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Green Bonds zugunsten klimafreundlicher Projekte immer beliebter

Strasser Capital: Wie Konstantin Strasser Rendite und Klimaschutz zusammenbringt

Dienstag, 20 Februar 2018 14:17 geschrieben von 
Strasser Capital: Wie Konstantin Strasser Rendite und Klimaschutz zusammenbringt Quelle: MEP Werke GmbH

München - In Zeiten des alarmierenden Klimawandels steigt die Nachfrage nach „grünen“ Geschäftsmodellen, die Renditeerzielung mit Klimaschutz verbinden. Private wie institutionelle Anleger suchen angesichts der andauernden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank händeringend nach profitablen Investitionsmöglichkeiten, die gleichzeitig einen Beitrag zum Schutz des Weltklimas leisten.

Einen Pionierstatus haben sich auf diesem Gebiet die Münchner MEP Werke GmbH (My Energy Partner) und ihr Mutterunternehmen Strasser Capital GmbH erarbeitet. Letztere ist eine von Deutschlands führenden Kapitalbeteiligungsgesellschaften für grüne Geschäftsideen. Ihr Portfolio umfasst insbesondere Unternehmen aus dem Wachstumsmarkt der erneuerbaren Energien. Strasser Capital macht dabei keine „halben Sachen“, sondern deckt die ganze Wertschöpfungskette von Logistik und Bau über Betrieb und Wartung bis zu Vermietung und Verkauf von Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Solar-Dachanlagen ab. Kapitalbeteiligungen hält man auch im Bereich Retail & Consumer, Real Estate und Gastronomie.

MEP hat sich mit einem innovativen Modell für die Vermietung von Solaranlagen einen Namen gemacht. Privathaushalte können hierbei ohne große Anfangsinvestitionen den Kostenvorteil der Sonnenenergie nutzen und bereits ab einem monatlichen Mietpreis von 49 Euro eigenständig und langfristig Ökostrom erzeugen. Während die MEP Werke längst zu einem führenden Anbieter von Miet-Solaranlagen für Hauseigentümer geworden sind, bietet Strasser Capital seit Kurzem auch andere Qualitätsprodukte auf Mietbasis an und deckt damit die Sparten E-Mobilität, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Immobilien und Luxusmode ab.

In ihrer Ausgabe Nr. 48/2017 beschäftigte sich „Börse am Sonntag“ als anerkanntes Pflichtblatt der Börsen Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Berlin und München mit dem Wachstumspotenzial von grünen Finanzprodukten und wies darauf hin, dass bislang nicht einmal zehn deutsche Emittenten sogenannte Green Bonds oder Loans platziert haben. Wie bei gewöhnlichen Staats- und Unternehmensanleihen leihen sich die Herausgeber dieser Papiere Geld bei Investoren und zahlen während der Laufzeit einen festen Zinssatz. Bei Green Bonds fließt das Geld in nachhaltige und klimafreundliche Projekte wie Windkraftanlagen, Photovoltaik und in den Bau energieeffizienter Gebäude. Emittenten von Green Bonds gibt es inzwischen unter Förderbanken, Geschäftsbanken, Staaten und Unternehmen. Dazu gehört auch Strasser Capital.

„Börse am Sonntag“ interviewte in der vorerwähnten Ausgabe den Director Corporate Finance & Investments von Strasser Capital, Ulrich Bogner, zu der bevorstehenden Platzierung des zweiten Residential Solar Green Loans mit einer 20-jährigen Laufzeit. Zu den bisher gemachten Erfahrungen sagte Bogner: „Wir haben diese Form der Finanzierung gewählt, um das Geschäftsmodell ‚MEP Switch Solar‘ unseres Tochterunternehmens MEP langfristig zu finanzieren. MEP vermietet Solaranlagen an Privathaushalte über einen Zeitraum von 20 Jahren, weshalb wir auch eine Finanzierungsform mit einer Laufzeit von 20 Jahren benötigten. Wir sind flexibel in der Ausgestaltung als Bond oder Loan und machen dies von den Anforderungen des Investors abhängig. Da es bisher in Europa keine vergleichbare Emission mit solch langer Laufzeit auf Basis eines granularen Mietsolar-Portfolios gab, war die Strukturierung mit viel Pionierarbeit verbunden.“

Die Finanzierungsstruktur hält Bogner natürlich für überzeugend. Auf Nachfrage des Börsenpflichtblattes erläuterte er die Vorteile der grünen Anleihe: „Der zentrale Vorteil liegt im ‚maturity matching‘ der Asset- und Liability-Seite. Zusätzlich erreichten wir u.a. aufgrund des niedrigen Risikoprofils, der starken Kreditwürdigkeit der zugrundeliegenden Mietkunden, der Granularität des Portfolios in Deutschland, der stabilen Cash-Flows und eingebauten Sicherheitsmechanismen für den Investor einen attraktiven, fixen Zinssatz über die Laufzeit des Green Loans. Zudem werden unsere Green Loans von oekom research geprüft und von der Climate Bonds Initiative zertifiziert. Das erleichtert dem Investor die Due Diligence in Bezug auf den ‚climate impact‘, da ein unabhängiger Dritter die Nachhaltigkeit des Produkts offiziell verifiziert und bestätigt.“

Nach Berechnungen des französischen Vermögensverwalters Lyxor umfasste der Gesamtmarkt der Green Bonds im letzten Jahr rund 170 Milliarden US-Dollar und leistete damit einen erheblichen Investitionsbeitrag für klimaschonende Projekte. Im Zeitraum von 2013 bis 2016 soll der Anteil neu herausgegebener grüner Papiere von 11 auf 81 Milliarden US-Dollar gestiegen sein. Die Non-Profit-Organisation Climate Bonds Initiative geht für das letzte Jahr von frischen Green Bonds im Wert von mehr als 120 Milliarden Euro aus.

Konstantin Strasser, Gründer und Geschäftsführer von Strasser Capital, erklärte am 22. Dezember 2017 in einem Gespräch mit dem grünen Online-Magazin LifeVERDE.de, was es mit seiner neuen Marke MEP Switch Green auf sich hat. Am 15. Januar gab der Solaranlagen-Vermieter MEP bekannt, dass er zusammen mit dem unabhängigen Ökostromanbieter LichtBlick Ökostrom und klimaneutrales Erdgas vertreiben wird.Strasser erklärte dazu: „Wir haben uns mit LichtBlick zusammengetan, da wir sehr ähnliche Visionen haben. Beide Unternehmen verfolgen das Ziel, grüne Energie möglichst einfach und unkompliziert zugänglich zu machen. Mit MEP Switch Green bieten wir gemeinsam hundert Prozent zertifizierten grünen Strom aus deutscher Wasserkraft sowie klimaneutrales Erdgas. Dafür werden alle Emissionen, die bei der Produktion des Erdgases zwangsläufig entstehen, durch Klimaschutzprojekte kompensiert. Diese sind nach dem Gold Standard zertifiziert, der weltweit strengsten Norm für Klimaschutzprojekte.“ Durch besonders kundenfreundliche Vertragsbedingungen und einen möglichst einfachen Anbieterwechsel wolle man möglichst viele Haushalte dafür begeistern, zu grünem Strom zu wechseln und damit etwas Positives für die Umwelt zu tun.

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