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Verzahnung von E-Commerce und Cashback und Sportförderung

WeeCONOMY AG von Cengiz Ehliz will in 25 Wee-Arenen ihr Cashback-System einführen

Dienstag, 13 März 2018 05:07 geschrieben von 

Kreuzlingen/Bad Tölz - Als Leuchttürme ihres Cashback-Systems will die im Schweizer Kreuzlingen ansässige weeCONOMY AG mittelfristig in ganz Europa bis zu 25 Wee-Arenen umrüsten. Als Pilotprojekt dient die Eishockey-Halle der Tölzer Löwen. „Die Entwicklung und Digitalisierung der ersten Wee-Arena ist noch nicht abgeschlossen, wir arbeiten aber mit Hochdruck daran und sind im Zeitplan. Im Sommer 2018 soll die erste Wee-Arena dann vollständig fertig sein“, betonte Cengiz Ehliz. Der Gründer und Mehrheitsaktionär der weeCONOMY AG ergänzte: „Entgegen einiger Bedenken der Tölzer haben wir mit den Events der Winter-Wiesn im vergangenen November gezeigt, dass man aus einer einfachen Eishalle innerhalb kürzester Zeit ein gemütliches Wiesn-Festzelt machen kann, inklusive Top-Beschallung und mit Mega-Stimmung.“

Der gebürtige Tölzer mit türkischen Wurzeln fördert den EC Bad Tölz mit großen Geldsummen und hat dem Verein so die Erfüllung der Lizenz-Anforderungen für die zweithöchste deutsche Eishockey Liga (DEL2) und die Verpflichtung der Eishockey-Profis Casey Borer (32) und Mikko Rämö (37) ermöglicht. Ganz selbstlos ist diese Sponsorentätigkeit freilich nicht: Ehliz will mit seinem Rabattsystem „wee“ das bargeldlose Bezahlen revolutionieren und den ortsansässigen Einzelhandel mit der globalen Welt des Online-Shoppings mit bis zu 1.000 Online-Shops unter wee.com. vernetzen.

Das neue Bezahlkonzept im Tölzer Stadion fußt auf der Idee des Mobile Payment und dem Sammeln von „wee“-Rabattpunkten. Ein „wee“ entspricht dabei dem Wert eines Euro. Beim „wee“-System handelt es sich nicht um ein x-beliebiges Verbraucherbonusprogramm, sondern um ein E-Commerce- und Cashback-Modell, das darbende Einzelhändler von eigentlich konkurrierenden Online-Shops profitieren lässt. Jeder angeschlossene Einzelhändler bekommt gewissermaßen kostenlos sein eigenes E-Business, was ihn in der globalen Netzwelt sichtbar macht und ihm mit der weeApp neue Kunden zuführt und bestehende bindet. Im Gegensatz zu anderen Bonussystemen kann sich der Konsument die gesammelten „wee“ direkt auf sein Girokonto überweisen lassen und bekommt damit echtes Geld und nicht nur die Auswahlmöglichkeit für verschiedene Bonus-Produkte.

Um die Menschen mit seinem innovativen Zahlungs- und Rabattmodell vertraut zu machen, setzt Ehliz ganz auf die Sportarena in der 18.000-Einwohner-Stadt, wo sein Neffe Yasin Ehliz seine sportliche Karriere beim EC Bad Tölz startete. In der Wee-Arena sollen nicht nur die heimischen, sondern auch die gegnerischen Fans in den Genuss der weeCard und der weeApp kommen. Ehliz beschreibt die Funktionsweise so: „Das System soll und wird auch für die Eintrittskontrolle im Stadion funktionieren. Dass man also mit der Karte oder der App ins Stadion hineinkommt. Es ist auch personifiziert, man weiß also, wer reinkommt. Man kann auch den Eintritt ins Stadion mit der App bezahlen, geht ins Stadion rein und kann in Zukunft im Stadion Verzehr mit der Karte und der App nutzen. Unser System ist aber nicht geschlossen. Das heißt, es geht vom Stadion auch in die Stadt Bad Tölz hinein, wo wir aktuell 60 Partner haben und im nächsten Monat auf 150 hochgehen.“

Die erzielten Rabatte nutzt der Kunde dann beispielsweise für den Einkauf beim örtlichen Bäcker, Metzger oder Friseur, wo seine „wee“ angerechnet werden und er zusätzliche „wee“ für sich verbuchen kann. Der Konsument bekommt aber nicht nur beim stationären Einzelhändler Geld zurück, sondern er kann das Cashback-Prinzip auch bei knapp 1.000 namenhaften Online-Shops nutzen. In Zukunft soll er auch den Stadionbesuch mit Cashback kostenlos bestreiten können.

Derzeit analysiert eine Marktforschungsgruppe genauestens den Umgang der Konsumenten mit der weeCard und weeApp. Dabei richtet sich der Fokus auf das Fan-Konsumverhalten rund um die Eishockeyspiele in Bad Tölz. Das Zusammenwirken mit den Sportfans ist dem Schweizer Mobile Payment-Spezialisten sehr wichtig. Seit Kurzem fungiert Swen Bröggelhoff (37) als eine Art Fanbeauftragter beim Löwen-Hauptsponsor und soll ein wichtiges Bindeglied zwischen der Fanszene und der weeCONOMY AG sein. „Wir wissen, was zu tun ist, und ich möchte das auch emotional etwas nach oben heben. So, dass wee auch greifbar wird für die Fans – das war bisher nicht der Fall. Wir haben da nette Ideen, wie zum Beispiel Gewinnspiele, die ein bisschen Spaß reinbringen sollen“, betonte Bröggelhoff, der selbst als Eishockey-Profi aktiv war.

„Jeder einzelne Fan ist für uns Multiplikator und ein potenzieller neuer Kunde“, so Ehliz. „Beim Heimspiel gegen die Kassel Huskies kamen 800 auswärtige Fans, von denen sich viele über ‚wee‘ erkundigt haben. Mit den Gästen aus Garmisch, Dresden, Ravensburg etc., die allesamt individuell gebrandete Karten mit ihrem Vereins-Logo erhalten, dürfte das Potenzial neuer ‚wee‘-Nutzer bei 50.000 liegen.“ Um das Tölzer Modell im Sinne der Zielmarke von 25 Wee-Arenen schnell erweitern zu können, denkt der Cashback-Unternehmer auch über ein attraktives Franchise-Modell nach. Außerdem führt er derzeit Gespräche mit Verbänden und Ligen verschiedener Sportarten. Fest im Blick hat der Liebhaber des schnellen Eissports auch Eishockey-Vereine im Ausland.

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