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Privatanleger sollen auf exklusive Finanzprodukte zugreifen können

Thomas Oliver Müller (Deutsche Finance Group) investiert wertsteigernd in Immobilien und Infrastruktur

Mittwoch, 03 April 2019 01:05 geschrieben von 

München – Die in München beheimatete Deutsche Finance Holding AG hat sich auf institutionelle Private-Market-Investments in den Anlageklassen Immobilien, Private Equity Real Estate und Infrastruktur spezialisiert und ist damit offenbar sehr erfolgreich. Die verwaltete Vermögenssumme liegt durch rund 3.300 Immobilien- und Infrastruktur-Investments in 39 Ländern bei über zwei Milliarden Euro. Nach eigenen Angaben hat der bayerische Finanzkonzern schon elf internationale Auszeichnungen gewonnen, betreut acht institutionelle Mandate und zählt fast 27.000 Privatanleger. Das Jahr 2018 soll das beste seit Beginn des Privatkundengeschäfts gewesen sein.

Das 2005 gegründete Unternehmen ist inhabergeführt und bankenunabhängig. Die Finanzholding steht mit ihren Tochterunternehmen für eine sogenannte „All-in-one“-Strategie, bei der die Geschäftsbereiche Produktkonzeption, Strategieberatung, Asset Management, Risikomanagement, Marktforschung, Fund Management, Vertrieb, Anlagevermittlung und Portfolioverwaltung im Sinne der Konzernziele konsequent verzahnt werden. So will man weitere Synergieeffekte erzielen und schneller auf Marktveränderungen reagieren können. Eingebunden in diese Strategie sind auch die Niederlassungen in Zürich, Luxemburg, London und Denver. Die Dependancen in Europa und den USA sollen mittelfristig durch Standorte im asiatischen Raum erweitert werden, um eine wirklich globale Investment-Plattform entstehen zu lassen, bei der jederzeit operativ Off-Market-Transaktionen mit institutionellen Co-Investoren durchgeführt werden können. Die Deutsche Finance will Privatanlegern erklärtermaßen den Zugriff auf exklusive Finanzprodukte und Investmentstrategien ermöglichen. Exklusiv meint, dass diese Produkte und Strategien eigentlich für institutionelle Investoren wie Staatsfonds, Pensionskassen, Industrieunternehmen und Universitäten konzipiert wurden und dem freien Markt lange Zeit entzogen waren.

Wie die Öffnung solcher Infrastruktur- und Immobilienprojekte für private Anleger funktioniert, beschreibt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Finance Group in der Ausgabe 01/2019 des Fachmagazins „FONDS exklusiv“. Im Interview erläutert Thomas Oliver Müller seine Wertsteigerungsstrategien, das Überschreiten der Zwei-Milliarden-Schallmauer bei den verwalteten Assets und ausgewählte Investmentprojekte. Müller, der die Deutsche Finance mehr als „Unternehmensplattform“ denn als klassisches Unternehmen ansieht, nennt als Zielgruppe „Privatanleger, professionelle und institutionelle Investoren, die wissen, dass Rendite nicht immer vor der Haustür entsteht“. Die Investoren der Unternehmensgruppe seien derzeit mit ganz unterschiedlichen Wertsteigerungs- und Investmentstrategien an knapp 3.300 Direktinvestments auf der ganzen Welt beteiligt. Dabei biete man ein breit diversifiziertes Portfolio mit einem ausgewogenen Risiko- und Renditepotenzial an. Auf der Basis von alternativen Investmentfonds (AIF) würde man Privatanlegern die Chance geben, zusammen mit institutionellen Investoren in renditeträchtige Immobilien- und Infrastrukturmärkte zu investieren.

Am 31. Dezember 2018 gab die Deutsche Finance Group beispielsweise die Auflösung ihres ersten Fonds für Privatanleger bekannt – des „PPP Privilege Private Partners Fund“ mit einem Kapitalrückfluss in Höhe von 143 Prozent. Das ist ganz nah dran an den 145 Prozent, die bei der Auflage des Fonds prognostiziert wurden. Der „PPP Privilege Private Partners Fund“ bestand aus sechs institutionellen Zielfonds mit Investitionen in elf Ländern und 130 Direktinvestments im Bereich Private Equity Real Estate, Immobilien und Infrastruktur.

Von „FONDS exklusiv“ auf die Unternehmensziele für dieses Jahr angesprochen, sagt Oliver Thomas Müller: „Wir werden die nächste Generation von Investmentstrategien für Privatanleger einführen. Im Fokus liegen dabei außergewöhnliche Direktinvestments, die gemeinsam mit institutionellen Investoren als Club-Deals, Co-Investments und Joint Ventures konzipiert werden. Wir haben im institutionellen Geschäft inzwischen so viel Erfahrung gewonnen, dass wir zum Beispiel feststellen können, dass der Club-Deal für uns die beste Investmentstrategie ist. Zudem bietet er eine optimale Möglichkeit, die Laufzeit von einzelnen Investments besser zu steuern. Im Rahmen von institutionellen Zielfonds ist eine solche Feinsteuerung, um auf Marktgegebenheiten idealerweise zu reagieren, nicht immer gegeben.“

Für die Zeit ab Juni 2019 kündigt der CEO eine Erweiterung des Angebots an Asset-Management-Leistungen im Bereich „listed markets“ an. Aus diesem Grund wechselte schon im letzten Jahr das Team eines renommierten Asset Managers zur Deutschen Finance Group. Zusammen mit dieser Kompetenz-Mannschaft wurde unter dem Konzerndach eine neue Asset-Management-Gesellschaft gegründet: die Deutsche Finance Securities, die ihren Blick auf „liquide“ Kapitalanlagen richtet. Diese neue Gesellschaft soll privaten Anlegern und institutionellen Investoren Zugang zu international gelisteten Immobilienwerten verschaffen.

Marktteilnehmer haben mit Interesse zur Kenntnis genommen, dass vor wenigen Wochen die Deutsche Finance Consulting und die Deutsche Finance Advisors zusammengeführt wurden. Die Aufgaben beider Gesellschaften übernimmt fortan die Deutsche Finance Solution. Über die Deutsche Finance Consulting haben Müller und seine Mitarbeiter solche Vertriebspartner betreut, die eine Erlaubnis zum Finanzanlagenvermittler nach Paragraf 34f Absatz 2 der Gewerbeordnung haben. Das Finanzdienstleistungsinstitut Deutsche Finance Advisors bot darüber hinaus solchen Firmen aus der Finanzbranche eine Zusammenarbeit an, die ihre Kundenkompetenz im Kapitalanlagebereich erweitern wollten, ohne für sich selbst diese Zulassung zu beantragen. Deutsche Finance-Geschäftsführer Thomas Oliver Müller sagt zu den Beweggründen der unternehmenspolitischen Neuaufstellung: „Mit der Deutschen Finance Solution positionieren wir zukünftig eine innovative Plattform für Kapitalanlagen im Markt. Im Zentrum stehen ausschließlich die Produkte und Dienstleistungen der Deutschen Finance Group und ein außergewöhnlicher Vertriebsservice für unsere Partner. Dabei bieten wir zum Beispiel unseren Vertriebspartnern über ein Haftungsdach eine uneingeschränkte Haftungssicherheit bei der Anlagevermittlung im Privatkundengeschäft.“

Unterstützt wird der Chief Executive Office bei seinen ehrgeizigen Plänen von einem Vorstand und einer Geschäftsführung aus Kapitalmarkt-Experten. So ist Dr. Sven Neubauer bei der Deutschen Finance Group als Chief Investment Officer und Prof. Dr. John Davidson als Chief Research Officer tätig. Lars Midtgaard fungiert als Chief Operating Officer, und Holger Fuchs kümmert sich als Head of Communications um die Kommunikations- und Marketingaufgaben des Finanzdienstleisters.

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