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Dubai – Die mit dem rasanten Lira-Verfall einhergehende Wirtschaftskrise der Türkei macht Immobilienkäufe in dem Land so billig wie nie zuvor. „Spiegel online“ zitiert die Türkin Esmeralda Sepers, die in den Niederlanden ein Maklerbüro betreibt und von einem massiv gestiegenen Käuferinteresse berichtet: „Einige sind Investoren, andere Privatpersonen. Alle wollen plötzlich Immobilien an der türkischen Riviera kaufen.“ Seit 17 Jahren vermittelt Sepers „Betongold“ an der türkischen Mittelmeerküste. Aber an einen derartigen Run auf Wohnungen und Häuser in Alanya, Bodrum, Fethiye oder Side kann sie sich nicht erinnern. Die Abwertung der türkischen Lira lässt die Preise im Immobiliensektor purzeln. Ein Rechenbeispiel: Kostete ein Haus in der Nähe von Bodrum Anfang August noch 550.000 Lira – umgerechnet 96.000 Euro –, waren es zehn Tage später angesichts des sich immer weiter verschlechternden Wechselkurses der türkischen Währung nur noch etwa 74.000 Euro.

Friedrichshafen - Wegen der anhaltenden Eurokrise und dem damit verbundenen Zinstief suchen viele deutsche Anleger Zuflucht in Realwerte. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bedeutet für Sparer eine großangelegte Vermögensvernichtung, weil die Inflationsrate die kümmerlichen Zinsen regelrecht auffrisst. Kreditnehmer können sich aber freuen. Weil Anlage-Alternativen fehlen und die Konditionen für Immobilienkredite weiterhin gut sind, erlebt der Immobiliensektor einen wahren Boom. Die Nachfrage nach dem sogenannten „Betongold“ ist so rapide gestiegen, dass in Städten wie München, Frankfurt, Hamburg, Köln und Berlin der Markt schon fast leer gefegt ist. Für Wohnraum in guter Lage können die Vermieter und Verkäufer Höchstmieten beziehungsweise Höchstpreise verlangen.

Hamburg - Viele Kleinanleger haben schon oft darüber nachgedacht, der Zinsflaute durch wohlüberlegte Investments im Immobiliensektor zu entgehen. Dabei stoßen sie häufig auf Hindernisse, weil die klassischen Immobilienfonds finanziell potente institutionelle Anleger bevorzugen und sich mit kleinen Privatanlegern nicht abgeben wollen. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die Exporo AG aus Hamburg. Sie betreibt eine innovative Internetplattform, über die sich Investoren schon mit Beträgen ab 500 Euro an Immobilienprojekten beteiligen können. Damit verschafft sie Kleinanlegern Zutritt zu einem renditeträchtigen Markt, der bisher vorwiegend Großanlegern vorbehalten war. Innovativ ist das Investmentmodell, weil es auf dem sogenannten Crowdinvesting aufbaut. Dabei bündeln Investoren ihre Interessen über das Internet und finanzieren gemeinsam ehrgeizige Investments. Nichts anderes drückt der Begriff Crowdinvesting aus, der sich aus den englischen Wörtern „Crowd“ (Menschenmenge) und „Investing“ (investieren) zusammensetzt.

Leipzig - Viele Finanzinvestoren im Immobiliensektor kommen und gehen auch wieder. Manche bleiben aber und setzen sich im umkämpften Markt durch ein überlegenes Geschäftsmodell durch. Dazu gehört nach Auffassung vieler Branchenkenner die publity AG unter ihrem Vorstandsvorsitzenden Thomas Olek. Nach einer vierjährigen Beratertätigkeit für die Sächsische Landesbank stieg er als Mehrheitsaktionär bei der in Leipzig ansässigen Aktiengesellschaft ein und führte sie erfolgreich auf den Immobilienmarkt. Von den vielen Geschäftskontakten Oleks, der auch noch in zahlreichen banknahen Verbänden aktiv ist, dürften die Anleger bis heute profitieren.

Leipzig - Weil immer mehr deutsche Sparer der schleichenden Enteignung durch Nullzinsen entgehen wollen und ihr Geld im Immobiliensektor investieren, erleben diverse Immobilien-Investmentfonds und Asset Manager einen regelrechten Boom. Deren erklärtes Ziel ist der Erwerb, die Sicherung und die Optimierung des Immobilienvermögens ihrer Investoren. Mit verschiedenen Instrumenten soll die Werthaltigkeit und Verkehrsfähigkeit von Immobilien im Sinne individueller Anlageziele gesteigert werden. Die Goldgräberstimmung in Teilen des Immobilienmarktes ruft leider auch unseriöse Anbieter auf den Plan, die nur das schnelle Geld machen wollen und Anlegerinteressen dabei vernachlässigen. Für eher unerfahrene Anleger ist es deshalb nicht immer leicht, gutes von schlechtem Asset Management zu unterscheiden. Einen ersten Hinweis auf die Vertrauenswürdigkeit eines Unternehmens gibt natürlich die Gewinnentwicklung.