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Kitzbühel - Anfang 2017 geriet die Tiroler Private-Equity-Gesellschaft KitzVenture GmbH in schweres Fahrwasser. Nachdem sie Anlegergelder für ein qualifiziertes Nachrangdarlehen mit der Aussicht auf eine jährliche Verzinsung von 9,5 Prozent eingeworben hatte, schalteten vermutlich Konkurrenten die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ein und wollten von dieser wissen, wie sie zu dem Angebot des Unternehmens stehe. Die FMA erklärte sich bei KitzVenture für unzuständig, da es sich bei dem in Rede stehendenFinanzprodukt nicht um einen Alternativen Investmentfonds (AIF) handele. Genau unter die Lupe genommen würden von ihr nur Produkte, die unter das Alternative Investmentfonds Manager-Gesetz (AIFMG) fallen. Während die AIF strengen Zulassungsvorschriften unterliegen, sind Investment-Modelle, die als Crowdinvestment deklariert werden, wesentlich schwächer reguliert.

Kitzbühel - Private-Equity-Gesellschaften werben damit, Unternehmen bei der Realisierung ihrer Wachstumspläne mit dem Eigenkapital privater oder institutioneller Anleger zu unterstützen. Zu diesem Zweck erwerben Beteiligungsgesellschaften für einen begrenzten Zeitraum Unternehmensanteile. Private Equity bezeichnet privates Eigenkapital und damit eine Beteiligungsform, die nicht an geregelten Märkten wie Börsen handelbar ist. Der eng gefasste Begriff von Private-Equity-Investitionen steht für die Finanzierung von Unternehmen mit größerem Bekanntheitsgrad und einer gewissen Marktetablierung. Im weiteren Sinne umfasst Private Equity auch Venture-Capital-Investitionen, die zwar höhere Renditen versprechen, aber auch risikobehafteter sind.