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Wie können Privatanleger in Zeiten der Niedrigzinspolitik noch Rendite erzielen?

Thomas Oliver Müller (Deutsche Finance Group) wirbt für globale Infrastruktur- und Immobilieninvestments

Dienstag, 16 Oktober 2018 08:29 geschrieben von 
Thomas Oliver Müller ist Vorstandsvorsitzender Deutsche Finance Group Thomas Oliver Müller ist Vorstandsvorsitzender Deutsche Finance Group Quelle: DF

München – In den Depots der meisten deutschen Anleger dominieren nach wie vor Aktien und Immobilien aus dem eigenen Land. Der Gründer und Vorstandschef der Investmentgesellschaft Deutsche Finance Group, Thomas Oliver Müller, empfiehlt Investoren jedoch den Blick über den Tellerrand und lenkt deren Interesse auf internationale Infrastruktur- und Immobilienprojekte. Die bankenunabhängige und inhabergeführte Investmentgesellschaft verspricht privaten und institutionellen Investoren einen exklusiven Zugang zu globalen Investmentmärkten. Das Gesamtportfolio des Münchner Finanzunternehmens umfasst derzeit 39 Länder mit rund 3.220 Einzelinvestments im Bereich Immobilien und Infrastruktur. Die regionale Verteilung der Investitionen ist relativ ausgewogen und verteilt sich zu 42 Prozent auf Industrieländer und zu 58 Prozent auf Schwellenländer. Durch diese weltumspannende Investitionsstrategie sollen Investoren von positiven wirtschaftlichen Entwicklungen anderer Länder profitieren. Zu nennen ist beispielsweise die Entstehung einer modernen Mittelschicht und der Trend zur Urbanisierung in vielen Emerging Markets. Dabei besitzen die nationalen Immobilienmärkte nicht nur ihre jeweiligen Besonderheiten, sondern befinden sich auch an verschiedenen Etappen des Immobilienzyklus. Abhängig vom Rendite-Risiko-Profil eines Investors können fremde Märkte deshalb besonders interessant sein.

Dem „Handelsblatt“ erläuterte Thomas Oliver Müller, warum der deutsche Markt für versierte Anleger uninteressanter geworden ist: „Der Weg, Rendite über Core-Immobilien im Heimatmarkt in Deutschland zu erwirtschaften, stellt sich für viele Investoren als sehr schwierig dar – der Markt hierzulande ist schlichtweg leergekauft. Mittlerweile kauft man nur noch Substanzerhalt, aber keine Rendite mehr. Bei einer klassischen Immobilien-Core-Strategie wird zudem die Rendite oft über einen hohen Fremdkapitaleinsatz gehebelt, was problematisch ist. Das Ergebnis einer solchen Investition wird neben den Kosten im Wesentlichen von drei Faktoren bestimmt: Mieter, Markt und Standort. Auf die haben sie aber leider nur wenig Einfluss.“ Auf die Frage, was die Deutsche Finance Group denn anders mache als andere, antwortete der Investmentexperte: „Wir arbeiten gezielt mit globalen institutionellen Managern, die darauf spezialisiert sind, Cashflows bei Immobilieninvestments zu erhöhen. Dies ist der einzige Faktor, den man wirklich beeinflussen kann. Dabei gibt es viele Hebel, die Ertragskraft einer Immobilie zu steigern: Auf der Vermietungsseite sind dies etwa die Reduzierung von Leerstandsquoten, Mieterhöhungen oder Veränderungen der Mietstruktur.“ Häufig seien es aber auch Aus- und Umbauten, Repositionierungen und andere Aufwertungen des Gebäudes, die zu einer Erhöhung des Cashflows führten. Die Kombination einer globalen Investitionsstrategie mit einer wertsteigernden Ausrichtung lege das Fundament für eine nachhaltige Rendite, so Müller.

Im Mittelpunkt eines aktuellen Fondsprojektes, das er für besonders renditeversprechend hält, steht das Olympia London Exhibition Centre mit einem Kaufpreis von 330 Millionen Euro. Der Erwerb erfolgte in einem Konsortium mit Investoren wie der Bayerischen Versorgungskammer und der Versicherungskammer Bayern. „Privatanlegern bieten wir derzeit zwei Fondsstrategien an: einen international investierenden Immobilienfonds mit einer Laufzeit von sechs Jahren und einen Infrastrukturfonds mit zehn Jahren Laufzeit“, sagte CEO Müller dem „Handelsblatt“.

Dass die Deutsche Finance Group ehrgeizige Auslandsprojekte in Angriff nimmt, zeigte sie im August auch mit ihrem Investitionsprogramm in das Logistikobjekt im schwedischen Ljungby. Mit einer Fläche von 23.200 Quadratmetern liegt es verkehrsgünstig an der Autobahn E4 und ist an ein renommiertes Unternehmen vermietet. Ziel ist die Erhöhung der Mieteinnahmen, die Verlängerung der durchschnittlichen Mietlaufzeit und die anschließende Veräußerung an einen institutionellen Anleger. Auch in den USA plant man Großes und führt derzeit für weitere Investitionen eine Due Diligence durch. Dieser Ausdruck aus dem angelsächsischen Geschäftsleben bezeichnet die eingehende Prüfung eines zum Verkauf stehenden Unternehmens oder Gebäudes durch den potenziellen Käufer. Ihren Investitionsfokus legt die Deutsche Finance dabei auf Wohn- und Gewerbeimmobilien in mehreren US-Bundesstaaten wie Florida, Massachusetts und Minnesota. Bei der Auswahl der Investitionen konzentriert man sich erklärtermaßen auf Off-Market-Transaktionen mit großem Wertsteigerungspotenzial in amerikanischen Groß- und Mittelstädten. Erst im Juli erwarb die Deutsche Finance Group das bekannte „Gucci Building“ in der Fifth Avenue in New York City. „Wir sehen derzeit weitere attraktive Investitionsmöglichkeiten mit Value Add-Potenzial“, betonte Jason Lucas, Managing Partner der Deutsche Finance America.

Ein wichtiges Thema für Anleger ist auch die Einhaltung der zugesagten Mittelrückflüsse. Zum 31. Dezember 2018 schließt die Deutsche Finance Group ihren PPP Privilege Private Partners Fund mit einem Gesamtmittelrückfluss an die Anleger in Höhe von 143 Prozent. Die Fondsauflösung beginnt am 1. Januar kommenden Jahres und endet zum 31. Dezember 2019. Das Gesamtportfolio des PPP Fund besteht aus sechs institutionellen Zielfonds mit Investitionen in elf Ländern und 130 Direktinvestments aus dem Bereich Private Equity Real Estate, Immobilien und Infrastruktur.André Schwab, Geschäftsführer der Deutsche Finance Investment, äußert sich auf Nachfrage hochzufrieden: „Wir freuen uns, dass wir die Fondsauflösung mit einem Gesamtmittelrückfluss in Höhe von 143 Prozent an die Anleger bekanntgeben dürfen. Die Auszahlung an die Anleger erfolgt in zwei Tranchen während der Liquidationsphase. Wir bedanken uns bei unseren Vertriebspartnern und Kunden für das uns entgegengebrachte Vertrauen.“

Privatanleger fragen sich regelmäßig, mit welcher Anlagestrategie man in Zeiten der Niedrigzinspolitik noch Rendite erzielen kann und welche Strategie Großanleger wie Industrieunternehmen, Pensionskassen oder Universitäten in Zeiten globaler Veränderungen nutzen. Zur Beantwortung dieser und anderer Fragen bietet die Deutsche Finance ein Webinar unter dem Leitmotiv „Institutionelles Investieren für Privatanleger“ an. Die erste derartige Online-Präsentation fand am 4. Oktober statt und die vorläufig letzte wird am 26. Oktober angeboten. Referent ist Harald Haderer. Der Vertriebsmanager der Deutsche Finance Consulting appelliert an interessierte Privatanleger: „Nutzen Sie die Möglichkeit und informieren Sie sich über Ihre Renditeperspektive!“

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