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Bad Tölz ist „globale Pilotregion“ für bargeldlosen Konsum

WeeCONOMY AG: Erfolgreiche Winter Wiesn des Cashback-Unternehmens mit Ehrengast Edmund Stoiber

Montag, 13 November 2017 19:27 geschrieben von 
Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) beim Auftritt auf der weeConvention in Bad Tölz Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) beim Auftritt auf der weeConvention in Bad Tölz

Kreuzlingen/Bad Tölz - Die weeCONOMY AG hat in diesem Jahr gezeigt, wie professionell Eishockey-Sponsoring mit Einzelhandelsförderung und E-Commerce verbunden werden kann. Das im Schweizer Kreuzlingen ansässige Unternehmen trug durch finanzielle Zuwendungen nicht nur dazu bei, dass der EC Bad Tölz die Lizenz-Anforderungen für die zweithöchste deutsche Eishockey-Liga (DEL 2) schaffte, sondern entwickelt Bad Tölz und Umgebung derzeit zu einer „globalen Pilotregion“ für bargeldlosen Konsum rund um hochkarätige Sportevents. Zwölf europäische Regionen wurden skaliert, bevor die oberbayerische Stadt den Zuschlag erhielt. „Wee“-Erfinder Cengiz Ehliz rechnet vor: „Im nächsten Jahr investieren wir hier in die ‚wee‘-Arena und in die Events roundabout eineinhalb Millionen Euro. Für den Einzelhandel, die mittelständischen Dienstleister, die kommunalen Unternehmen und natürlich Gastronomie und Hotellerie bedeutet das mindestens einen mittleren sechsstelligen Umsatzschub bis zum kommenden Sommer.“

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Stadion der Tölzer Löwen. Die nach dem Hauptsponsor benannte „wee“-Arena wird schrittweise auf bargeldlose Zahlweise umgestellt. Eintritt und Konsum erfolgen hier mit der weeCard oder weeApp. Die Sportbegeisterten können ihre weeCards am Automaten per Barzahlung oder EC-Karte aufladen und das Guthaben in der „wee-Arena“ unkompliziert verkonsumieren. Gleichzeitig sammeln sie geldwerte „wee“-Rabatte; ein „wee“ entspricht dabei einem Euro. Nach dem Eishockey können die Rabatte bei vielen Akzeptanzstellen im Einzelhandel genutzt und so beispielsweise das Taxi, das Hotel, der Metzger oder der Friseur bezahlt werden. Mit anderen Worten: Der Besucher der Löwen-Arena sammelt bei jedem bargeldlosen Einkauf Rabatte, von denen auch lokale Taxi-Unternehmer, Hoteliers und Einzelhändler profitieren. Den Gegenwert der gesammelten „wee“ kann man sich aber auch auf sein Girokonto überweisen lassen.

Das funktioniert schon jetzt im europaweiten Maßstab: Wenn ein „wee“-Nutzer aus dem polnischen Posen oder dem tschechischen Prag nach Bad Tölz kommt, kann er mit seinem Guthaben dort aktiv konsumieren. Im Gegensatz zu anderen Stadionkarten ist das „wee“-Cashback-System keine Insellösung, sondern lokal, regional und international vernetzt – und das online wie offline. Nach dem Vorbild der Tölzer Arena sollen in den nächsten fünf Jahren etwa 25 weitere „wee“-Arenen in Europa entstehen. Impulsgeber für das Gesamtprojekt ist der 47-jährige Unternehmer Cengiz Ehliz, der in Bad Tölz als Sohn türkischer Gastarbeiter geboren wurde.

Mit der Premiere der Winter Wiesn wurde die Arena am 11. November 2017 für große Events jenseits des Eishockey-Sports geöffnet. Tagsüber fand ein Volksfest und in den Abendstunden eine Megaparty statt. Am 12. November folgte mit der weeConvention die alljährliche „Family and Friends-Veranstaltung“ des Unternehmens, bei der Bayerns früherer Ministerpräsident Edmund Stoiber auftrat.

Die Winter Wiesn startete am 11. November faschingsgerecht um 11.11 Uhr mit dem Fassbieranstich durch Ehliz, der nur zwei Schläge brauchte, um den Gerstensaft zum Laufen zu bringen. Die Veranstaltung sollte ein Dankeschön der weeCONOMY AG an die Region für die gute Zusammenarbeit sein. Vor der Halle erwartete die Besucher ein kleiner Winterwald mit allerlei süßen und deftigen Schmankerl. Die „wee“-Arena selbst erstrahlte in bayrischem Blau-Weiß mit klassischem Wiesn-Flair. Das Eis, auf dem sonst die Kufen der Tölzer Löwen in der DEL 2 kratzen, war mit dicken Platten abgedeckt und so bestens geschützt. Der darüber ausgelegte Teppichboden in tannigem Grün bildete den passenden Farbkontrast zur dekorierten Hallendecke. Die Bierzeltgarnituren boten im Innenbereich Platz für mehr als 1.700 Gäste. Insgesamt konnte die Halle 5.000 Besucher aufnehmen.

Während der Besucherandrang vormittags noch überschaubar war, stieg er in den Nachmittagsstunden deutlich an, als zünftige Blasmusik und der Auftritt von „The Heimatdamisch“ auf dem Programm standen. Gegen 16.00 Uhr gab der Tölzer Knabenchor ein Konzert. Für einen besonderen Spaß sorgte der sogenannte Oberländer Fünfkampf mit den Disziplinen Maßkrugschieben, Nagelstation, Baumstammsägen, Kuhmelken und Biertraglstapeln. Von 20.00 bis 22.30 Uhr bebte die Löwen-Hütte unter dem Motto „Alpen-Pop trifft Tölzer Rock“. 21 Einzelhändler aus Bad Tölz, München, Starnberg, Gaißach, Geretsried und Bad Heilbrunn, die als Akzeptanzstellen in das „wee“-System integriert sind, haben den Ticketabverkauf zu Preisen zwischen 20 und 35 Euro unterstützt.Der Tölzer Bürgermeister Josef Janker nannte das samstägliche Treiben „eine ganz interessante Veranstaltung“.

Zur weeConvention am 12. November kamen etwa 3.000 Mitarbeiter und Geschäftspartner der weeCONOMY AG aus 19 Ländern. Der langjährige bayerische Ministerpräsident und heutige CSU-Ehrenvorsitzende sprach dort nicht zum Unternehmensthema „Mobile Payment“, sondern zu den Rahmenbedingungen eines erfolgreichen Mittelstandes und Einzelhandels in Europa. Als Wolfratshausener verfolgt Stoiber die sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten Cengiz Ehliz‘ in der Region seit Längerem mit großem Interesse. Insofern war die Einladung des früheren bayerischen Landesvaters keine allzu große Überraschung. Weil man für die weeConvention die Eishalle sowieso aufwendig umfunktionieren musste, habe man ganz pragmatisch beschlossen, am Vortag ein Volksfest zu veranstalten, sagte weeCONOMY-Pressesprecher Tilmann Meuser. Am Abend der diesjährigen weeConvention brachte DJ Ötzi die Halle zum Kochen.

Schon jetzt laufen übrigens die Vorbereitungen für die Tölzer Sommer Wiesn im Juni 2018.

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