Login

Performance Vertraulich

Freigegeben in Finanzen

Erste Schritte zur Einführung des Mobil-Payment-Modells in München

WeeCONOMY AG: Cengiz Ehliz wirbt mit aufmerksamkeitsstarken Events für sein Cashback-System „wee“

Dienstag, 12 Juni 2018 03:11 geschrieben von 
Unternehmer Cengiz Ehliz (Mitte) und Nils Hoch (rechts) vom Olympiapark eröffnen weeIsland. Unternehmer Cengiz Ehliz (Mitte) und Nils Hoch (rechts) vom Olympiapark eröffnen weeIsland.

München - Cengiz Ehliz gilt als unternehmerisches Multitalent mit breitgefächerten Interessen und großen Ambitionen. Vor allem will er das bargeldlose Bezahlen revolutionieren und zu diesem Zweck zahlreiche Sporthallen auf sein E-Commerce- und Cashback-System namens „wee“ umrüsten. Das Pilotprojekt ist in seiner Geburtsstadt Bad Tölz zu bestaunen. Dort ist die von ihm gegründete weeCONOMY AG als Großsponsor des EC Bad Tölz tätig und führt in der weeArena der Tölzer Löwen ihr innovatives Cashback-Modell ein. „Cash back“ („Geld zurück“) steht für ein neuartiges Bonusprogramm, bei dem die von den Kunden erworbenen Rabattpunkte nicht für Neueinkäufe verwendet werden müssen, sondern auch direkt dem eigenen Girokonto gutgeschrieben werden können. Unter dem Markennamen „wee“ will Cengiz Ehliz die Vorzüge des Online-Shoppings mit dem klassischen Einkaufen beim Einzelhandel verbinden. „Geld statt Punkte“ lautet die Zauberformel, die für ganz neue Einkaufserlebnisse in der Tölzer Region sorgen soll.

Das im schweizerischen Kreuzlingen ansässige Unternehmen erklärt das eigene Geschäftsmodell kurz und bündig so: „Dabei steht die weeArena im Zentrum: Denn mit im Einzelhandel vor Ort oder unter wee.com – hier sind gut 1.000 Onlineshops angebunden – beim Shoppen gesammelten ‚wee‘ (ein ‚wee‘ ist ein Euro) können Nutzer der weeCard und weeApp quasi kostenlos die Heimspiele ihres Lieblingsclubs und zusätzliche Events besuchen. Und natürlich lässt sich in der weeArena bargeldlos konsumieren.“ Im Stadion der Tölzer Löwen wird mit Hochdruck an der Umstellung auf die bargeldlose Zahlweise gearbeitet. Eishockey-Begeisterte sollen ihre weeCards dann an Automaten per Barzahlung oder EC-Karte aufladen und das Guthaben in der Arena verkonsumieren. Die gleichzeitig gesammelten Rabatte können nach dem Sportevent bei den vielen lokalen Akzeptanzstellen genutzt werden. Oder man lässt sich den Gegenwert der erworbenen „wee“ einfach auf das Privatkonto überweisen. Der Gründer und Mehrheitsaktionär der weeCONOMY AG, Cengiz Ehliz, konkretisiert: „Das System soll und wird auch für die Eintrittskontrolle im Stadion funktionieren. Dass man also mit der Karte oder der App ins Stadion hineinkommt. Es ist auch personifiziert, man weiß also, wer reinkommt. Man kann auch den Eintritt ins Stadion mit der App bezahlen, geht ins Stadion rein und kann in Zukunft im Stadion Verzehr mit der Karte und der App nutzen. Unser System ist aber nicht geschlossen. Das heißt, es geht vom Stadion auch in die Stadt Bad Tölz hinein, wo wir aktuell 60 Partner haben und im nächsten Monat auf 150 hochgehen.“

Das Mobil-Payment-System stützt sich neben dem Online-Handel somit stark auf stationäre Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen, die eigenständig festlegen, wie viele Prozente sie den Kunden beim Einkauf gewähren. Die angeschlossenen Einzelhändler erhalten so eine kostenlose E-Business-Präsenz, die ihnen mit der weeApp immer wieder neue Kunden zuführt. Bei den Partnergeschäften loggt man sich in ein Display oder Tablet ein, und eine Kamera liest den QR-Code ein, der in der weeCard oder der weeApp gespeichert ist. So werden die Kundenrabatte als bargeldwerte „wee“ sofort erfasst. Ehliz ist von seinem Cashback-Ansatz natürlich zutiefst überzeugt: „Wir werden den stationären Handel mit dem virtuellen auf einem globalen Marktplatz vernetzen, und zwar so, dass der Händler vor Ort, der Bäcker, der Metzger, der Friseur, das Restaurant oder die Boutique gemeinsam mit ihren Kunden davon profitieren – online und offline.“ Die Auffassung, dass „nur Bares Wahres“ ist, hält der Sohn türkischer Gastarbeiter für unzeitgemäß: „Ich möchte, dass weltweit nur noch eine Karte benutzt wird, und zwar unsere weeCard. Alternativ kauft und bezahlt man dann nur noch mit unserer weeApp über das Smartphone.“

Um den Bekanntheitsgrad des „wee“-Rabattsystems zu erhöhen, hat sich Cengiz Ehliz zusammen mit dem Geschäftsführer des Münchner Olympiaparks, Nils Hoch, etwas Besonderes einfallen lassen. Für vier Wochen wird die bayerische Landeshauptstadt zum Goldgräber-Mekka, weil es Gold-Nuggets und mit Einkaufsguthaben aufgeladene weeCards „auszubuddeln“ gilt. Am Premierentag stürmten 627 Goldgräber den aus 2.500 Tonnen Spezialsand geformten künstlichen Sandberg auf dem 10.000 Quadratmeter großen Eventgelände weeIsland mitten im Olympiapark. Zur feierlichen Eröffnungzerschnitten Cengiz Ehliz und Nils Hoch vor viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur ein rotes Band am künstlichen Sandberg „Klondike“. Dann stimmte die Feldkirchner Blaskapelle den Bayerischen Defiliermarsch an und 40 Schuhplattler des Trachtenvereins Buchenberg zeigten ihr Können. „Wee“-Unternehmer Ehliz sagte zufrieden: „Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Team innerhalb der nächsten vier Wochen das innovative Cashback-System ‚wee‘ in München als erste Station unserer Europastrategie erfolgreich implementiert.“

Das Ziel ist sehr ehrgeizig: Vom 2. Juni bis zum 3. Juli sollen mindestens 4.000 Münchner Händler in das „wee“-System mit E-Commerce-Anschluss integriert und im Großraum der Landeshauptstadt mehr als 400.000 neue Nutzer der kostenlosen weeCard aktiviert werden. Die Unternehmensplanung sieht vor, nach München in den nächsten drei Jahren weitere 14 Metropolen für „wee“ zu erschließen. Mit dieser Expansionsstrategie sollen europaweit zusätzlich 100.000 Einzelhändler und gut sieben Millionen Konsumenten gewonnen werden, was einer Verdopplung der bisherigen Nutzerzahlen entspräche. Derzeit ist das Cashback-System von Cengiz Ehliz in 19 Ländern verfügbar, davon 18 in Europa. Der 47-Jährige sagte zur Markterschließungsstrategie für Oberbayern: „Mit größtem Interesse verfolge ich, wie sich mein Baby entwickelt. Für München und folgende Metropolen hat das Management mit viel Herzblut eine einzigartige Strategie entwickelt, die vertriebliche Aktivitäten mit aufmerksamkeitsstarken Events nachhaltig synchronisiert, um so die Alleinstellungsmerkmale und den Nutzen von ‚wee‘ in den beiden unterschiedlichen Zielgruppen, Einzelhandel und Konsumenten, zu verankern.“

Artikel bewerten
(6 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten