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Asylpolitik

Asylanten schicken 440 Milliarden Dollar in die Welt

Donnerstag, 17 September 2015 05:31 geschrieben von 
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New York - Wie aus internationalen Zahlen der Weltbank hervorgeht, betragen die Geldbeträge, die Asylbewerber und Migranten aus Albanien, Afghanistan und Nigeria an ihre Verwandten in der Heimat senden, allein in diesem Jahr insgesamt 440 Milliarden Dollar.

Der Zahlungsdienstleister Moneygram erklärte, die Geldströme nach Albanien hätten sich im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch der Geldtransfer nach Afghanistan, in das Kosovo und nach Nigeria verzeichnete einen zweistelligen Zuwachs seit Jahresbeginn.

Meist nutzen die Asylbewerber und Einwanderer große Gelddienstleister wie etwa Western Union, Moneygram und Ria um Geld zu versenden. Das eingezahlte Geld kann dann von dem angegebenen Adressaten in einem Ladenlokal in Europa, Asien oder Afrika abgeholt werden. Ein Konto oder eine Bank sind dafür nicht notwendig.

Die Menge des gesendeten Geldes übertreffe mittlerweile die offiziell gezahlte staatliche Entwicklungshilfe um das Dreifache.“Wenn es um kleinere Projekte geht, sind solche Zurücküberweisungen der Entwicklungshilfe vorzuziehen“, erklärte Axel Dreher, Professor für Internationale Wirtschafts- und Entwicklungspolitik an der Universität Heidelberg. Dies hätte auch den Vorteil, dass das Geld direkt dort ankäme, wo es auch gebraucht werde.

Im Gegensatz zu der begrüßenden Haltung des Ökonomen gibt es auch zahlreiche kritische Stimmen. Denn das Geld dient nicht nur als finanzielle Hilfe für Lebensmittel und als Schulgeld, sondern finanziert vor allem Überfahrten und illegale Einreisen nach Deutschland. Nicht ohne Grund erhebt etwa Western Union für die Transferstrecke Mailand-Türkei 15 Dollar Gebühren pro einhundert Dollar. Einer Transferstrecke, die hauptsächlich von Asylanten, die auf der Durchreise nach Deutschland sind, genutzt wird. Entweder sie erhalten in Mailand Geld ihrer Verwandten für die Weiterreise oder senden Geld an Verwandte, damit diese die Reise ebenfalls antreten können.

Das Zentrum für Migrationsdaten erklärt, die Organisation der illegalen Einreise stütze sich im Wesentlichen auf zwei Pfeiler: Geldtransfer ohne Kontobindung und das mobile Internet auf Smartphones, mit dessen Hilfe sie sich vor allem über Facebook-Seiten und -Gruppen ihre Reise organisieren. „Es gibt tausende Facebook-Seiten, auf denen Schlepper für ihre Dienste werben. Es sind sehr umfassende Informationen, die sogar in verschiedenen Sprachen angeboten werden. Es ist absolut kein nebensächliches, zu unterschätzendes Phänomen“, erklärt Direktor Frank Laczko. Diverse Mobiltelefontarifanbieter und Geldtransfergesellschaften verdienten längst große Summen mit den illegal Einreisenden.

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