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Mehr Chance als Risiko

Mit weeCONOMY AG nutzt Rudolf Engelsberger Vertriebsmacht von FlexCom

Freitag, 23 Januar 2015 23:11 geschrieben von  Enno-Martin Cramer
Logo der weeCONOMY AG Logo der weeCONOMY AG Quelle: weeCONOMY AG

München - Mit FlexCom, zuvor FlexKom, hat sich der Manager und Vertriebsprofi Rudolf Engelsberger in der Branche bereits einen Namen gemacht. Nun hat das gewiefte Allroundtalent aus dem Kanton Thurgau auch die Geschäftsführung der weeCONOMY AG übernommen, die sich mit einem ähnlichen Modell wie FlexKom am Markt etablieren möchte.

„Gemeinsam schafft man mehr als allein“ – das könnte man als Philosophie des auf ein Einkaufsbonussystem spezialisierten Unternehmens bezeichnen, das mit dem weePhone nun sogar ein eigenes Smartphone anbietet, auf dem die Apps, die man zur Teilnahme an dem angeblich schon weltumspannenden Community-Modell benötigt, vorinstalliert sind. Zweifelsohne ein für manchen interessantes Zusatzangebot, doch das eigentliche System, das hinter weeCONOMY steckt, steht bei allem natürlich im Vordergrund.

Dieses System ist relativ einfach erklärt, zumal es jenem von FlexKom sehr ähnlich ist: Ein Kunde kauft ein Produkt oder eine Dienstleistung bei einem Partnerunternehmen der weeCONOMY AG, einem sogenannten weePARTNER, ein und bekommt dafür einen Bonus in Form einer Werteinheit, „wee“ genannt, gutgeschrieben. Der Wert eines „wee“ wird eins zu eins mit der ausgewählten Landeswährung berechnet. Eine Besonderheit: Die „wees“ kann man sich entweder auf sein Konto auszahlen lassen oder „vergolden“ lassen. Letzteres bedeutet: Man erhält den Gegenwert seiner gesammelten „wees“ in physischem Gold, sofern es keine landesspezifischen Beschränkungen gibt, die dies unmöglich machen. Geplant ist außerdem die Gutschrift auf einer Kreditkarte, die in naher Zukunft unter dem Namen weeCREDITCARD das Angebotsportfolio ergänzen soll. Wer bei einem weePARTNER – und hier gibt es vom Restaurant bis zum Handwerksbetrieb alle möglichen Partnerunternehmen – einkauft, bekommt als Nutzer der weeCONOMY-Produkte dort einen Rabatt, der individuell variieren kann, aber im Schnitt bei etwa 4 % liegen soll.

Doch damit nicht genug: Jeder, der die weeAPP nutzt, kann sich als Vertriebspartner registrieren und ein sogenannter weeJOBBER werden. Als ein solcher kannman einen Händler und Dienstleister, mit dem man besonders zufrieden war, der aber noch nicht dem weeCONOMY-Netzwerk angehört, per App oder im Netz auf einer Landkarte empfehlen. Andere Nutzer sehen dies und können die empfohlenen Betriebe wiederum als gewünschte weePARTNER markieren. Dadurch erhalten potenzielle Partnerunternehmen einen Hinweis auf die mögliche Attraktivität, bei weeCONOMY als weePARTNER einzusteigen.

Daneben kann ein weeJOBBER auch neue Mitglieder für die Einkaufs- und Bonus-Community gewinnen und neue weeJOBBER akquirieren. Erfüllt man alle geforderten Aufgaben, wird man an gesammelten „wees“ seiner geworbenen Mitglieder beteiligt und bekommt die Beträge aufs Bankkonto ausgezahlt oder in Form von Gold mit versichertem Versand zugeschickt. Zu den Verdienstmöglichkeiten schreibt die weeCONOMY AG auf ihrer Internetseite (www.weeconomy.com): „Pro aktiviertem Shop bekommst du 1,5% von allen dort gesammelten ‚wee‘. Und zusätzlich erhältst du nochmal 0,5% - 1% von den gesammelten ‚wee‘ deiner angeworbenen Mitglieder. So kannst du leicht mehrere hundert Euro im Monat verdienen und bist an allen Einkäufen in deiner Region dauerhaft passiv beteiligt.“

Tatsächlich liegt hier die Betonung auf „Möglichkeit“ und „können“, denn wie immer in solchen und ähnlichen Fällen, muss hier von einer potenziellen Verdienstmöglichkeit ausgegangen werden, die nicht alle, sondern eher nur einige tatsächlich erreichen werden können. Schon bei FlexKom gab es auch enttäuschte Stimmen. Auf eine entsprechende Anfrage teilte Rudolf Engelsberger mit, dass man streng darauf achte, sich nicht in allzu verschachtelten Konstrukten zu verlieren, sondern eine überschaubare Struktur behalte. Nur weil ein Unternehmen ein rasches Größenwachstum an den Tag lege, müsse es auch nicht automatisch fragil konzipiert sein, so Rudolf Engelsberger. Tatsächlich könnte weeCONOMY die zweite Evolutionsstufe aus FlexCom sein. Rudolf Engelsberger ist zum Jahreswechsel dort als Vorstand ausgeschieden, da ja weeCONOMY nun unabhängiger Partner der FlexCom-Möglichkeiten sein soll.

Nicht abzustreiten ist, dass es sich bei weeCONOMY um ein klassisches Modell im Bereich Strukturvertrieb handelt: Kunden werden dazu angehalten,„Vertriebspartner“, also Weiterverkäufer, werden, die dann wieder neue Kunden und „Vertriebspartner“ werben und das Netzwerk auf diese sukzessive vergrößern. Hier wäre Vorsicht geboten, denn in der Herde von schwarzen Schafen in dieser Sparte sind die weißen nur noch schwer auszumachen. Allerdings spricht die Erfahrung für Rudolf Engelsberger! Der Erfolg war stets mit ihm und Fleißige und Hungrige hatten davon profitiert.

Ob und wie sich das Netzwerk der weeCONOMY vergrößert, bleibt abzuwarten. Am besten sollte man beim Einkauf künftig mal darauf achten, ob der Händler oder Dienstleister ein entsprechendes Zeichen ausweist. Immerhin sollen Partnerunternehmen und weJOBBER ja schon in 22 Ländern unterwegs sein.

Letzte Änderung am Montag, 26 Januar 2015 20:26
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