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Im Vorfeld der Expo 2020 werden ganze Stadtteile Dubais neu entwickelt

Aras Group DWC LLC und Hassan Najjar beflügeln mit Projektfinanzierungen den Aufschwung in Dubai

Freitag, 22 März 2019 04:57 geschrieben von 
Aras Group DWC LLC und Hassan Najjar beflügeln mit Projektfinanzierungen den Aufschwung in Dubai Quelle: Screenshot vom 11.12.2017 - https://www.aras-group.ae

Dubai - Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind mit ihrer pulsierenden Metropole Dubai eine wichtige Handelsdrehscheibe zwischen Europa, Asien und Afrika und deshalb ein Anziehungspunkt für ausländische Investoren. Von Unsicherheiten aufgrund der Ölpreisentwicklung und der geopolitischen Spannungen ist in den VAE kaum etwas zu spüren. Nachdem das Wirtschaftswachstum 2017 schwächelte, hat es längst wieder Fahrt aufgenommen. Im Oktober letzten Jahres rechnete der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2018 mit einem realen Plus von knapp drei Prozent und für 2019 mit einer Steigerung auf 3,7 Prozent.

Das ist dem Umstand geschuldet, dass die Regierungen der VAE kräftig an der Investitionsschraube drehen. So hat das Emirat Abu Dhabi mehrere Aufträge für Riesenprojekte im Ölsektor vergeben und plant zudem Milliardeninvestitionen im Bereich der Downstream-Industrie. Von dem 13,6 Milliarden US-Dollar schweren und auf drei Jahre angelegten Konjunkturprogramm „Tomorrow 2021“ sollen allein 5,45 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr ausgegeben werden.

Auch das Emirat Dubai setzt seine rege Investitionstätigkeit nicht nur fort, sondern steigert sie nochmals. 2019 wird mit einem kräftigen Anziehen der Bautätigkeit gerechnet, um rechtzeitig zur Expo 2020 alle geplanten Immobilienprojekte realisiert zu haben. Die Weltausstellung findet vom 20. Oktober 2020 bis zum 10. April 2021 statt. Unter dem Motto „Connecting Minds, Creating the Future“ soll mit den Themen „Opportunity“, „Mobility“und „Sustainability“ den zentralen Zukunftsfragen des 21. Jahrhunderts nachgegangen werden. Die Arbeiten auf dem Ausstellungsgelände und zur Metro-Anbindung der Expo laufen längst auf Hochtouren. Gleichzeitig drehen sich viele Investitionen um Vorhaben, die Dubai über die Dauer der Expo hinaus Attraktivität verleihen sollen. Auf der Internetseite von Germany Trade and Invest (GTAI), der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing, wird konkretisiert: „Investiert haben nicht nur das Emirat, sondern auch zahlreiche private Projektentwickler. Mit der Expo 2020 als Zugpferd ist es Dubai in den letzten Jahren gelungen, ein reges Interesse privater Investoren aus dem In- und Ausland zu generieren. Ganze Stadtteile wurden und werden neu entwickelt, zahlreiche Freizeitattraktionen geschaffen und viele neue Tourismusprojekte umgesetzt.“

Das liest sich fast, als wäre vom „Warsan Village“ und dem „Pulse-Projekt“ der Aras Group DWC LLC die Rede. Die in Dubai beheimatete, aber weltweit tätige Firmengruppe ist vor allem in den Sparten Investment, Beteiligungen, Immobilien und Unternehmensberatung aktiv. Über ihr Profil als Projektfinanzierer und Investmentanbieter schreibt sie: „Wir haben Zugang zu verschiedenen Kreditgebern in verschiedenen Kreditmärkten, sodass wir die wettbewerbsfähigsten Lösungen für Ihr Geschäft finden können. Unser Netzwerk von Finanzierern umfasst Banken, Investmentfonds und mehrere Regierungsstellen. Wir haben Subventionen erhalten, um unterschiedliche Projekte zu finanzieren und Start-ups zu fördern. Im Laufe der Zeit haben wir in mehrere internationale Projekte investiert, die heute Erfolgsgeschichten sind.“ Über das Investitionsvolumen des Unternehmensverbundes konnte lange nur spekuliert werden, bis mehrere Medien meldeten, dass bis Herbst 2018 Investorengelder in Höhe von 816,5 Millionen US-Dollar für fast 100 Projekte in den VAE vermittelt wurden. Davon profitierte offenbar der Sektor der erneuerbaren Energien und Start-ups, das Gastgewerbe, die Schiffsbranche sowie die Immobilienwirtschaft. Zu diesen Immobilieninvestments gehören das „Warsan Village“ und das „Pulse-Projekt“, für die der Key-Account-Manager der Aras Group, der Deutsche Frank Kahn, international Investitionsmittel einwarb.

Im Stadtgebiet Al Warsan entstand mit der „International City“ schon vor Jahren ein Wohn- und Lebensprojekt der besonderen Art. Im Vorfeld der Expo fließt jetzt noch mehr Geld in die Weiterentwicklung von Warsan. Die Immobilienexperten der Aras Group beschreiben das so: „Warsan Village grenzt direkt an die International City, angrenzend an die Mohammed bin Zayed Road. Warsan Village ist eine in sich geschlossene Gemeinschaft, die speziell für ein ruhiges, entspanntes Familienleben entwickelt wurde, indem sie eine einzigartige Kombination aus Komfort und natürlicher Schönheit vereint. Das Wohnelement dieser Entwicklung wird 936 zweistöckige Stadtwohnungen mit jeweils 187 Quadratmetern einschließlich der Terrassen umfassen. Die Gemeinde verfügt über Annehmlichkeiten wie Restaurants, Cafés und Geschäfte. Die Gemeinschaft wird auch ein 10.000 Quadratmeter großes Clubhaus und eine 1.000 Quadratmeter große Moschee umfassen.“

Ähnlich engagiert ist die Firmengruppe für das „Pulse-Projekt“ in Dubai-Süd, wo sich der Al Maktoum International Airport befindet. Nach Abschluss der Ausbauarbeiten soll er der größte Flughafen der Welt sein. Im Südwesten Dubais wird sich in den Jahren 2020 und 2021 auch das geschäftsfördernde Expo-Geschehen abspielen. Dort soll mit dem „Pulse-Projekt“ ein neuartiges Lifestyle-Konzept umgesetzt werden, das die Ansiedlung von Einzelhandel, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen mit dem Bau von Reihenhäusern verbindet. Die Apartmentgebäude mit mehreren Schlafzimmern, Gärten und Terrassen sollen vor allem Familien begeistern und den ganzen Wohnbezirk zur modernen arabischen Musterstadt machen.

Die Zeichen für Dubai, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Aras Group stehen also auf Wachstum. Bei Germany Trade and Invest (GTAI) heißt es dazu: „Die Investitionen in den VAE steigen weiter. Der Projektdatenbank Meed Projects zufolge wurden in den ersten elf Monaten 2018 die Hauptaufträge im Gesamtwert von knapp 43 Milliarden US-Dollar vergeben. Dies entspricht fast der Hälfte des Projektwertes der gesamten GCC-Region. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legten die neu vergebenen VAE-Projekte um neun Prozent zu.“ Die Auftragsvergabe ziehe vor allem im Emirat Abu Dhabi stark an, Dubai bleibe mit 24 Milliarden US-Dollar jedoch der größte Projektmarkt der VAE.

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