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Dubaier Unternehmensgruppe

Aras Group: CEO Aschraf Mahmud fördert verstärkt die afrikanische Start-up-Szene

Freitag, 03 Januar 2020 14:25 geschrieben von 

Dubai – Trotz seiner vielen Probleme wird Afrika immer weniger als Krisenkontinent wahrgenommen, sondern zunehmend als Raum der finanziellen Chancen und des wirtschaftlichen Wachstums. Davon zeugt auch der sogenannte „Compact with Africa“, den die deutsche Bundesregierung massiv unterstützt. Diese Partnerschaftsinitiative wurde 2017 unter der deutschen G20-Präsidentschaft ins Leben gerufen, um neue Kooperationsmodelle mit Afrika zu institutionalisieren. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für private Investitionen und Beschäftigungsmöglichkeiten in Afrika zu verbessern. Derzeit beteiligen sich zwölf reformorientierte Staaten an dem Großprojekt. Dabei handelt es sich um Äthiopien, Ägypten, Benin, Burkina Faso, die Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo und Tunesien. Der „Compact“ verbindet die afrikanischen Teilnehmer mit Partnerländern aus dem Kreis der G20-Staaten sowie internationalen Organisationen wie der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und der Afrikanischen Entwicklungsbank. Einvernehmlich werden für jedes Land Entwicklungsprogramme und Fördermaßnahmen erarbeitet, die vor allem zur Erhöhung der Privatinvestitionen führen sollen. Dafür wird auf spürbare Reformen in der Finanz- und Wirtschaftspolitik gesetzt.

Mitte November letzten Jahres unterstrich Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung der Compact-Initiative für Investoren. Zur Stärkung des afrikanischen Finanzsystems gehörten auch mehr Hermes-Bürgschaften und bessere Kreditbedingungen, betonte Merkel und erinnerte daran, dass sich die Afrikanische Union mit der „Agenda 2063“ auch eigene Entwicklungsziele gegeben hat, die im Jahr 2063 und damit 100 Jahre nach Ende der Kolonialzeit erreicht werden sollen. Zur sozio-ökonomischen Transformation des Kontinents plant die Afrikanische Union zudem die Schaffung einer Freihandelszone. Kurzum: Afrika wird für Investoren immer attraktiver.

Auch die in Dubai ansässige Aras Group DWC LLC hat den afrikanischen Wachstumsmarkt für sich entdeckt. Zu der Unternehmensgruppe gehören die Aras Logistic and Distribution Ltd., die Aras Trading and Services Ltd., die Aras Consulting and Advisory Ltd., die Aras Properties Ltd. sowie die Aras Investment and Participation Ltd. Die Aras Logistic and Distribution Ltd. verdient mit Logistikleistungen im globalen Transportgeschäft ihr Geld. Im Güterhandel mit dem asiatischen Raum ist die Aras Trading and Services Ltd. tätig. Die Aras Consulting and Advisory Ltd. erschließt für europäische Unternehmen die Märkte im Nahen und Mittleren Osten, während sich bei der Aras Properties Ltd. alles um den Ankauf, die Verwaltung und den Verkauf von Immobilien dreht. Konkret bietet sie Anlegern die Möglichkeit, sich im arabischen und afrikanischen Raum an den renditeträchtigen Bauvorhaben professioneller Projektgesellschaften zu beteiligen. Die Aras Investment and Participation Ltd. fungiert mit einem weltweiten Netzwerk aus refinanzierenden Fonds, Investoren und Banken als Geldgeber für Unternehmen in unterschiedlichsten Branchen und Ländern.

Die Aras Group versteht sich als Anbieterin „maßgeschneiderter Finanzierungslösungen“ und schrieb dazu auf ihrer Facebook-Seite: „Jedes Unternehmen hat mit speziellen Problemen zu kämpfen, die einen maßgeschneiderten Ansatz erfordern. Wir konzentrieren uns darauf, die genauen Bedürfnisse unserer Kunden zu verstehen, um uns an ihren Zielen auszurichten. Unsere Vision ist es, unseren Kunden die Flügel zu verleihen, die sie benötigen, um ihre Ziele zu erreichen.“ An anderer Stelle heißt es, die angebotenen Finanzierungsdienstleistungen seien darauf zugeschnitten, den Kapitalmangel von Unternehmen zu beseitigen und ihnen damit den Weg zu maximalen Geschäftserfolgen zu ebnen. Zu den Finanzierungsangeboten der Aras Gruppe gehören unter anderem nachrangige Darlehen, stille Beteiligungen und die Vermittlung von Risikokapital zur individuellen Projektfinanzierung und zur Förderung innovationsstarker, aber unterfinanzierter Start-ups. Vor der Bereitstellung des Wagniskapitals schließt der Kunde den Finanzierungsvertrag direkt mit der Aras Group ab und nicht etwa mit dem jeweils aktiven Refinanzierer. Das Darlehensvolumen liegt im zwei- bis dreistelligen Euro-Millionenbereich.

In einer Selbstbeschreibung wendet man sich direkt an potenzielle Kunden: „Wir sind Experten für Unternehmensfinanzierung und unterstützen Unternehmen dabei, das notwendige Kapital aufzubringen, um zukünftiges Wachstum zu ermöglichen. Wir haben Zugang zu verschiedenen Kreditgebern in diversen Kreditmärkten, sodass wir die wettbewerbsfähigsten Lösungen für Ihr Geschäft finden können. Wir werden uns nicht nur bemühen, die wettbewerbsfähigsten Angebote zu finden, sondern können Sie auch in Bezug auf das beste Produkt für Ihr Geschäft beraten.“ Die arabische Finanzierungsgesellschaft verweist in diesem Zusammenhang auf das Kompetenzprofil ihrer Mitarbeiter. Diese seien Fachleute mit branchenübergreifender Expertise in Finanzierungsfragen und verfügten über viel interkulturelle Kompetenz.

Zur Führungsmannschaft der Unternehmensgruppe gehören neben CEO Aschraf Mahmud auch Hassan Nazar und Maria Zain. Unterstützt wird das Trio von Key-Account-Manager Frank Kahn, von Relationship Manager Samira Zadeh, von Marketing Coordinator Akash Kumar sowie Ibrahim Saadi vom Audit Department. Kahn sorgte bislang dafür, dass europäische Start-ups mit dringend benötigten Finanzmitteln versorgt werden. Gerade in Deutschland ist es wegen stark regulierter und übervorsichtiger Bankhäuser fast unmöglich, in der Frühphase von Unternehmensgründungen an Kapital zu kommen. Jungunternehmer setzen deshalb auf alternative Finanzierungsquellen, wie sie versierte Finanzdienstleister wie Frank Kahn vermitteln. Über den Deutschen wird kolportiert, dass er bestens mit internationalen Geldgebern und insbesondere reichen Familien aus den Golfstaaten vernetzt sei. Mithilfe dieser Kontakte hat er der europäischen Start-up-Szene in vielen Fällen mit unkonventionellen, aber soliden Finanzierungslösungen unter die Arme gegriffen.

Chief Executive Officer Aschraf Mahmud soll im vergangenen Jahr entschieden haben, dass der Fokus der Aras Group mehr auf Afrika und dessen großen Kapitalbedarf gerichtet wird, ohne deshalb aber den europäischen Markt zu vernachlässigen. Die Deutsche Welle berichtete Anfang 2019 von Rekordinvestitionen für Start-Ups in Afrika. Die Zukunft des Kontinents gehöre den Start-ups. Weiter formulierte der Sender: „Egal ob in Kenia, Uganda oder im Senegal – mit ihren Apps und Plattformen suchen die Gründer Lücken in bestehenden Serviceleistungen und arbeiten an Lösungen. Wo der Staat versagt, springen immer öfter Start-ups ein. Und so haben sich die Finanzierungen für afrikanische Start-ups 2018 fast vervierfacht.“ Für 2019 liegen noch keine aussagekräftigen Zahlen vor. Aber einiges spricht dafür, dass das Investmenthaus aus Dubai im letzten Jahr schon ordentlich in Afrika mitgemischt hat.

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