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Cengiz Ehliz zieht positive Bilanz der Winter Wiesn und der weeConvention

WeeCONOMY AG und Cengiz Ehliz: Edmund Stoiber (CSU) entscheidet über Seehofer-Nachfolge mit

Dienstag, 28 November 2017 04:49 geschrieben von 
Cengiz Ehliz vermochte sogar Edmund Stoiber für WeeCONOMY zu begeistern Cengiz Ehliz vermochte sogar Edmund Stoiber für WeeCONOMY zu begeistern

Kreuzlingen/Bad Tölz - Nach dem monatelang schwelenden Konflikt um die Nachfolge von CSU-Parteichef und Ministerpräsident Horst Seehofer soll nun ein Trio einen „Zukunftsplan“ für die Christsozialen erarbeiten. Neben dem früheren CSU-Parteivorsitzenden und Bundesfinanzminister Theo Waigel und Landtagspräsidentin Barbara Stamm gehört Edmund Stoiber dem erlauchten Kreis an. Zusammen mit Seehofer kommen sie auf 295 Jahre „Erfahrung“, um den personellen Neuanfang zu organisieren, wie die „Süddeutsche Zeitung“ etwas ironisch vorrechnet. Für den früheren bayerischen Ministerpräsidenten und heutigen CSU-Ehrenvorsitzenden Stoiber kommt die Berufung in die Findungskommission einem unverhofften politischen Comeback gleich.

Das wird auch Cengiz Ehliz freuen. Der Gründer und Mehrheitsaktionär des innovativen Cashback-Unternehmens weeCONOMY AG hatte Stoiber erst am 12. November als prominenten Gastredner zur weeConvention eingeladen. Der CSU-Matador dürfte sich an den traditionellen Aschermittwoch seiner Partei in der Passauer Nibelungenhalle erinnert gefühlt haben, als er zum Tiroler Schützenmarsch in der Bad Tölzer weeArena Einzug hielt. Stehende Ovationen der 2.800 Gäste aus 19 Ländern begleiteten den „Key-Note-Speaker“ bei der weeConvention, die eine Art Jahreshauptversammlung von Mitarbeitern und Freunden der im Schweizer Kreuzlingen ansässigen weeCONOMY AG ist. Viele Multiplikatoren aus Wirtschaft und Politik, Wissenschaft, Kultur und Sport waren der Einladung von Ehliz gefolgt. Darunter auch die Fußball-Ikone Ulf Kirsten mit Sohn Benny und die aktuellen und ehemaligen Box-Champions Shefat Isufi und Levent Cukur mit Sohn Emre.

Edmund Stoiber fand in der zum Premium-Festzelt umgebauten Eishalle des EC Bad Tölz die richtigen Worte zum „wee“-Konzept, mit dem der Einzelhandel gegenüber dem Online-Shopping seiner Überzeugung nach punkten wird: „Ich finde die Idee, die hinter der weeCONOMY steht, nämlich dem kleinen und mittelständisch geprägten Einzelhandel den Übergang in das digitale Zeitalter zu erleichtern, wegweisend und richtig.“ Der Ex-Politiker aus dem nahegelegenen Wolfratshausen sprach über die Rahmenbedingungen eines erfolgreichen Mittelstandes und Einzelhandels in Europa. Nicht nur um dem einladenden „Mobile Payment“-Unternehmen die Referenz zu erweisen, referierte er über die finanziellen und personellen Herausforderungen der Digitalisierung. Diese verglich er mit der Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts.

Mit Gespür für die vielen Einzelhändler und Kleinunternehmer im Publikum sagte der Bundeskanzler-Kandidat von 2002: „Nicht jeder kleine Betrieb hat das Personal und das Geld für die weite Welt des Online-Shoppings. Meistens lohnt es sich für einen Bäcker oder Friseur auch nicht, die ganze Palette der Internet-Dienstleistungen vorzuhalten.“ Stoibers Worte wurden immer wieder von Applaus unterbrochen und simultan für die ausländischen Gäste in viele Sprachen übersetzt. „Aber auch ein kleines Unternehmen im Einzelhandel“, so der CSU-Ehrenvorsitzende, „muss im Wettbewerb mit den großen Einkaufszentren, den Einzelhandelsketten und den boomenden Internet-Shops mithalten können. Dem unternehmerischen Mittelstand bleibt gar nichts anderes übrig, als sich der digitalen Revolution zu stellen und sie aktiv für ihr Geschäft zu nutzen.“

Nachdem der 76-Jährige Themen wie Europa, Sicherheitspolitik und Migrationskrise gestreift hatte, wandte er sich direkt an den „wee“-Gründer: „Sie, Herr Ehliz, und Ihre dynamische Truppe von weeCONOMYstoßen gezielt in diese Marktlücke hinein, indem sie gerade in kleineren Städten wie Bad Tölz den dortigen Einzelhandel mit ihrem ‚wee‘-System unterstützen. Damit tragen Sie auch zum Erhalt der traditionellen bayerischen Lebensart mit ihren Dorfläden und kleinen Betrieben bei.“ Stoiber sieht das Tölzer Projekt als regelrechten Exportschlager „Made in Bayern“.

Ehliz sagte später nach dem Non-Stop-Programm in der weeArena zufrieden: „Vor neun Monaten habe ich davon geträumt, in meiner Heimatregion das Cashback-System ‚wee‘ einzuführen und mit dem regional bedeutendsten Sportclub, dem EC Bad Tölz, nachhaltig zu verknüpfen.“ Daraus sei in kurzer Zeit Wirklichkeit geworden. Nach aufwendigen Marktrecherchen habe sich das bayerische Oberland gegenüber elf anderen Regionen als globale Pilotregion für die Vernetzung von Einzelhandel, E-Commerce und bargeldloser Zahlweise qualifiziert. Die Eishockey-Arena der Tölzer Löwen diene als Blaupause für 25 weitere weeArenen, die nach gleichem Konzept weltweit folgen sollten.

Das Cashback-System funktioniert ganz einfach: Konsumenten können die lukrativen Rabatte, die sie beim Kauf in bis zu 1.000 Online-Shops unter wee.com erhalten, beim örtlichen Bäcker, Metzger oder Friseur anrechnen lassen. Diese Rabatte werden als „wee“ – ein „wee“ entspricht einem Euro – auf der weeCard oder der weeApp gesammelt. Das „wee“-Guthaben kann aber auch problemlos auf das eigene Girokonto transferiert werden.

Am Tag vor dem Stoiber-Auftritt fand in der weeArena zuerst ein Volksfest namens Winter Wiesn und dann eine Megaparty statt. Tagsüber verfolgten gut 1.000 Besucher den Oberländer Fünfkampf mit traditionell bayerischen Disziplinen wie Holzhacken, Biertragl-Stapeln und Nageln sowie das musikalische Gastspiel von The Heimatdamisch und des Tölzer Knabenchors. Abends gaben sich dann unter dem Motto „Alpen-Pop trifft Tölzer Rock“ die Regionalmusiker von The Heimatdamisch und DJ Ötzi mit Band die Ehre. 3.000 begeisterte Gäste standen auf den Bänken und Tribünensitzen der umfunktionierten Eishockey-Arena. Vergleichbares hatte Bad Tölz noch nie gesehen.

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