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Investmentmodelle „Exporo Finanzierung“ und „Exporo Bestand“ immer gefragter

Exporo AG: Simon Brunke betont Sicherheit von digitalen Immobilieninvestments

Mittwoch, 30 Oktober 2019 21:40 geschrieben von 
Simon Brunke ist der Vorstandssprecher der Hamburger Exporo AG Simon Brunke ist der Vorstandssprecher der Hamburger Exporo AG

Hamburg – Angesichts der vermögensvernichtenden Niedrigzinsen der Europäischen Zentralbank stehen renditeträchtige Immobilienanlagen schon seit vielen Jahren hoch im Kurs. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, bis internet-affine Immobilienexperten die Crowdfunding-Idee auf den Immobilienmarkt übertragen und auf eigenen Plattformen entsprechende digitale Investments anbieten würden. Der Gedanke war, endlich auch Kleinanlegern Zugang zu attraktiven Immobilien-Zinsen zu verschaffen, die bislang kapitalschweren Privatinvestoren und institutionellen Anlegern vorbehalten waren. Crowdfunding bezeichnet das Sammeln von kleineren Geldbeträgen durch viele Geldgeber, auch „Crowd“ genannt, um ein bestimmtes Vorhaben zu realisieren. Dieses kann politischer, kultureller, karitativer oder kommerzieller Natur sein. Eine besondere Finanzierungsform ist das Crowdinvesting, bei dem sich Mikroinvestoren über das Internet für konkrete Investmentprojekte zusammentun.

Deutschlands Marktführer im Immobilien-Crowdinvesting ist die in Hamburg ansässige Exporo AG, die Ende 2014 von Simon Brunke, Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke gegründet wurde. Mit ihrer Online-Plattform haben sie bis heute 208 Immobilienprojekte mitfinanziert und dafür 530 Millionen Euro eingeworben. 189,5 Millionen Euro wurden nach eigenen Angaben bereits an die Crowdanleger zurückgezahlt. Beim Investmentmodell „Exporo Finanzierung“ können die Investoren schon mit einer Mindestsumme von 500 Euro einsteigen und bei der Anlageform „Exporo Bestand“ mit 1.000 Euro. Sowohl bei der Beteiligung an den Immobilienprojekten versierter Bauträger als auch bei den Investitionen in Bestandsimmobilien winkt eine jährliche Rendite von bis zu sechs Prozent. Anleger mit einer Vorliebe für kurze Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten favorisieren „Exporo Finanzierung“ und solche mit einem langfristigen Anlagewunsch „Exporo Bestand“. Letztere können ihre digitalen Eigentumsanteile aber jederzeit zu einem selbstgewählten Preis auf dem Exporo-Handelsplatz veräußern.

Die Exporo AG verdient bei alledem nicht an den Crowdanlegern, sondern an den Projektträgern und Immobilienentwicklern, denen sie Mezzanine- oder Fremdkapital zur Verfügung stellt und dafür eine Vermittlungsprovision kassiert. Das weitergereichte Kapital stammt von den Privatanlegern, die einfach, direkt und transparent über die Online-Plattform investieren. Die Crowdinvesting-Profis übernehmen die gesamte Betreuung der Privatinvestoren und geben den Bauträgern eine Platzierungsgarantie für ihre geprüften und für seriös befundenen Projekte. Rund 40 hauseigene Immobilienexperten prüfen alle Finanzierungsprojekte auf „Herz und Nieren“. Von den wöchentlich 20 bis 25 Anfragen zur Projektfinanzierung schaffen es nur ein bis zwei Projekte auf den digitalen Marktplatz. Ähnlich streng wie die Finanzierungsprojekte werden die in Frage kommenden Bestandsobjekte unter die Lupe genommen. Das Exporo-Expertenteam sucht deutschlandweit nach attraktiven Immobilien, die unter Einbindung von externen Gutachtern wirtschaftlich bewertet werden. Geben die Experten grünes Licht, werden die Investmentangebote auf der Plattform veröffentlicht und der Crowdfunding-Prozess zur Kapitaleinwerbung beginnt. Über einen Treuhänder werden die Gelder schließlich ohne Verzögerung zum vertraglich zugesicherten Termin an die Projektgesellschaft ausgezahlt. Am vereinbarten Laufzeitende erfolgt wiederum über den Treuhänder die Rückzahlung des Darlehens plus Zinsen an die Privatinvestoren.

Der Projektentwickler eines Exporo-Konkurrenten musste unlängst Insolvenz anmelden. Kann ein damit verbundener Kapitalverlust nicht auch Investoren des Hamburger Immobilienfinanzierers passieren? „Ganz ausschließen können auch wir einen Verlust der Anleger natürlich nicht, allerdings haben wir, sowohl bei unseren Bestandsobjekten als auch bei den Finanzierungsprojekten, Sicherheiten für unsere Anleger eingebaut“, versichert Vorstandschef Simon Brunke. Bei „Exporo Bestand“ gebe es einen Treuhänder, der für die Anleger eine Grundschuld halte. Das sei bei jedem Investment dieser Kategorie der Fall. Brunke erläutert weiter: „Bei ‚Exporo Finanzierung‘ hält die Emittentin, eine für jedes Projekt neu gegründete Tochtergesellschaft, sämtliche Sicherheiten. Diese hält sie zwar für sich und nicht für die Anleger, jedoch führt die Emittentin einzig dieses eine Immobilieninvestment durch und hat kein anderes Ansinnen, als die Sicherheiten durchzusetzen, wenn dies notwendig werden sollte.“

Eine zusätzliche Möglichkeit der Risikominimierung ist natürlich die Diversifizierung des Portfolios. So sollten Anleger trotz der hohen Sicherheitsansprüche von Exporo ihr Kapital immer auf mehrere Immobilieninvestments verteilen – das Angebot an Projektfinanzierungen und Bestandsobjekten ist ja groß genug. Das Unternehmen betont in diesem Zusammenhang, dass bislang alle seine Finanzierungsprojekte und Bestandsimmobilien zu 100 Prozent „gefundet“ wurden und es keinerlei Zahlungsausfälle zulasten der Anleger gab. Nur in einigen wenigen Fällen sei es zu Zahlungsverzögerungen gekommen, häufig hingegen zur vorfristigen Rückzahlung der Gelder einschließlich der Renditen.

Risiko-Warnungen einzelner Verbraucherschützer begegnet Exporo-Vorstandschef Simon Brunke mit nüchternen Fakten. Im August dieses Jahres sagte er in einem Interview: „Bei unseren Finanzierungsprojekten bieten wir ausschließlich Crowdlending an. Die eigentliche Kreditvergabe wird hierbei durch ein Kreditinstitut abgewickelt. In einem weiteren Schritt wird der Kreditvertrag gekauft und an den jeweiligen Privatanleger abgetreten. Wir stellen die Kredite ausschließlich über Partner-Banken zur Verfügung und kaufen diese Forderung dann in Echtzeit ab. Über diesen Umsetzungsweg des Crowdlendings haben wir die mit den Projektentwicklern individuell vereinbarten Sicherheiten wie Bürgschaften, Grundschulden, Patronatserklärung oder auch Gewinnabtretung im besseren Zugriff, als es das klassische Nachrangdarlehen erlaubte.“

Zudem verfügt die Exporo Investment GmbH als hundertprozentige Tochter die Exporo AG seit Ende 2017 über eine Paragraf-32-KWG-Lizenz als Finanzdienstleistungsinstitut und vermittelt seit Anfang des Jahres 2018 Anleihen. Damit können die Vorteile von Crowdinvesting und Crowdlending problemlos auf größervolumige Projekte übertragen werden. Mit der Anleihe reagiert das norddeutsche FinTech auf das Anlegerbedürfnis nach flexiblen und gleichzeitig regulierten Sachwertinvestments. Und genau diese sicherheitsfördernde Regulierung fordern ja Verbraucherschützer.

Zur Festigung der Exporo-Marktführerschaft und damit zur Sicherheit des eigenen Geschäftsmodells trägt auch die Übernahme des Konkurrenten Zinsland bei. Das ebenfalls in Hamburg beheimatete Unternehmen bringt ein zusätzliches Finanzierungsvolumen von über 90 Millionen Euro ein.

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