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Oberursel - Für Manfred Schlumberger, Vorstandsmitglied derStarCapital AG, ist der schon für tot gehaltene Konjunkturzyklus zurückgekehrt. Anleger müssten deshalb radikal umdenken. „Was haben wir in den vergangenen Jahren nicht alles über die neue Normalität gelesen – schwaches Wachstum, keine Inflation, ewig niedrige Zinsen. Vergessen Sie das. Nun, da die Finanzkrise endgültig überwunden ist, kehren wir zu alten Mustern zurück“, macht der Finanzprofi vom bankenunabhängigen Vermögensverwalter StarCapital AG gegenüber Anlegern deutlich. Wegen der Renaissance der Konjunkturzyklen werde sich auch die Notenbankpolitik ändern und die Zeit der Anleihenkäufe zu Ende gehen. Schlumberger rechnet mit diesen Konsequenzen: „In Zukunft wird der Markt, also der private Anleger, wieder stärker über die Zinshöhe bei Anleihen bestimmen. Gleichzeitig machen die Staaten wieder mehr Schulden, das Angebot an Anleihen steigt. Ich bin ziemlich sicher, dass private Investoren diese Papiere nur zu höheren Renditen kaufen werden, als es die Notenbanken getan haben.“ Am Zinsmarkt werde nur noch derjenige Geld verdienen, der komplett umdenke. Für den Aktienmarkt seien steigende Zinsen zwar eine Herausforderung, aber eben keine Katastrophe. „Denn hier kommt es auch auf die Gewinnentwicklung an. Und die ist global betrachtet gut“, betont Manfred Schlumberger, der seit 2017 Vorstand und Co-Leiter des Portfoliomanagements bei der StarCapital AG ist. „Die Aktienhausse wird zwar noch ein ganzes Stück weiter laufen. Aber es wird viele Gelegenheiten geben, Dinge richtig zu machen. Oder falsch. Für mich ist so ein Umfeld ideal.“