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Athen - Alle Beteiligten warten wie gebannt auf die nächste Liste mit Reformvorschlägen der Griechen. Nach der Ablehnung der von den potentiellen Geldgebern geforderten Sparpolitik durch das griechische Volk hat Ministerpräsident Alexis Tsipras seinen Finanzminister Giannis Varoufakis zurücktreten lassen – möglicherweise als Zugeständnis an die Verhandlungspartner. Varoufakis galt immer als der größte Quertreiber, der mit verbalen Entgleisungen die Verhandlungssituation stets erschwerte.

New York - Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Welthandelsorganisation (WTO) sind de Aussichten für die Weltwirtschaft nicht rosig. Die WTO korrigierte ihre Wachstumsprognosen für den internationalen Warenaustausch für das laufende Jahr auf 3,3 Prozent, für das kommende Jahr auf vier Prozent. Damit musste die WTO deutliche Korrekturen nach unten vornehmen. Auch im vergangenen Jahr musste die WTO bereits Korrekturen nach unten vornehmen. Dennoch war das tatsächliche Plus im Welthandel noch 0,3 Prozentpunkte niedriger als die WTO es vorhersagte.

Berlin - Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, wird die Bundesregierung die Ukraine mit einer Kreditbürgschaft in Höhe einer halben Milliarde Euro unterstützen. Offenbar soll das Geld vor allem für den Wiederaufbau des Ostens des Landes, der durch die anhaltenden Kämpfe schwer in Mitleidenschaft gezogen worden ist, dienen.

Samstag, 13 Dezember 2014 05:27

Russland vor der Staatspleite?

Frankfurt am Main - Einer aktuellen Analyse der DZ Bank zufolge droht Russland wegen der Wirtschaftssanktionen des Westens nicht weniger als ein „Finanzkollaps“. Grund sei vor allem der erschwerte Zugang russischer Unternehmen zum Kapitalmarkt. Um die Betriebe zu refinanzieren, betreibe der Staat mit dem Anzapfen des etwa 88 Milliarden Dollar schweren nationalen Wohlfahrtsfonds und dem Reservefonds ein schwieriges, fast unmögliches Unterfangen, zumal die staatlichen Pensionsverpflichtungen dabei gefährdet würden, warnt Stefan Bielmeier, Chefökonom der DZ Bank.

Frankfurt am Main - Wer nicht hören will, muß fühlen. Das könnte demnächst auch auf die Politiker der Euro-Zone zutreffen, denn sie zeigen sich erfahrungsresistent. Zumindest bis zur Europawahl im Mai erzählten sie mit Nachdruck, daß die Euro-Krise beendet sei. Diese Töne sind mittlerweile verstummt – dennoch wird weitergemacht wie zuvor.

New York - Der Internationale Währungsfonds (IWF), dessen Gründung auf das Welt-Finanzsystem von Bretton Woods (1944) zurückgeht, steht praktisch seit seiner Gründung in der Kritik. Bemängelt wird häufig, daß er Schuldnerländer in die politische und finanzielle Abhängigkeit treibe und gerade Entwicklungsländern, die auf Hilfsgelder angewiesen sind, eher schade als nütze.

Berlin - Der Internationale Währungsfonds (IWF) veröffentliche kürzlich einen neuen Vorschlag zur Lösung der Schuldenkrise, der auf eine Enteignung von Anlegern, Sparern und Rentner hinausläuft. Nach dem Konzept des IWF sollen künftig Schulden-Schnitte für überschuldete Staaten leichter vonstatten gehen.