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„Geld statt Punkte“ oder konventionelle Treuepunkte?

WeeCONOMY AG wird Sponsor bei Lok Leipzig

Donnerstag, 04 Januar 2018 22:03 geschrieben von 
Logo von Lokomotive Leipzig und weeCONOMY Logo von Lokomotive Leipzig und weeCONOMY Quelle: weeCONOMY AG

Kreuzlingen/Leipzig - Die im schweizerischen Kreuzlingen ansässige weeCONOMY AG mischt seit einiger Zeit mit einem gleichermaßen innovativen wie ganzheitlichen Ansatz den Cashback- und E-Commerce-Markt auf. Das Cashback-System „wee“ kreist um die kundenfreundlichen Leitideen „Geld statt Punkte“ und „Nur Bares ist Wahres“. Hierbei sammelt man anstelle der sonst üblichen Treuepunkte sogenannte „wee“. In Europa entspricht einem „wee“ ein Euro. Bei Auslandsaufenthalten werden die gesammelten „wee“ in Echtzeit aber auch in Landeswährungen wie Dollar und Pfund umgerechnet. Wenn man bei wee.com in bis zu 1.000 Online-Shops einkauft, erhält der Kunde die „wee“ als lukrative Rabatte. Diese können beim Shoppen im realen Einzelhandel eingelöst werden, oder man lässt sie sich auf das eigene Girokonto überweisen. Das Bonusmodell stützt sich neben dem Online-Handel vor allem auf lokale Einzelhändler und Dienstleister, die als „Akzeptanzstellen“ für die „wee“ fungieren. Dahinter steht die Vision, dem kleinen und mittelständisch geprägten Einzelhandel den Übergang in das digitale Zeitalter zu erleichtern und im finanziellen Kundeninteresse die Vorzüge des Online-Einkaufs mit dem Shoppen im klassischen Einzelhandel zu verbinden.

Der Gründer und Mehrheitsaktionär der weeCONOMY AG, Cengiz Ehliz, ist unablässig damit beschäftigt, neue Städte und Regionen für sein Mobile Payment zu gewinnen. Der in Bad Tölz geborene und in Starnberg lebende Unternehmer sagte unlängst: „Wir führen unser Cashback-System derzeit unter Hochdruck in 18 Ländern ein. Jeder der schätzungsweise fünf Millionen Konsumenten, der bereits der weeCard oder der weeApp vertraut, kauft beispielsweise in einem der ca. 1.000 Online-Shops, die wir unter wee.com bündeln, mit Rabatten bis zu 10 Prozent ein. Er nutzt dann die erzielten Rabatte – seine ‚wee‘ – für den Einkauf beim Metzger, Bäcker oder Friseur um die Ecke, wo seine ‚wee‘ angerechnet werden und er zusätzliche ‚wee‘ für sich verbuchen kann.“

Cengiz Ehliz unterstützt diverse Sportvereine mit Ziel, deren Stadien Stück für Stück auf den bargeldlosen Betrieb des „wee“-Systems umzurüsten. In seiner Geburtsstadt unterstützt er den Eishockey-Club Tölzer Löwen. In dessen Wee-Arena können Eishockey-Fans ihre weeCard am Automaten per Barzahlung oder EC-Karte aufladen und das Guthaben verkonsumieren. Im Gegensatz zu anderen Stadion-Bezahlsystemen ist das der Wee-Arena aber keine bloße Insellösung. Nach dem Sportevent können die gesammelten „wee“ genutzt werden, um mit einem Taxi zu einem Hotel zu fahren und zwischendurch bei einem Bäcker einzukaufen, sofern diese in das Bonussystem des Cashback-Anbieters eingebunden sind.

Der „wee“-Gründer gab im letzten Jahr bekannt, perspektivisch 25 Arenen betreiben zu wollen und deshalb das Gespräch mit Stadioninhabern und Sportclubs zu suchen. Auch in Leipzig hat der E-Commerce-Profi offenbar Erfolg gehabt und eine Kooperation mit dem traditionsreichen Fußballverein 1. FC Lok Leipzig angebahnt. Mit Blick auf die neue Saison in der Regionalliga Nordost einigten sich die Schweizer weeCONOMY AG und ihr Vertriebspartner, die Luxemburger MPM Group, auf eine finanzielle Unterstützung des Regionalligisten in Höhe von 30.000 Euro. Das eröffnet die Chance, die Vorteile des Cashback-Modells als Fan- und Mitgliederkarte beim Club aus Leipzig-Probstheida mit seinen 2.600 Mitgliedern einzuführen. Nach einer kurzen Testphase sind auch die Verantwortlichen der MPM Group davon überzeugt, mit den „Loksche“ einen wichtigen Partner für die flächendeckende Einführung von „wee“ in der Pleiße-Stadt gefunden zu haben. Die MPM Group arbeitet als leitender Vertrieb der weeCONOMY AG daran, das Cashback-System „wee“ international einzuführen.

MPM-Verwaltungsratsvorsitzender Mirko Scheffler sagte zur Partnerschaft mit Lok: „Im Rahmen unserer europaweiten 100-Städte-Strategie stehen in Mitteldeutschland die Markterschließung und -durchdringung von Leipzig und Dresden ganz oben auf der Agenda. Nach der erfolgreichen Einführung von ‚wee‘ in Dresden habe ich Leipzig für mich zur Chefsache gemacht.“ Der 47-Jährige betonte: „Wir sind der Freund des gegen die Online-Shops und Malls kämpfenden Einzelhändlers. Wieso sollte er auf ein Mehr an Umsatz verzichten? Umsatz, der ihm durch seine globale Sichtbarkeit auf unserer weeApp kontinuierlich Neukunden zuführt und bestehende Kunden bindet? Warum sollte er darauf verzichten, quasi kostenlos sein individuelles E-Business von uns zu bekommen? Und warum sollten die Konsumenten in Leipzig darauf verzichten, richtig Geld zu sparen?“Parallel zur Einführung der weeCard bei Lok erfolgt der Aufbau von Akzeptanzstellen für „wee“ in der Heldenstadt. Scheffler, selbst gebürtiger Leipziger, wagt eine Prognose: „Wir werden innerhalb der nächsten sechs Monate rund 200 Einzelhändler in Leipzig an unser System anschließen. Und davon profitiert als Allererstes die Lok-Gemeinde.“

Der Geschäftsführer der Lok-GmbH, Martin Mieth, ist von der neuen Partnerschaft auch gleich überzeugt: „Wir sind der erste Profi-Fußballklub im ‚wee‘-Cosmos. Insofern wissen wir ob unserer Rolle und werden alles dafür tun, auch von unserer Seite die definierten Ziele des Sponsors und Partners zu erfüllen.“ Lok-Präsident Thomas Löwe führt mit der weeCONOMY AG schon seit zwei Jahren Sondierungsgespräche über eine mögliche Unterstützung beim Stadion-Neubau. „Im Fall eines neuen Stadions“, so Scheffler, „wäre es legitim, über die Umsetzung des ‚wee‘-Konzepts in Leipzig zu sprechen, natürlich unter Berücksichtigung der hiesigen Tradition.“

Letzte Änderung am Donnerstag, 04 Januar 2018 22:10
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