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Wemding – Das multinationale Risikomanagement- und Beratungsunternehmen Willis Towers Watson veröffentlicht immer wieder Studien zu Kundenpräferenzen und Marktentwicklungen. Das börsennotierte Unternehmen ist in zahlreichen Ländern tätig und beschäftigt mehr als 40.000 Mitarbeiter. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV) gelegt, die für immer mehr Arbeitnehmer eine unverzichtbare Zusatzversorgung ist, um später einmal der vorgezeichneten Altersarmut zu entgehen. Mitte dieses Jahres veröffentlichte Willis Towers Watson seine großangelegte Studie „Global Benefits Attitudes“, in deren Mittelpunkt die Einstellungen der Arbeitnehmer zur Altersvorsorge stehen. In 22 Ländern wurden 31.000 Personen befragt. Hierzulande nahmen 2.023 Arbeitnehmer an der Befragung teil, die hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen und Branchenzugehörigkeit ein breites Spektrum der deutschen Arbeitnehmerschaft repräsentieren. Die Quintessenz der Studie ist, dass den Deutschen auch bei der bAV Sicherheit wichtiger als Rendite ist. Für 72 Prozent ist die Alterssicherung in den letzten Jahren wichtiger geworden. Ohne die betriebliche Altersvorsorge schafft es aber nur ein Drittel der Befragten, die geplanten Sparziele für einen abgesicherten Lebensabend zu erreichen. Der große Wert der bAV ist damit noch einmal bestätigt worden.

Wemding – Die Politik hat die Rahmenbedingungen für die betriebliche Altersversorgung (bAV) inzwischen deutlich verbessert, um Betriebsrenten in der Bevölkerung breiter zu verankern. Unter dem Sammelbegriff bAV versteht man alle finanziellen Leistungen, die ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer zu dessen Altersabsicherung, zur Hinterbliebenen-Versorgung im Todesfall und zur Invaliditätsversorgung bei Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit gewährt. Die betriebliche Altersversorgung fußt auf einem Rechtsanspruch des Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber auf Umwandlung von Lohnbestandteilen in eine betriebliche Versorgung und bietet neben einem zusätzlichen Alterseinkommen auch noch Steuervorteile. Momentan haben in Deutschland rund 57 Prozent der Beschäftigten eine Anwartschaft auf eine betriebliche Altersversorgung. Mit dem am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) will die Bundesregierung die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung in kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie bei Arbeitnehmern mit niedrigem Einkommen vorantreiben. Die Versicherungswirtschaft kann dazu mit einer Vielzahl überbetrieblicher Angebote einen wichtigen Beitrag leisten, zumal sie viele erfolgreiche tarifvertragliche bAV-Lösungen anbietet und damit insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen Partner erster Wahl ist. Dennoch werden auch in Zukunft nicht alle Arbeitnehmer Zugang zur bAV finden. Das gilt vor allem für Branchen mit hoher Personalfluktuation.

Wemding - Aufgrund des seit dem 1. Januar 2018 geltenden Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) erwartet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für dieses Jahr weitere Wachstumsimpulse. Bereits 2017 ist die Bedeutung der deutschen Lebensversicherer für die betriebliche Altersversorgung (bAV) gewachsen: Die Zahl der bAV-Verträge stieg nach ersten Zahlen um 1,9 Prozent auf über 15,7 Millionen, und das Beitragsvolumen legte um 5,7 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro zu.