Geld statt Punkte“. Im Sinne der Transparenz kann der Kunde bei Geldbeträgen besser als bei nebulösen Rabattpunkten nachvollziehen, wie groß die Geldersparnis bei jedem einzelnen Einkauf ist. Unter dem Markennamen „wee“ hat die weeCONOMY AG die Vorzüge des Online-Einkaufs mit dem Shoppen im klassischen Einzelhandel verzahnt. Nach dem Prinzip „Geld statt Punkte“ kann der Kunde beim Einkauf mit der weeCard, der weeApp oder beim Shoppen im großen Online-Portal wee.com seine „wees“ sammeln – ein „wee“ entspricht dabei einem Euro. Das Bonussystem stützt sich neben dem Online-Handel insbesondere auf stationäre Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen, die als Partnergeschäfte eigenständig festlegen, wie viele Prozente sie den Kunden beim Einkauf gewähren.

Aus Sicht von Ehliz gibt es zu „wee“ langfristig keine wirkliche Alternative. Der Unternehmer türkischer Herkunft fragt: „Wieso sollte ein Einzelhändler auf ein Mehr an Umsatz verzichten? Umsatz, der ihm durch seine globale Sichtbarkeit auf der weeApp kontinuierlich neue Kunden zuführt und bestehende Kunden bindet? Warum sollte er darauf verzichten, quasi kostenlos sein individuelles E-Business von uns zu bekommen? Und warum sollten die Konsumenten darauf verzichten, richtig Geld zu sparen?“ Hochrechnungen der weeConomy AG kommen zu dem Ergebnis, dass ein mitteleuropäischer Durchschnittshaushalt nach der angepeilten Marktdurchdringung bei einer konsequenten Nutzung des „wee“-Systems gut 10 Prozent seiner Ausgaben einsparen kann.

Wie man hört, macht das Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte große Fortschritte. Im Rahmen seines „Masterplans“ hat es in den vergangenen Monaten weltweit über fünf Millionen Euro als zusätzliche Kaufkraft in den stationären Einzelhandel investiert. Weil „wee“ das bis dato einzige wirklich funktionierende Cashback-System ist, bei dem Rabatte aus dem Online-Shopping nur beim Einkauf im stationären Handel verrechnet werden, bringt das sowohl in Europa als auch in Asien und der Karibik dem leidgeprüften Einzelhandel wichtige Impulse.

Erfolgsmeldungen verbreitet der Schweizer Mobile Payment-Spezialist vor allem aus Osteuropa. Waldemar Manhart, Top-Manager des „wee“-Vertriebspartners MPM, ist für Polen mit gut 30 Millionen potenziellen Kunden verantwortlich und hat eine Strategie für die Einbindung möglichst vieler Einzelhändler in das „wee“-System entwickelt. Das „Team Polen“ plant bis zum Jahresende mit insgesamt 25.000 Akzeptanzstellen, also Einzelhändlern. In Warschau können die Konsumenten mit der weeCard oder weeApp schon jetzt bei etwa 1.200 Einzelhändlern einkaufen. Zwei Millionen Polen, so der Plan, sollen bis Jahresende das Cashback-System aktiv nutzen. Die weeConomy AG nutzt in Polen ein besonderes Call Center-Konzept. „Unsere geschulten Agenten arbeiten schnell und effektiv“, lobt Manhart. „Nach 10 Minuten Telefonat hat jeder Agent die Vorteile von ‚wee‘ überzeugend erklärt. Inzwischen kommt unser Call Center so auf weit über 100 Registrierungen täglich.“

Um Einzelhändlern und Kunden die Funktionsweise verständlich zu machen, werden „wee“-Aktionstage durchgeführt. So konnten in Posen schon in der Startphase 80 Gewerbetreibende – Bäcker, Modegeschäfte, Restaurants und Hotels – für „wee“ gewonnen werden. An einem einzigen Wochenende wurden von diesen Händlern 10.000 weeCards an Kunden verteilt, die mit je fünf Euro aufgeladen waren. Schnell waren diese 50.000 Euro mit Spontankäufen bei den angeschlossenen Händlern ausgegeben.

„Wie in Polen vernetzen wir die Power des Call Center mit den persönlichen Aktivitäten unserer Teams vor Ort. In den nächsten zwei Jahren werden wir schätzungsweise 25.000 Einzelhändler in Slowenien anschließen“, betont die „wee“-Strategin Valerija Ornik. Die für den slowenischen Markt zuständige 46-Jährige verweist auf Erfolge durch die „Brückenköpfe“ in den Städten Ljubljana, Maribor und Celje und bezeichnet Slowenien etwas kühn als „wee-Land“. Zusammen mit Ivan Bezjak ist Ornik auch in Kroatien für das Cashback-System aktiv. Das Ziel ist, in dem Adria-Staat bis zum Jahr 2019 50.000 Händler an das System der weeConomy AG anzuschließen. Um die Märkte Slowakei und Tschechien kümmern sich erfolgreich Miroslav und Ica Schmidt.

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Sandra Weiss

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