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Langenhagen – In den Denkmalschutzgesetzen der Bundesländer werden Baudenkmäler als Immobilien definiert, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht. Ein solches Erhaltungsinteresse besteht dann, wenn ein Denkmal wertvolle Auskünfte über Lebensweise, Stadtbau und Produktionsverhältnisse früherer Zeiten gibt und deshalb von wissenschaftlichem, künstlerischem, volkskundlichem oder städtebaulichem Zeugniswert ist. Ganz in diesem Sinne schreibt die Dolphin Trust GmbH, die sich auf die Sanierung von Denkmalimmobilien zu Wohnzwecken spezialisiert hat: „Denkmalschutz ist in Deutschland das Fundament kollektiver Erinnerung. Er ist gesetzlich verankert und hat eine lange Tradition. Historische Gebäude geben uns Aufschluss über den Alltag einer längst vergangenen Zeit.“ Bei geschützten Baudenkmalen wird meist zwischen Einzeldenkmalen und baulichen Anlagen unterschieden. Um sie alle vor unbedachten Zerstörungen zu schützen, haben die Bundesländer eigene Denkmalschutzgesetze erlassen, die den Umgang mit ihnen genau festlegen und die Arbeitsgrundlage der archäologischen Denkmalpflege bilden. Darüber hinaus ist der Denkmalschutz in weiteren Gesetzen der Länder und des Bundes verankert, die den Naturschutz, das Baurecht und die Raumordnung betreffen. Ziel der Denkmalschutzgesetze ist es, die Erhaltung und Pflege der Denkmäler bestmöglich zu gewährleisten. Alle damit verbundenen Aufgaben werden von den Institutionen der Denkmalpflege wahrgenommen.

Langenhagen – Denkmalschutz hat in Deutschland eine lange Tradition und wird als öffentliche Aufgabe von großer kulturgeschichtlicher Bedeutung verstanden. Das stellt Städte und Gemeinden im Umgang mit Denkmälern und historischer Bausubstanz mitunter vor Probleme. Wegen der hohen Instandsetzungskosten und vielen baurechtlichen Vorgaben empfinden manche Kommunalverantwortliche Denkmalschutz eher als Last denn als Lust.

Langenhagen – Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen historische Gebäude, die sonst gar nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen und laden Architektur- und Geschichtsinteressierte zur Bewunderung des bauhistorischen Erbes ein. Der alljährliche „Tag des offenen Denkmals“ bietet Geschichte zum Anfassen und zeigt die vielfältigen Leistungen von Denkmaleigentümern, Restauratoren und Handwerkern in der Denkmalpflege. So soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden. Seit 1993 wird dieser Tag landesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Am 9. September 2018 stand er unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“.

Langenhagen/Berlin/Heusenstamm - In Artikel 62 der hessischen Landesverfassung heißt es: „Die Denkmäler der Kunst, der Geschichte und Kultur sowie die Landschaft genießen den Schutz und die Pflege des Staates und der Gemeinden. Sie wachen im Rahmen besonderer Gesetze über die künstlerische Gestaltung beim Wiederaufbau der deutschen Städte, Dörfer und Siedlungen.“ Umgesetzt wird dieses Verfassungsgebot im Hessischen Denkmalschutzgesetz (HDSchG), das die Grundlage des Denkmalrechts in dem Bundesland bildet. Als Kulturdenkmal gilt ein Objekt dann, wenn aus künstlerischen, technischen, wissenschaftlichen, geschichtlichen und städtebaulichen Gründen ein öffentliches Erhaltungsinteresse besteht. Ein so definiertes Kulturdenkmal sieht der Staat als schutz- und förderungswürdig an.