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Nun auch Infrastrukturprojekte in Afrika im Blick

Deutsche Finance Group: Thomas Oliver Müller setzt auf institutionelle Club-Deals für Privatanleger

Freitag, 12 März 2021 12:37 geschrieben von 
Thomas Oliver Müller ist Vorstand und Executive Partner der Deutsche Finance Group Thomas Oliver Müller ist Vorstand und Executive Partner der Deutsche Finance Group Quelle: DF

München – Der Immobilienmarkt in Bayerns Landeshauptstadt ist seit Jahren einer der dynamischsten in ganz Deutschland. Das gilt in besonderem Maße für Büroimmobilien. Selbst im europäischen Vergleich kann München hinsichtlich des Mietwachstums problemlos mit London, Paris, Madrid und Mailand konkurrieren. Die Stadt ist mit knapp 22,5 Millionen Quadratmetern Bürofläche der größte Bürostandort Deutschlands und verfügt mit Unternehmen aus den Bereichen Banken, Versicherungen, Automobil, Technologie und IT über eine bestens diversifizierte Wirtschaftsstruktur. Allein sechs DAX-Konzerne haben ihren Sitz in oder um München, das rund 600.000 Bürobeschäftigte zählt. Der Leerstand in der Isar-Stadt liegt aktuell bei rund drei Prozent. Gerade im städtischen Zentrum ist die Marktlage angespannt, da dort nahezu keine Flächen mehr verfügbar sind. Experten sind sich sicher, dass München mit Blick auf das Mietwachstum auch zukünftig eine der führenden Städte Europas ist.

In dieser Wachstumsmetropole ist die Deutsche Finance Holding AG beheimatet, die von Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer geführt wird. Die weltweit tätige Investmentgesellschaft bietet Investoren Zugang zu exklusiven Investments in den Bereichen Private Equity Real Estate, Immobilien und Infrastruktur.Außergewöhnliche Prime-Investments werden über renditestarke institutionelle Club-Deals realisiert und Privatinvestoren so in eine innovative Investmentstrategie einbezogen. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in München und Dependancen in London, Denver, Luxemburg, Zürich und Madrid verwaltet in Form von 15 institutionellen Mandaten und 19 Investmentfonds eine Vermögenssumme von über 7,7 Milliarden Euro. Im letzten Geschäftsjahr konnten insgesamt 1,242 Milliarden Euro an Eigenkapital platziert werden, wovon 1,1 Milliarden auf den institutionellen Geschäfts- und 141,6 Millionen Euro auf den Privatkundenbereich entfielen. Über 35.000 Privatanleger bekamen Zugang zu institutionellen Märkten. Zu den Aktivitäten auf dem Münchner Heimatmarkt erklärt man auf Nachfrage: „Über die Deutsche Finance Development, eine Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft für Gewerbe- und Wohnimmobilien, befinden sich bereits mehrere interessante Münchner Büroinvestments in der finalen Due Diligence. Das Leistungsspektrum der Deutsche Finance Development beinhaltet die Errichtung von Neubauten, die Sanierung von Bestandsimmobilien und die Strukturierung von Investments über institutionelle Mandate, Club-Deals und Fondsstrategien.“

Auf Club-Deals setzt die Deutsche Finance Group vor allem, damit sich auch Privatanleger an lukrativen Prime-Investments beteiligen können. Bei diesen Deals investieren private Anleger gemeinsam mit institutionellen Geldgebern gezielt in Premium-Immobilien, also in Objekte in Top-Lagen mit großem Wertsteigerungspotenzial. Im Mittelpunkt stehen höhere risikoadjustierte Renditen durch die Ausnutzung von Marktzyklen, nachfrageorientierte Neubauprojekte sowie die Repositionierung von Gebäuden durch Ausmietung von Leerständen oder Sanierung. Die Deutsche Finance Group bringt also institutionelle und private Anleger an einen Tisch. „Grundsätzlich umfasst die Strategie entweder den Aufbau eines Portfolios mit mehreren Investments oder ein vorab definiertes Prime-Investment in Form eines institutionellen Club-Deals“, erläutert Sven Neubauer. „Bei letzterem steht das Eigenkapital von unseren institutionellen Investoren vorab zur Verfügung, und Privatanleger erhalten nachträglich Zugang zu einer reservierten Eigenkapitaltranche.“ Bei beiden Strategien tätigten verschiedene Anlegergruppen einzelne oder mehrere, aber in jedem Fall die gleichen Investments, so der Vorstand und Executive Partner des Investmenthauses. Auch Deutsche-Finance-Gründer und Mitvorstand Thomas Oliver Müller betont diesen Aspekt, da der Club-Deal bereits eine erfolgreiche Due-Diligence-Prüfung vom institutionellen Anleger durchlaufen habe und in der Regel alle Parameter wie Rendite, Risiko, Kosten, Laufzeit und Exit-Strategie feststünden. „Natürlich gibt es auch Unterschiede: zum einen in der rechtlichen Ausgestaltung der Investmentstrukturen, zum anderen bei den Gebühren“, analysiert der Finanzdienstleister. „Im Privatkundengeschäft wird das Eigenkapital in der Regel über Vertriebskanäle in Form von Alternativen Investmentfonds, kurz AIFs, platziert. Diese enthalten naturgemäß andere Kosten als institutionelle Mandate, bei denen das Eigenkapital in einem Betrag vorab zugesagt wird.“

Die Perspektiven für institutionelle Infrastruktur- und Immobilieninvestments sind auch deswegen so gut, weil sich nirgendwo eine Marktsättigung abzeichnet. Ganz im Gegenteil: Es werden immer neue Märkte mit enormem Wachstumspotenzial erschlossen. Dazu gehört Afrika, wie die deutsche Finance Group feststellt. Verschiedene Initiativen supranationaler Organisationen wollen die immensen Infrastrukturdefizite auf dem Schwarzen Kontinent nachhaltig verbessern und dafür internationale Investments attraktiver machen. Der Bedarf an privatem Kapital für neue Infrastrukturinvestitionen und infrastrukturelle Reparaturmaßnahmen nimmt ständig zu, da die meisten afrikanischen Regierungen die nötigen Ausgaben nicht durch Steuereinnahmen decken können. Ein aktueller Bericht des Programme for Infrastructure Development in Africa (PIDA) listet gleich mehrere Großprojekte auf, die realisiert werden sollen, um den Handel auf dem ganzen Kontinent zu intensivieren und damit Wachstum zu generieren. Dieses Mammutprogramm soll das infrastrukturelle Defizit in den Bereichen Transport, Energie, Wasserversorgung sowie Informations- und Kommunikationstechnik beheben. Afrikas nachholende Infrastrukturentwicklung erfordert nach Expertenschätzungen jährliche Investitionen in der Größenordnung zwischen 100 und 150 Milliarden US-Dollar.

Angesichts dieser Wachstumschancen überrascht es nicht, dass auch die Deutsche Finance Group den afrikanischen Infrastrukturbedarf genau im Blick hat. Dank ihrer netzwerkartigen Kontakte zu institutionellen Akteuren im globalen Infrastruktur- und Immobilienmarkt können die unternehmenseigenen Asset-Management-Teams Investitionsstrategien anbieten, die dem breiten Markt bisher verschlossen waren. Seitens der Münchner Anlage-Profis heißt es: „Investitionsmöglichkeiten für institutionelle Investoren im Bereich der Infrastruktur in Afrika bestehen bereits seit vielen Jahren, hier insbesondere im Energiesektor. Korruption, Pandemien, volatile Währungen und wenig verlässliche politische Akteure verhinderten jedoch entsprechende Engagements in den meisten Staaten Afrikas. Die Aktivitäten des PIDA könnten in der Zukunft eine vielversprechende Initiative sein, die Situation in vielen Ländern der Region mittelfristig zu verändern und somit für internationale Investoren interessant zu werden.“

Trotz zunehmender wirtschaftlicher Vernetzung zeigen die internationalen Immobilienmärkte nur relativ moderate Korrelationen bei den jährlichen Renditen. Zu berücksichtigen ist auch ein zeitlicher Diversifikationsvorteil, weil sich Immobilienmärkte meist in verschiedenen Zyklen befinden, was für ein ausgewogenes Portfolio sehr wichtig sein kann. „Bei der Entscheidung für ein globales Immobilien-Portfolio ist dann aber ein fundamentaler Due-Diligence-Prozess von größter Bedeutung. Neben politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen alle Erfolgsfaktoren eines Immobilieninvestments in Bezug auf den jeweiligen Markt überprüft werden – auch Auslandsinvestitionen sind in erster Linie ein lokales Geschäft“, argumentiert die Deutsche Finance, die augenscheinlich noch große Pläne hat.

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