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Bankenunabhängige Investmentgesellschaft verzahnt mit Tochtergesellschaften ein breites Anlagespektrum

Deutsche Finance Group: Thomas Oliver Müller schwört auf Immobilien- und Infrastrukturbeteiligungen

Dienstag, 28 Januar 2020 16:27 geschrieben von 
Thomas Oliver Müller ist Gründer und Vorstandschef der Deutsche Finance Group Thomas Oliver Müller ist Gründer und Vorstandschef der Deutsche Finance Group

München – Laut der französischen Großbank BNP Paribas wurden in der ersten Jahreshälfte 2019 in Europa allein von institutionellen Investoren rund 102 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien investiert. Besonders wachstumsstark ist der Hotelsektor, der mit 10 Milliarden Euro Investitionsvolumen rund 26 Prozent über dem Vorjahresergebnis lag. Solche Meldungen dürften in der Vorstandsetage der Deutsche Finance Holding AG als Bestätigung des eigenen geschäftspolitischen Kurses verstanden werden. Der in München ansässige Finanzkonzern hat sich auf institutionelle Private-Market-Investments in den Anlageklassen Private Equity Real Estate, Infrastruktur und Immobilien spezialisiert. Die bankenunabhängige Unternehmensgruppe verzahnt mit ihren Tochtergesellschaften das ganze Spektrum von Kapitalverwaltung, Fondsadministration, Treuhand-Tätigkeit, Anlegerverwaltung sowie Asset-Management. Die Dependancen in London, Zürich, Luxemburg und Denver sollen mittelfristig noch durch Standorte im asiatischen Raum erweitert werden.

Unter ihrem Vorstandsvorsitzenden Thomas Oliver Müller befindet sich die Deutsche Finance Group mit ihrem konsequenten Fokus auf Infrastruktur- und Immobilieninvestments auf Wachstumskurs. Das Portfolio umfasst derzeit 3.744 Einzelinvestments in 46 Ländern mit einer verwalteten Vermögenssumme von rund fünf Milliarden Euro. Zudem zählt man fast 30.000 Privatanleger im Kundenstamm, neun institutionelle Mandate und elf internationale Auszeichnungen. Dazu gehört beispielsweise der Gewinn des „Scope Alternative Investment Award 2020“ in der Kategorie „Real Estate Investment Specialist – Retail“ sowie die Auszeichnung als „Bester Asset Manager – Top 2020“ in der Sparte „Institutional Real Estate Specialist“.

Weil in deutschen Anlageportfolios nach wie vor Aktien und Immobilien aus dem eigenen Land dominieren, empfiehlt Müller Investoren gebetsmühlenartig den Blick über den nationalen Tellerrand. Er begründet das damit, dass es im Heimatmarkt immer schwieriger werde, mit Core-Immobilien Renditen zu erwirtschaften, weil der Markt schlichtweg leergekauft sei. „Mittlerweile kauft man nur noch Substanzerhalt, aber keine Rendite mehr. Bei einer klassischen Immobilien-Core-Strategie wird zudem die Rendite oft über einen hohen Fremdkapitaleinsatz gehebelt, was problematisch ist“, argumentiert der Deutsche-Finance-Gründer. „Das Ergebnis einer solchen Investition wird neben den Kosten im Wesentlichen von drei Faktoren bestimmt: Mieter, Markt und Standort. Auf die haben sie aber leider nur wenig Einfluss.“ Der einzige Faktor, den man beeinflussen könne, sei die Erhöhung des Cashflows bei Immobilieninvestments. Um die Ertragskraft einer Immobilie zu steigern, wird klassischerweise auf die Reduzierung der Leerstandsquote, auf Mieterhöhungen, eine Veränderung der Mietstruktur und unterschiedliche Aufwertungsmaßnahmen gesetzt.

Immobilien- und Infrastrukturbeteiligungen hält Thomas Oliver Müller nicht für riskanter als andere Investments. Jede planvolle Investition beinhalte ein bestimmtes Risiko-Rendite-Potenzial, und vom Renditeanspruch eines Investors hänge auch seine Risikobereitschaft ab. Unbestritten ist, dass Immobilien hochattraktive Kapitalanlagen sind, die dem langfristigen und konservativen Vermögensaufbau dienen. Nur wenige andere Anlageformen bieten so viel Sicherheit und einen vergleichbaren Vermögens- und Inflationsschutz. Die Deutsche Finance Group gehört zu den Investmenthäusern, die internationalen Infrastrukturprojekten einen ähnlichen Sicherheitscharakter wie Immobilien zusprechen. Eine intakte Infrastruktur ist schließlich das Rückgrat aller modernen Volkswirtschaften und somit per se eine interessante Assetklasse. Objekte der Infrastruktur haben in aller Regel ein stabiles Ertragspotenzial und eine starke Wettbewerbsstellung, weil sie von vielen Menschen fast täglich genutzt werden müssen und oft unersetzbar sind. Wegen langer Konzessionslaufzeiten haben sie etwas Monopolartiges und bedienen eine stetige und kalkulierbare Nachfrage.

Investment-Profi Müller, der die Deutsche Finance Group 2005 gründete, sieht im immensen Investitionsbedarf der Staaten große Chancen für Anleger: „Steigende Finanzierungsengpässe öffentlicher Kassen zwingen die Regierungen vieler Länder, Infrastruktureinrichtungen zu privatisieren oder deren Finanzierung und deren Betrieb dem privaten Sektor zu überlassen. Laut verschiedenen Schätzungen wird der weltweit kumulierte Infrastrukturbedarf bis 2030 auf 50 bis 65 Billionen US-Dollar ansteigen. Unser Portfolio-Management besteht darin, in unterschiedliche Währungen, Investmentstrategien, Länder, Asset-Klassen, Konzepte und Nutzungsarten zu investieren, um Wertzuwächse zu generieren und nicht nur einfach auf die Konjunktur zu setzen.“ Diese Portfolio-Strategie funktioniere grundsätzlich bei jeder Marktentwicklung. Wichtig sei dabei ein mittel- bis langfristiger Investitionszeitraum.

Die jüngste Tochter des Finanzkonzerns ist die Deutsche Finance Technology GmbH, die den steigenden Anforderungen der Digitalisierung und Informationstechnologie innerhalb der Unternehmensgruppe Rechnung tragen soll. Im Rahmen der Shared Services liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der IT-Architektur und -Sicherheit innerhalb der Deutsche Finance Investment GmbH, der Kapitalverwaltungsgesellschaft der Holding. Die Position als Geschäftsführer der Deutsche Finance Technology hat André Schwab übernommen, der zuvor als Geschäftsführer der Kapitalverwaltungsgesellschaft für regulatorische und organisatorische Fragen zuständig war. „Wir freuen uns sehr, dass Herr André Schwab seine langjährige Expertise in die Deutsche Finance Technology einbringt. Er ist seit Gründung der Deutsche Finance Group an Bord und somit mit den Prozessen des Konzerns vertraut“, so Lars Midtgaard, Group Operating Officer der Holding.

Die Deutsche Finance Investment ist eine von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassene und beaufsichtigte Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Innerhalb der Firmengruppe ist sie für neue Finanzstrategien, das Asset-Management sowie die Anleger- und Investorenverwaltung zuständig. Innovative Spezialfonds sollen institutionellen Investoren „zur richtigen Zeit, im richtigen Markt und mit den richtigen Partnern“ einen Zugang zu renditeträchtigen Anlageformaten sichern. Im Rahmen eines All-in-one-Ansatzes werden alle Phasen des Investitionsprozesses von der Strategiebildung über die Steuerung bis hin zur Investitionskontrolle in den Blick genommen. Das Asset-Management-Team der Deutsche Finance Investment GmbH hat nach eigener Aussage viele Jahre für einen DAX-Konzern, für Pensionskassen, Versorgungseinrichtungen und weitere institutionelle Investoren gearbeitet, um für sie überall Immobilien-, Private Equity Real Estate- und Infrastruktur-Investitionen zu tätigen. Von dieser Expertise profitiert der ganze Konzern, wie die Geschäftszahlen zeigen.

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