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Mobile Payment in der „Wee-Arena“ der Tölzer Löwen

weeCONOMY AG des Cengiz Ehliz vernetzt beim Sponsoring Eishockey, Einzelhandel und Cashback

Mittwoch, 20 September 2017 03:08 geschrieben von 
weeCONOMY ist Sponsor der Tölzer Löwen weeCONOMY ist Sponsor der Tölzer Löwen Quelle: weeCONOMY AG

Bad Tölz/Kreuzlingen - Im Mai 2017 wurde bekannt, dass das aufstrebende Cashback- und E-Commerce-Unternehmen weeCONOMY AG beim EC Bad Tölz mit einem sechsstelligen Jahresbetrag als Sponsor einsteigt. Dadurch konnten die Tölzer Löwen ihren Etat auf mehr als eine Million Euro erhöhen und die Lizenz-Anforderungen für die zweithöchste deutsche Eishockey-Liga (DEL2) erfüllen. „Ohne die Zusammenarbeit mit unserem Wunschpartner hätten wir keine Chance auf die DEL2-Lizenz gehabt. Wir – damit meine ich den Vorstand, unsere etablierten Sponsoren, die ganzen ehrenamtlichen Helfer, mein Office, unsere neuen Coaches und die Profis der weeCONOMY – haben alles dafür getan, die Lizenzunterlagen umfänglich und fristgerecht fertig zu machen“, sagte Löwen-Geschäftsführer Christian Donbeck. „Ich bin mir sicher, dass wir in der DEL2 die eine oder andere Duftmarke setzen werden.“ Auch wenn die Tölzer Löwen jüngst gegen die Frankfurter Löwen mit 4:7 in der heimischen „Wee-Arena“ verloren haben und damit in ihrer zweiten DEL2-Partie den Kürzeren zogen, ist die Mannschaft hochmotiviert und hat mit Cengiz Ehliz einen ebenso sportbegeisterten wie strategisch denkenden Sponsor im Rücken.

Vor wenigen Monaten präsentierten die weeConomy AG, der EC Bad Tölz und alle wichtigen kommunalen Entscheider die Langfrist-Strategie für eine besondere Partnerschaft: Bad Tölz und Umgebung wird von den Cashback- und E-Commerce-Spezialisten aus dem schweizerischen Kreuzlingen zu einer Art Pilotregion entwickelt. Im Zentrum aller Aktivitäten steht das „Geld zurück“-System „wee“, bei dem Kunden ihre erworbenen Rabattpunkte nicht mehr für weitere Einkäufe verwenden müssen, sondern sich den Geldbetrag auch auf ihrem Konto gutschreiben lassen können.

Das Projekt sieht die Einbindung von zunächst 60 lokalen Einzelhändlern und die Vernetzung des Einzelhandels mit dem Hauptsponsorship beim führenden regionalen Sportklub EC Bad Tölz vor. Diese beiden Komponenten werden in das Konzept der neuen „Wee-Arena“ integriert, die innerhalb von einigen Monaten mit einer siebenstelligen Investitionssumme und technologischen Innovationen allmählich auf einen bargeldlosen Betrieb umgerüstet wird. Im Gegensatz zu allen anderen bekannten Stadion-Bezahlsystemen ist das der „Wee-Arena“ keine Insellösung, sondern in das lokale, regionale und globale Konzept von „wee“ eingebunden.

Cengiz Ehliz, Gründer und Mehrheitsaktionär der weeCONOMY AG, erklärt, wie das Ganze konkret funktionieren soll: „Wir führen unser Cashback-System derzeit unter Hochdruck in 18 Ländern weltweit ein. Jeder der schätzungsweise fünf Millionen Konsumenten, der bereits auf die weeCard oder die weeApp vertraut, kauft beispielsweise in einem der ca.1.000 Onlineshops, die wir unter wee.com bündeln, mit Rabatten bis zu 10 Prozent ein. Er nutzt dann die dabei erzielten Rabatte – seine ‚wee‘ – für den Einkauf beim Metzger, Bäcker oder Friseur um die Ecke, wo seine ‚wee‘ angerechnet werden und er zusätzliche ‚wee‘ für sich verbuchen kann.“ Wer nach Bad Tölz komme, könne mit den gesammelten „wee“ quasi kostenlos die DEL2-Eishockeyspiele der Tölzer Löwen in der „Wee-Arena“ anschauen und sich dazu noch eine Stadion-Bratwurst und ein Bier gönnen.

Das neue Bezahlkonzept für das Tölzer Stadion sieht für das „Mobile Payment“ sowohl prepaid als auch postpaid vor. Beim Prepaid-Verfahren lädt der Nutzer seine Karte am Automaten in der „Wee-Arena“ per Barzahlung oder EC-Karte auf und kann das Guthaben dann verkonsumieren. Im Unterschied zu konventionellen Stadionsystemen kann man seine aufgeladene weeCard im Anschluss an das Eishockeyspiel auch nutzen, um mit einem bei „wee“ angeschlossenen Taxiunternehmen zu einem Partnerhotel zu fahren und dort ebenfalls mit den gesammelten „wee“ zu zahlen. Der Unterschied zu etablierten Plastikkarten besteht darin, dass bei jedem Kauf „wee“-Rabatte gesammelt werden und auch der Taxi-Unternehmer und der Hotelier vom Einkauf profitieren. So werden regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt und regionale Einzelhändler gefördert.

Der Chef der weeCONOMY AG sagte auf Nachfrage: „Ich persönlich finde es natürlich klasse, dass die erste ‚Wee-Arena‘ in meiner Geburtsstadt Bad Tölz realisiert wird. Aber diese Entscheidung war nüchternes Kalkül. Wir haben weltweit 12 vergleichbare Regionen detailgenau analysiert. Am Ende hat Bad Tölz mit dem Oberland aufgrund herausragender soziodemografischer Werte und der positiven Wirtschaftsstruktur knapp gewonnen. Unser Engagement wird nachhaltig und langfristig sein.“Cengiz Ehliz will mittelfristig 25 „Wee-Arenen“ betreiben und führt zu diesem Zweck derzeit Gespräche mit Stadioninhabern und Clubs in unterschiedlichen Ländern. Ein isoliertes Sponsorship – egal, ob im Fußball, Eishockey, Basketball oder Boxen – kommt für den ehrgeizigen Unternehmer nicht in Frage. Ihm geht es um die Vernetzung des Stadions mit dem regionalen Handel zum Nutzen aller.

Eishockeymanager Christian Donbeck freut sich über die Chancen, die dem Gesamtverein EC Bad Tölz und der Profimannschaft durch das Sponsorship erwachsen: „Wir haben uns einen langfristigen Partner als Hauptsponsor gewünscht, der über entsprechende finanzielle Mittel verfügt. So haben wir sicher die DEL2-Lizenz erhalten und uns zielgerichtet verstärken können.“ Die weeCONOMY AG investiere sechsstellig nicht nur in den Profibetrieb, sondern auch in die Nachwuchsarbeit. Dieses Investment solle perspektivisch noch mehr Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft und den einen oder anderen „Tölzer Buam“ sportlich bis nach ganz oben führen. Wie gesagt: man plant Großes.

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