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Berlin – Am 23. Oktober dieses Jahres berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in einem Verlagsspezial zur Zukunft des Mittelstandes, dass die deutschen Mittelständler trotz weltpolitischer und weltwirtschaftlicher Unwägbarkeiten weiterhin voll auf Auslandsinvestitionen setzen. So geht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) davon aus, dass 2018 ein Rekordjahr für Auslandsinvestitionen wird. Dabei bezieht sich der DIHK auf eine Umfrage, der 5.200 Unternehmensantworten zugrunde liegen und wonach 36 Prozent der antwortenden Unternehmen höhere Investitionsbudgets als 2017 planen.Die Zeitung fragte Kapilendo-Chef Christopher Grätz, welchen Anteil daran kleine oder mittlere Unternehmen hätten. Der Mitbegründer des gleichnamigen Online-Kreditmarktplatzes, auf dem Gelder zur bankenalternativen Unternehmensfinanzierung gesammelt werden, sagte: „Unsere KMUs erzielen mehr Umsätze im Ausland, als dass sie international investieren.“ Bei den im Ausland tätigen Kreditnehmern kann Grätz trotz des neuen handelspolitischen Kurses der USA nur „wenige bremsende Faktoren“ ausmachen und betonte: „Die Inhaber hoffen auf klare Abkommen, die internationale Geschäfte auch zukünftig ermöglichen.“

Berlin - Das von führenden Wirtschaftsforschern vorgelegte Herbstgutachten hat die Konjunkturerwartungen in Deutschland deutlich eingetrübt. Deutschlands Exporte galten bisher als Garant für wirtschaftliches Wachstum – mit dieser einseitigen Exportorientierung hat man offenbar auf Sand gesetzt. So sind die Exporte in den letzten Monaten stark eingebrochen. Schuld daran sind vor allem die geopolitischen Konflikte, die sich auch auf das Wirtschaftsleben in Deutschland auswirken. Anton F. Börner vom Außenhandelsverband BGA sagte dazu: „Das Zusammentreffen gleich mehrerer Krisenherde ist Sand im Getriebe einer prinzipiell auf Wachstum gepolten Weltwirtschaft. Dies führt zu einer nachhaltigen Verunsicherung auf den Märkten und dementsprechend auch zu einem Ausbleiben von notwendigen Investitionen.“