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Wemding – Junge Arbeitnehmer wollen sich mit Fragen der Altersvorsorge oft nicht näher beschäftigen, weil ihnen das alles zu kompliziert und zu weit weg erscheint. Da Altersarmut aber zum Massenphänomen zu werden droht, sind auch die Jüngeren gut beraten, über die Auskömmlichkeit ihrer gesetzlichen Rente und eine mögliche private (Zusatz-)Altersvorsorge nachzudenken. Eine weitere finanzielle Absicherungsmöglichkeit im Alter bietet die betriebliche Altersversorgung (bAV). Im letzten Jahr hat das Risikomanagement- und Beratungsunternehmen Willis Towers Watson seine Studie „Global Benefits Attitudes“ veröffentlicht, bei der es um die Einstellung der Arbeitnehmer zur Altersvorsorge ging. In 22 Ländern wurden insgesamt 31.000 Personen befragt, hierzulande beteiligten sich 2.023 Arbeitnehmer. Für 72 Prozent der Deutschen ist demnach die Alterssicherung wichtiger geworden, was angesichts der Rentendebatte nicht verwundert. 78 Prozent der Befragten verlangen von der bAV Sicherheit im Sinne einer risikofreien Anlage der Sparbeiträge, 69 Prozent fordern bei einem Arbeitgeberwechsel Flexibilität im Umgang mit der bAV, und 68 Prozent wollen beim Renteneintritt frei zwischen einer lebenslangen Rente und einer sofortigen Kapitalauszahlung wählen können. Soweit die Befunde von Willis Towers Watson.

Wemding – Es ist längst eine Binsenweisheit, dass die gesetzliche Rente für die meisten heutigen Arbeitnehmer nicht mehr ausreichen wird, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten. Als Instrument zur zusätzlichen Altersabsicherung hat sich neben der privaten Vorsorge die „betriebliche Altersvorsorge“, kurz bAV, etabliert. Dabei wird während des Erwerbslebens systematisch Geld angespart, um später neben der gesetzlichen Rente eine lebenslange Zusatzrente zu erhalten oder sich das angesparte Geld zu Rentenbeginn ganz oder teilweise auszahlen zu lassen. Im Standardfall der betrieblichen Altersvorsorge zahlt der Betrieb einen bestimmten Geldbetrag in einen Betriebsrentenvertrag des Arbeitnehmers ein. Wenn der Mitarbeiter seine Lohnabrechnung bekommt, sind die im Rahmen der bAV angesparten Beträge so wie Steuern und Abgaben zur Sozialversicherung bereits abgezogen. Die Abführungen können aber auch durch den Arbeitgeber finanziert werden, der dann ähnlich wie bei der vermögenswirksamen Leistung zusätzlich zum Lohn einen Betrag in einen bAV-Vertrag einzahlt.