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Oberursel - Für Manfred Schlumberger, Vorstandsmitglied derStarCapital AG, ist der schon für tot gehaltene Konjunkturzyklus zurückgekehrt. Anleger müssten deshalb radikal umdenken. „Was haben wir in den vergangenen Jahren nicht alles über die neue Normalität gelesen – schwaches Wachstum, keine Inflation, ewig niedrige Zinsen. Vergessen Sie das. Nun, da die Finanzkrise endgültig überwunden ist, kehren wir zu alten Mustern zurück“, macht der Finanzprofi vom bankenunabhängigen Vermögensverwalter StarCapital AG gegenüber Anlegern deutlich. Wegen der Renaissance der Konjunkturzyklen werde sich auch die Notenbankpolitik ändern und die Zeit der Anleihenkäufe zu Ende gehen. Schlumberger rechnet mit diesen Konsequenzen: „In Zukunft wird der Markt, also der private Anleger, wieder stärker über die Zinshöhe bei Anleihen bestimmen. Gleichzeitig machen die Staaten wieder mehr Schulden, das Angebot an Anleihen steigt. Ich bin ziemlich sicher, dass private Investoren diese Papiere nur zu höheren Renditen kaufen werden, als es die Notenbanken getan haben.“ Am Zinsmarkt werde nur noch derjenige Geld verdienen, der komplett umdenke. Für den Aktienmarkt seien steigende Zinsen zwar eine Herausforderung, aber eben keine Katastrophe. „Denn hier kommt es auch auf die Gewinnentwicklung an. Und die ist global betrachtet gut“, betont Manfred Schlumberger, der seit 2017 Vorstand und Co-Leiter des Portfoliomanagements bei der StarCapital AG ist. „Die Aktienhausse wird zwar noch ein ganzes Stück weiter laufen. Aber es wird viele Gelegenheiten geben, Dinge richtig zu machen. Oder falsch. Für mich ist so ein Umfeld ideal.“

Marktredwitz - Die Dauerdebatte um den Klimawandel und die Energiewende hat längst auch den Investmentmarkt erreicht und lässt immer mehr Anleger ihr Geld in Unternehmen mit ökologischem Anspruch investieren. Die Finanzkrise 2008 und Umweltkatastrophen wie der Reaktorunfall von Fukushima 2011 haben das Bewusstsein vieler Investoren verändert. Ihre Geldanlagen sollen eine ethische Komponente haben und Renditeerwartungen mit Umweltschutz verbinden. Vermögensanlagen, die für einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt stehen, erleben sowohl auf dem klassischen Aktien- als auch auf dem Fondsmarkt einen spürbaren Aufschwung. Aktien von Unternehmen der Umweltbranche werden inzwischen als „Green Chips“ und die Fondsprodukte ähnlich gesinnter Investmentfirmen als „Green Investments“ bezeichnet. Grüne Fonds werden aber nicht nur deshalb immer beliebter, weil sie den Anlegern ein gutes Gewissen verschaffen, sondern weil die Anlagestrategie den Dreiklang von Sicherheit, Liquidität und Rendite verspricht. Besonders attraktiv sind Investitionen in die nachhaltige Energiegewinnung, wozu beispielsweise festverzinste Geldanlagen in Erneuerbare-Energie-Anlagen gehören.