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Heiko Maas hofft auf Bundesebene, aber...

...bayrische Unternehmen gegen Frauenquote!

Freitag, 08 August 2014 12:54 geschrieben von 
Heiko Maas, SPD, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas, SPD, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Foto: Dominik Butzmann

München - Die Mehrheit der Aufsichtsratsvorsitzenden von börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen in Bayern lehnen die von der Bundesregierung geplante gesetzliche Frauenquote ab. Laut einer Umfrage der bayerischen Gruppe der Initiative FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte e.V.) unter 13 Unternehmen im Juli 2014 hielten diese die ab 2016 geplante 30 Prozentquote für Frauen in Aufsichtsratspositionen für “nicht zielführend". Demnach hielten nur zwei Unternehmen eine Quotenregelung für "möglicherweise sinnvoll". Eine höhere Quote an Frauen beeinflusse die Arbeitsergebnisse der Aufsichtsräte nicht. Außerdem sei die Quote nicht umsetzbar, weil es "zu wenig potenzielle Kandidatinnen" gebe.

13 der 35 bayerischen Konzerne, die von der Gesetzesänderung betroffen wären, haben an der Befragung teilgenommen.

Fidar zeigte sich vom Ergebnis enttäuscht. Man wolle nun einen Austausch mit der Wirtschaft anregen, um „noch mehr Aufsichtsräte von den positiven Effekten der Chancengleichheit zu überzeugen“. Etwas drastischer sieht es Bundesjustizminister Heiko Maas: sollte die Neubesetzungen durch Frauen nicht erreicht werden, sollen die Plätze leer bleiben. "Ich gehe jede Wette ein, dass in den Aufsichtsräten der börsennotierten Kapitalgesellschaften kein einziger Stuhl frei bleiben wird", sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Schließlich habe es noch nie "eine so gut ausgebildete Generation von Frauen wie heute" gegeben. Die schwarz-rote Bundesregierung hält an ihren Plänen zur festen Frauenquote von 30 Prozent weiter fest.

Letzte Änderung am Freitag, 08 August 2014 16:37
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