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Finanzierungsalternativen zum klassischen Bankkredit

Aras Group: Wie Aschraf Mahmud, Frank Kahn und Ibrahim Saadi mit Projektfinanzierungen punkten

Montag, 13 Januar 2020 22:22 geschrieben von 

Dubai – Der Attraktivität des Handels- und Finanzzentrums Dubai hat der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran nicht geschadet. Auch die jüngste Zuspitzung des Konfliktes ändert nichts an der Wertschätzung der Investoren für die Stadt im gleichnamigen Emirat in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Selbst die dortige Tourismusbranche scheint die amerikanisch-iranische Dauerauseinandersetzung bestens zu überstehen. So teilten deutsche Reiseveranstalter jetzt mit, dass Urlauber bislang ausgesprochen gelassen auf die Lage reagieren. „Aktuell beobachten wir keine Veränderung im Buchungsverhalten unserer Gäste“, erklärte beispielsweise der Branchenriese TUI. Vor allem Ägypten und Dubai verzeichneten derzeit ein Buchungsplus bei deutschen Urlaubern. Die Nachfrage nach Reisen in den Golfstaat Oman steige ebenfalls. Auch andere Reiseanbieter sehen keinerlei Verunsicherung bei Touristen, die sich für Ziele auf der Arabischen Halbinsel entschieden haben. Es gebe keine Anzeichen, „dass Urlauber mit Buchungen für die Region zögern oder Reisende sehr verunsichert sind“, hieß es bei DER Touristik.

Neben einem Touristenmagnet ist Dubai längst ein Investorenparadies. Das ist dem Umstand geschuldet, dass das Emirat seine frühere Abhängigkeit von Erdöl-Exporten deutlich verringert und sich in allen wirtschaftlichen Sektoren spürbar modernisiert hat. Dabei verfügen die VAE mit nachgewiesenen Ölvorkommen von 98 Milliarden Barrel über fast acht Prozent der Weltreserven, und auch die fünftgrößten Erdgasreserven der Welt liegen dort.

Richard Bandera von der österreichischen Wirtschaftskammer und vom Außenwirtschaftscenter in Abu Dhabi sagt zu der positiven Entwicklung: „Die Wirtschaft der VAE hat in den letzten 15 Jahren einen grundlegenden Transformationsprozess durchgemacht. War das Land in der Vergangenheit stark von Erdölexporten und ausländischem Management-Knowhow abhängig, so verfolgt die Politik heute das Ziel einer Diversifizierung, Liberalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft.“ Inzwischen gebe es in Dubai und den Nachbar-Emiraten zahlreiche Freihandelszonen, in denen Ausländer ohne lokale Mehrheitspartner Unternehmen gründen könnten. Bandera ist überzeugt: „Künftig wird es nicht mehr nur darum gehen, Waren zu liefern, sondern sich als Know-how-Lieferant und Partner bei neuen Industrieansiedlungen einzubringen.“ Weitere Wachstumsperspektiven sieht der Wirtschaftsexperte im Bestreben der VAE, wesentlich energieeffizienter zu bauen und ganz allgemein stärker auf erneuerbare Energien zu setzen.

Die gesellschaftsrechtlich liberalisierten Branchen erneuerbare Energien, Transport, Lagerhaltung sowie Baugewerbe sind auch für die in Dubai heimische Aras Group DWC LLC hochinteressant. Die weltweit vernetzte Unternehmensgruppe ist schwerpunktmäßig in den Sparten Investments, Beteiligungen, Unternehmensberatung, Immobilienfinanzierung, Warenhandel und Logistik aktiv. Abgedeckt wird das große Tätigkeitsspektrum durch die Tochtergesellschaften Aras Logistic and Distribution Ltd., Aras Trading and Services Ltd., Aras Consulting and Advisory Ltd., Aras Properties Ltd. und Aras Investment and Participation Ltd.

Die Aras Logistic and Distribution Ltd. hat sich als Dienstleister im Transport- und Logistiksektor einen guten Namen gemacht. Mit maßgeschneiderten Transportlösungen aller Art unterstützt sie reibungslose globale Warenflüsse. Auf den Ausbau fernöstlicher Handelsbeziehungen und den Güteraustausch mit asiatischen Ländern hat sich die Aras Trading and Services Ltd. spezialisiert. Für Neu-Investoren im arabischen Raum ist die Aras Consulting and Advisory Ltd. eine große Hilfe. Sie unterstützt Unternehmen und Anleger bei der Markterschließung in der Golfregion. Die Aras Properties Ltd. verdient ihr Geld mit dem Ankauf, der Verwaltung und dem Verkauf von Privat- und Gewerbeimmobilien. Mithilfe eines leistungsstarken Refinanzierungsnetzwerkes investiert die Aras Investment and Participation Ltd. auf der ganzen Welt in diverse Projekte mit hohen Renditechancen.

In letzter Zeit macht die Aras Group vor allem mit Projektfinanzierungen und der Risikokapital-Vergabe von sich reden. Anfang vergangenen Jahres kündigte Unternehmenssprecher Hassan Najjar die Intensivierung von Immobilieninvestments in der Heimatregion an und nannte ein Investitionsvolumen im hohen dreistelligen Millionenbereich. So solle für die Summe von rund 200 Millionen US-Dollar ein großes Hotel als Nobel-Altersresidenz umgebaut und überdies ein „Wohnturm“ mit 100 Wohneinheiten errichtet werden. Ein Großprojekt sieht sogar die Realisierung von 1.300 neuen Wohneinheiten vor. „An den aktuellen Projekten wird deutlich, dass die Aras Group ihre Aktivitäten in der Region VAE, speziell in Dubai, noch einmal deutlich ausweiten wird. Hinzu kommen weitere eigene Projekte, zum Beispiel das Expo-2020-Projekt. Grundsätzlich möchte die Aras Group mit der Finanzierung durch Investoren erreichen, dass eine Finanzierungsalternative zum klassischen Bankkredit genutzt werden kann“, betonte Najjar.

Mit solchen Angeboten wird der Finanzdienstleister aus Dubai auch immer mehr zum Strohhalm für innovative, aber kapitalschwache deutsche und europäische Start-ups. Gerade in Deutschland haben Unternehmensgründer immer größere Schwierigkeiten, einfache Bankkredite zu bekommen, weshalb die unkomplizierte Bereitstellung von ausländischem Risikokapital für sie von existentieller Bedeutung ist. Ihr Ansprechpartner bei der Aras-Gruppe ist der Deutsche Frank Kahn. Der Key-Account-Manager soll so eng mit wohlhabenden, investitionsfreudigen Familien aus dem Mittleren Osten verbandelt sein, dass er der europäischen Start-up-Szene mühelos große Summen von Wagniskapital vermitteln kann.

Aras-Finanzexperte Ibrahim Saadi erklärt das Verfahren so: „Der Wert der Risikodarlehen der Aras Group liegt in den meisten Fällen im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich, auch wenn es sich bei Aras nicht um eine Bank, sondern um einen Investor handelt. Über einen Nachrangdarlehensvertrag, der inzwischen auch die Anforderungen seitens der deutschen BaFin erfüllt, wird die Aras Group durch die Investitionen zu einem stillen Beteiligten an dem jeweiligen Unternehmen. Auf diese Weise lassen sich transparent und kostengünstig Großprojekte finanzieren, wobei es keine Einschränkungen bezüglich Standort und Branche des kreditsuchenden Unternehmens gibt.“ Die arabische Investmentgesellschaft weist darauf hin, dass der Kapitalnehmer den Finanzierungsvertrag nicht mit dem jeweils aktiven Refinanzierer, sondern mit ihr selbst abschließt.

Aras-CEO Aschraf Mahmud will den Fokus der Projekt- und Unternehmensfinanzierungen zukünftig auch auf Afrika richten. Immer häufiger ist nämlich vom Chancenkontinent Afrika mit vielversprechenden Wirtschaftspartnern und Zukunftsmärkten die Rede. So zeichnen sich viele Länder südlich der Sahara seit Jahren durch politische Stabilität und ein stetiges Wirtschaftswachstum aus. Sechs der zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt befinden sich auf dem schwarzen Kontinent. Für das Jahr 2019 hatte die African Development Bank ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 4,0 Prozent prognostiziert, und für 2020 rechnet sie mit 4,1 Prozent. Ost- und Westafrika sind dabei die Wachstumstreiber. Marktbeobachter überrascht es nicht, dass die Aras Group DWC LLC mit ihren vielfältigen Finanzierungsleistungen hier kräftig mitmischen will.

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Sandra Weiss

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