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Stromversorgung

1,5 Milliarden Euro Förderung für umweltfreundliche KWK-Anlagen

Freitag, 25 September 2015 04:56 geschrieben von 
Vorsitzender der SPD, Vize-Kanzler und Bundesminister Vorsitzender der SPD, Vize-Kanzler und Bundesminister Foto: Susie Knoll/SPD

Berlin - Die Bundesregierung erklärte, Kraft-Wärme gekoppelte Kraftwerke in Zukunft mit einer jährlichen Summe von 1,5 Milliarden Euro zu fördern. Im Rahmen der CO2-Reduktion um vierzig Prozent bis 2020 gegenüber 1990 sei dieser Schritt beschlossen worden. Damit wird nun mehr als doppelt so viel Geld als ursprünglich vorgesehen, in die Förderung der als umweltfreundlicher geltenden Kraftwerke investiert.

Der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte: „Mit der Novellierung des KWK-Gesetzes setzen wir ein wichtiges energiewirtschaftliches Vorhaben der Bundesregierung um. Wir verdoppeln das Fördervolumen auf 1,5 Mrd. Euro pro Jahr. Damit geben wir einen kräftigen Impuls für die Effizienztechnologie Kraft-Wärme-Kopplung. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele und sorgen für eine faire Verteilung der Kosten.“

Finanziert wird die Förderung genau wie die Ökostrom-Förderung: mithilfe einer Umlage wird das Geld den Verbrauchern in Rechnung gestellt. Alles in allem werde die beschlossene Maßnahme mit etwa zehn Euro pro Jahr und Haushalt zu Buche schlagen. Allerdings würden stromkostenintensive Betriebe etwas stärker belastet: Ein Aufschlag von 0,03 Cent pro Kilowattstunde sieht dieser Teil des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz vor.

Kraft-Wärme-Kopplung bedeutet, dass die während der Stromproduktion anfallende Wärme nicht ungenutzt bleibt. Stattdessen soll sie für die Industrie oder für das Heizen von Wohnungen zur Verfügung gestellt werden. Zudem können solche KWK-Anlagen mit klimafreundlichem Gas betrieben werden, welches zwar wesentlich teurer ist, aber hoffentlich die erwartete Senkung des CO2-Ausstosses erbringt. Mit Kohle befeuerte Kraftwerke, die Kraft-Wärme gekoppelt sind, sollen hingegen keinen Zuschuss erhalten. Ersetzen diese Betriebe jedoch die Kohle, erhalten sie einen Bonus von der Bundesregierung. Bisher gibt es rund sechstausend solcher Anlagen. Die Zahl soll nun jedoch deutlich steigen.

„Die Bundesregierung legt in der Novelle den klaren Fokus auf die Stärkung der KWK in der öffentlichen Versorgung“, erklärte Katherina Reiche, die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Der VKU vertritt mehr als 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen im Bereich Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft und Telekommunikation.  „Doch an zentralen Stellen gibt es noch dringenden Anpassungsbedarf. Leider sind die jetzt vorgesehenen Förderbedingungen gerade für die neuesten und effizienten Kraftwerke nicht ausreichend. Die Rahmenbedingungen für alle 1.300 kommunalen KWK-Anlagen müssen stimmen, sonst verschenkt die Bundesregierung erhebliche CO2-Einsparpotenziale und modernste und umweltschonendste Anlagen müssen vom Netz gehen.“

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