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Eiterfeld – In Deutschland trägt die Versicherungswirtschaft eine große Verantwortung für die Altersabsicherung der Menschen. Derzeit bestehen 88,3 Millionen Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen, Pensionskassen und Pensionsfonds. Rentenversicherungen kommt dabei mit rund 42 Millionen Verträgen eine besondere Bedeutung zu. Aufgrund der demografischen Entwicklung – immer weniger Beitragszahler müssen für immer mehr Rentenbezieher aufkommen – brauchen ältere Menschen zukünftig neben der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente unbedingt ein ergänzendes Alterseinkommen aus kapitalgedeckter Vorsorge. Dass die Lebensversicherung immer noch als Hauptinstrument zur Alters- und Hinterbliebenenvorsorge angesehen wird, belegt die Zahl von 84 Millionen Hauptversicherungen. Ihre Stornoquote lag 2017 bei nur 2,65 Prozent. Das dürfte aber nicht nur Ausdruck von Zufriedenheit, sondern angesichts der Niedrigzinsen auch Zeichen von Verzweiflung sein. Zwar erfreuen sich Altkunden von Lebensversicherungen manchmal noch eines Garantiezinses von vier Prozent und denken deshalb gar nicht an eine Auflösung ihrer Verträge. Doch die jahrelange Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den allermeisten Versicherungskunden sinkende Renditen eingebrockt und die Policen inzwischen äußerst unattraktiv gemacht. Der Garantiezins liegt meist nur noch bei mageren 0,9 Prozent – viel zu wenig für eine zusätzliche Altersabsicherung, die diesen Namen verdient.

Sonntag, 18 Januar 2015 00:09

Europa steht vor einem Rechtskonflikt

Frankfurt am Main - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) ist in seinem aktuellen Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in der Euro-Krise zu außergewöhnlichen Mitteln greifen dürfe. So seien auch Aufkäufe von Staatsanleihen durchaus möglich. Diese müssen aber verhältnismäßig und gut begründet sein. Außerdem müsse sich die EZB aus den Reformprogrammen für bestimmte Staaten heraushalten. Das Gutachten kann als Vorentscheidung gewertet werden, die endgültige Entscheidung wird für Herbst 2015 erwartet. Man geht davon aus, dass EZB-Präsident Mario Draghi nun einen immens erweiterten Handlungsspielraum habe.

Berlin - Zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Vorratsdatenspeicherung erklärt der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki:

"Das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofes ist ein eindeutiger Sieg des Rechtsstaates. Der Gerichtshof straft hiermit all jene ab, die die Freiheitsrechte unbescholtener Bürgerinnen und Bürger mit diffusen Ängsten vor Kriminalität oder Terror einschränken wollten. Wir erinnern daran, dass das sogenannte Quick-Freeze-Verfahren der ehemaligen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger auch von den Luxemburger Richtern offenbar als die vernünftigste Variante gesehen wird. Wir erwarten, dass dieses Verfahren jetzt endlich politische Umsetzung findet.“