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Wahl zwischen Investmentmodellen „Exporo Finanzierung“ und „Exporo Bestand“

Exporo AG: Simon Brunke treibt die Digitalisierung gewerblicher Immobilienfinanzierungen voran

Mittwoch, 28 August 2019 17:54 geschrieben von 
Simon Brunke ist Vorstandsvorsitzender der Hamburger Exporo AG Simon Brunke ist Vorstandsvorsitzender der Hamburger Exporo AG Quelle: Exporo Investment GmbH

Hamburg – Digitale Immobilieninvestments werden immer beliebter, weil diese Anlageform einfach, transparent und gebührenfrei ist. Deutscher Marktführer in diesem Bereich ist die Hamburger Exporo AG mit ihrer gleichnamigen Vermittlungsplattform. Dahinter steht die Idee des Crowdinvesting, bei dem viele Menschen relativ kleine Geldbeträge in unterschiedliche Immobilienprojekte investieren und über diese Masse das Gesamtinvestitionsvolumen zusammenkommt, das Projektentwickler benötigen.

Unter dem Motto „Einfach und direkt in Immobilien investieren“ haben Simon Brunke, Björn Maronde, Tim Bütecke und Julian Oertzen im Jahr 2014 ihre Online-Plattform gegründet und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Die Pioniere des Immobilien-Crowdinvesting beschäftigen mittlerweile mehr als 120 Mitarbeiter und residieren in der Hamburger HafenCity, weil die Geschäfte so gut laufen. Allein 30 hauseigene Immobilienexperten prüfen jedes Jahr Hunderte von Bauvorhaben und Projektentwicklungen, um die seriösesten und gleichzeitig erfolgversprechendsten auf der eigenen Plattform anzubieten. Bis dato hat das FinTech 202 Immobilienprojekte mitfinanziert und dafür mehr als 487 Millionen Euro Investitionskapital eingeworben. Eigenen Angaben zufolge wurden schon fast 165 Millionen Euro an die Anleger zurückgezahlt – Teilbeträge auch deutlich früher als vertraglich vereinbart.

Anleger können zwischen zwei sich ergänzenden Produktkategorien wählen: Mit „Exporo Finanzierung“beteiligt man sich kurzfristig und fest verzinst an renditestarken Immobilienprojekten wie etwa der Errichtung neuer Wohngebäude oder der Sanierung von Gewerbeobjekten. In diese Investments mit einer kurzen Laufzeit von 12 bis 36 Monaten kann man schon ab 500 Euro einsteigen und mit einer endfälligen Jahresverzinsung von vier bis sechs Prozent rechnen. Zur Realisierung ihrer Projekte brauchen Entwicklungsgesellschaften kurzfristig viel Kapital, das sie wegen der staatlichen Kredit-Regulierungen aber nur zum Teil von den Banken erhalten. Genau hier setzt „Exporo Finanzierung“ mit seiner digitalisierten Kapitalbeschaffung an. Über die Online-Plattform schließen sich Investoren zusammen, um gemeinsam erfolgsträchtige Bau- oder Sanierungsvorhaben mitzufinanzieren und aus den Projekterlösen attraktive Renditen zu erzielen. Es ist eine wirkliche Marktinnovation, dass sich Mikroinvestoren via Crowdinvesting schon mit 500 Euro ein eigenes Immobilien-Portfolio aufbauen können. „Bisher haben nur institutionelle Investoren und solche mit viel Geld, Zeit und Fachwissen an Immobilien verdient. Jetzt haben auch Kleinanleger die Chance“, erläutert Exporo-Vorstandschef Simon Brunke.

Bei „Exporo Bestand“ beteiligen sich die Anleger ohne Aufwand und Gebühren an ausgewählten Bestandsimmobilien und erhalten quartalsweise Ausschüttungen aus den Mietüberschüssen. Weil sie zusätzlich am Immobilienwert beteiligt sind, profitieren sie unmittelbar von den marktüblichen Wertsteigerungen des Objektes. Die Immobilien aus dem Portfolio von „Exporo Bestand“ werden jeweils zur Hälfte durch die Exporo-Anleger und durch ein Bank-Darlehen finanziert. Ein Einstieg ist ab einer Summe von 1.000 Euro möglich. Zugesagt wird eine jährliche Rendite von drei bis sechs Prozent sowie eine kapitalgewichtete Rendite (IRR) von vier bis acht Prozent. Die Investoren werden zu digitalen Miteigentümern, müssen sich aber nicht selbst um die Vermietung und Instandhaltung der Immobilie kümmern. Sie sind nicht einmal an das Objekt gebunden, sondern können ihre Eigentumsanteile auf dem Online-Handelsplatz jederzeit wieder veräußern. Den Angebotspreis für ihre Anteile legen die Anleger selbst fest. So wird aus einer bislang unflexiblen Anlageform eine handelbare Immobilien-Geldanlage, mit der man dauerhaft Vermögen aufbauen kann. Diese Flexibilität macht digitale Immobilieninvestments so attraktiv.

Der digitale Wandel der Immobilienbranche zeigt sich nicht nur am Erfolg von Online-Plattformen zur Geldbeschaffung und Anlagevermittlung, sondern auch am allgemeinen Aufbau von „Daten-Kompetenzen“. Innovationsbereite Immobilienunternehmen haben damit begonnen, Kompetenzen für das Sammeln und Analysieren von Big Data und die Umwandlung in Smart Data zu erwerben. Laut der CBRE-Studie „Digitale Transformation und Innovation in der deutschen Immobilienbranche 2017“ wenden 16,9 Prozent der 163 befragten Unternehmen Big Data-Möglichkeiten an. Ihr Anteil dürfte inzwischen beträchtlich gewachsen sein. Bei einem Drittel der Firmen war im Befragungszeitraum das sogenannte Cloud Computing im Einsatz. Darunter versteht man eine über das Internet bereitgestellte IT-Infrastruktur, die Speicherplatz, Datenbanken, Netzwerkkomponenten und Anwendungssoftware umfasst.

Die Marktstudie „Process Management Real Estate Monitor 2017“ hat ergeben, dass vor allem Immobilieninvestoren damit rechnen, zukünftig von Big Data zu profitieren. Aufgrund ihres langfristigen Investmenthorizonts sind sie sehr an Prognosen zu Marktentwicklungen interessiert. Unter der Überschrift „Smart Data als Schlüsselfaktor für lukrative Immobilieninvestments“ stellte die Exporo AG einmal fest: „Dass sich das Datengeschäft auch auf Immobilienmärkte gewinnbringend anwenden lässt, beweist wie kaum ein zweiter Airbnb, der Online-Vermittler von Privatwohnungen. Zwar arbeitet er erst seit Kurzem profitabel. Doch Analysten halten das Geschäftsmodell für derart erfolgversprechend, dass sie ihn zu den wertvollsten Tech-Konzernen der Welt zählen und mit 30 Milliarden Dollar einpreisen. Damit ist die 2008 gegründete Online-Plattform höher bewertet als der seit 90 Jahren bestehende Hotelgigant Marriott.“

Angesichts der Digitalisierungsdynamik stehen etablierte Immobilienunternehmen unter Handlungsdruck. Einer Untersuchung von TNS Infratest zufolge findet die Immobiliensuche zu 82 Prozent über das Internet statt, was den Erfolg von Portalen wie ImmobilienScout24 erklärt, auf denen Immobilien aller Art zum Kauf und zur Vermietung angeboten werden. FinTech-Unternehmen wie die Exporo AG treiben die Digitalisierung des Immobiliengeschäfts konsequent weiter und machen den Platzhirschen der Branche mächtig Dampf.

Schon die im November 2017 vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln veröffentlichte Studie „Digitalisierung und Immobilienfinanzierung. Potenziale und Perspektiven“ kam zu dem Ergebnis, dass sich FinTechs in der gewerblichen Immobilienfinanzierung etabliert haben. Die Studie untersucht die Rolle der Digitalisierung für die Kapitalbeschaffung im Immobilienmarkt. Ein besonderes Augenmerk legt sie auf die Potenziale von Online-Plattformen, die unter anderem die Such- und Informationskosten sowie die Vertragskosten für Unternehmen und Verbraucher senken. In den Bereichen Crowdlending und Crowdinvesting spielt das auch in der Immobilienfinanzierung eine Rolle. Beim Crowdlending wird für den Immobilienkauf ein Kredit gewährt, der mit Zinsen zurückgezahlt werden muss. Beim Crowdinvesting wird im Gegensatz dazu Eigenkapital statt Fremdkapital vergeben. Der Investor erwirbt meist einen kleinen Anteil an dem Projekt und wird entsprechend am Erfolg beteiligt. In der Studie heißt es: „Die Investoren haben Zugriff auf regelmäßige Erträge (konstante Rendite), sind ohne viel Verwaltungsaufwand an Immobilien beteiligt, können kleinere Beträge investieren und damit ihre Risiken streuen wie größere institutionelle Anleger.“ Fast wortgleich wirbt die Exporo AG für ihr Geschäftsmodell.

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