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Partnerschaft mit OWR IANUS GmbH

Michael Thomale kündigt Programm SILENOS der AUSTRO Nexus Holding an

Sonntag, 22 September 2019 23:14 geschrieben von 
Logo der OWR IANUS GmbH Logo der OWR IANUS GmbH Quelle: AUSTRO Nexus Holding

Brand-Erbisdorf - Als Mitte September ein bislang rätselhafter Drohnenangriff die saudische Raffinerie Abqaiq in Flammen setzte, wurde die neue Verwundbarkeit solcher Anlagen rasch deutlich. Angeblich sollen es Huthi-Rebellen aus dem südarabischen Jemen gewesen sein, die das hochgerüstete Militär von Saudi-Arabien auf dem linken Fuß trafen. Zweifel sind natürlich angebracht, ob es tatsächlich die Guerilla jener ‚Steinzeitkrieger‘ gewesen sein kann. Washington und Riad ließen vermelden, dass der Angriff auch nicht aus dem Süden, sondern aus dem Norden geflogen wurde. Kolportiert soll der Iran hinter all dem stecken. Doch wie kann es überhaupt sein, dass eine so große Raffinerie (bis zu sieben Millionen Barrel an Öl werden hier täglich verarbeitet) schutzlos den Angriffen kleiner Lenkwaffen ausgesetzt war?

Tatsächlich ist Saudi-Arabien ein hoch gerüsteter Staat. Hunderte Milliarden US-Dollar haben die Saudis in die Rüstung investiert. Kein Staatsvolk der Welt kommt pro Kopf auf eine solche Waffendichte. Und doch gilt das saudische Militär als schwerfällige Kampftruppe. Nach dem ersten Golfkrieg um Kuwait und den Irak wurde das Militär nochmals runderneuert. „Die Luftverteidigungskräfte haben die High-Tech von 1995“, erklärt ein hochrangiger Militär der NATO gegenüber PERFORMANCE vertraulich. Damit sei man moderner als viele westeuropäische Streitkräfte bestückt, die ihre letzte große Modernisierungswelle Mitte der 1980er Jahre erlebten. „Aber wirklich zeitgemäß ist das nicht mehr.“

Und tatsächlich ist die Luftverteidigung weltweit zwar gegen Angriffe von Marschflugkörpern oder Luftlandeflotten gerüstet. Diese werden vom Radar erfasst. Ihre Flugdaten können schnell berechnet werden. Abwehrmaßnahmen können greifen. Dagegen bleiben die viel kleineren Drohnen oft buchstäblich unter dem Radar. „Die großen Rüstungsunternehmen denken da eben auch großteilig“, sagt Michael Thomale von der AUSTRO Nexus Industrieholding aus Salzburg. AUSTRO Nexus entwickelt derzeit mit dem bekannten deutschen Luftfahrtingenieur Dr. Reiner Stemme und dessen Neffen Dr. Wolfgang Stemme ein eigenes Flugzeug- und Drohnensystem im Programm des „Red Eagle“. „Wir haben die kleinteiligeren Waffensysteme auf dem Schirm“, sagt Thomale. Und etwas robust fügt er an: „So lassen sich die großen Gewinne der Zukunft im Industriegeschäft erwirtschaften. Denn die Sicherheit für Industrieanlagen gegen solche Terrorschläge wird unseren Kunden viel Geld wert sein.“

Auch für die Abwehr von Terrorangriffen mittels Drohnen und ABC-Waffen wird bei AUSTRO Nexus geforscht. Gemeinsam mit der OWR IANUS will man ein neuartiges Abwehrsystem entwickeln. „Silenos“ heißt hier das Programm.

Darüber hinaus möchten Thomale und Co. aber auch mobile Einsatzgeräte zur Wasserreinigung mit der OWR entwickeln. Mittels Umkehrosmose unter extrem hohem Druck sollen dann sogar verseuchte, stehende Gewässer wieder trinkbar rein gemacht werden können. Dies System „Acheron“ war schon zuvor in der OWR gereift. AUSTRO Nexus hält 30 Prozent am voll stimmberechtigten Stammkapital der OWR IANUS GmbH. „Wir glauben fest daran, dass man uns und unsere Produkte braucht.“ Und abschließend sagt Thomale: „Nicht zuletzt der Terrorabschlag in Saudi-Arabien zeigt, welche gewaltige Nachfrage da im Markt steckt.“

Letzte Änderung am Samstag, 28 September 2019 14:30
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