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Meldungen über groß angelegtes Hotelprojekt in Zadar machen die Runde

Sensus Vermögen: Gerhard Schaller und Derivest GmbH von Markus Fürst forcieren Immobilieninvestments im Ausland

Mittwoch, 04 Oktober 2017 17:08 geschrieben von 
Kommt das Hotelprojekt der DERIVEST an der Adria? Kommt das Hotelprojekt der DERIVEST an der Adria? Quelle: DERIVEST, PERFORMANCE vertraulich

Marktredwitz - Die in Oberfranken ansässige Sensus Vermögen GmbH unter ihrem Geschäftsführer Gerhard Schaller hatte in jüngerer Zeit Schlagzeilen zu verkraften, die nicht wenige Anleger irritiert haben dürften. Ende Oktober 2016 wurden auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Hof die Geschäftsräume des Vermögensberaters in Marktredwitz durchsucht. Dem Vernehmen nach brachte ein anderes Unternehmen, zu dem die Sensus Vermögen GmbH und die Derivest GmbH des Schaller-Partners Markus Fürst Geschäftsbeziehungen unterhalten, die Vermögensverwalter ins Visier der Behörden.

Gerhard Schaller wies die im Raum stehenden Betrugsvorwürfe zurück und teilte mit, dass die Durchsuchung nicht Sensus selbst betreffe, sondern Kunden, die bei der Firma Geld angelegt hätten. Gestreute Gerüchte über einen baldigen Insolvenzantrag dementierte das Unternehmen umgehend und stellte klar, dass ein solcher Antrag „weder gestellt noch geplant“ sei. Zu dieser Aussage passt, dass die Sensus Vermögen GmbH an einem kommunikativen Neustart durch eine aussagekräftigere Internetseite bastelt und auch geschäftspolitisch neue Wege geht, die ins Ausland führen.

Vieles spricht dafür, dass sich die Finanzdienstleister Gerhard Schaller und Markus Fürst derzeit in Italien und Kroatien engagieren. Nach „Performance vertraulich“ vorliegenden Informationen haben Sensus und Derivest mittels einer Sensus S.r.l. in Form eines Crossover-Geschäfts die sogenannten Gelato-Immobilien in Oberitalien übernommen. S.r.l. steht für Società a responsabilità limitata und bezeichnet die italienische Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, die am ehesten der GmbH im deutschsprachigen Raum entspricht.

Des Weiteren planen die fränkischen Immobilienkaufleute offenbar einen Hotelkauf im südkroatischen Adria-Seebad Zadar. Die 75.000-Einwohner-Stadt blickt auf eine 3.000-jährige Geschichte mit einem reichen Kulturerbe zurück. Zadar bietet Urlaubern moderne Unterkünfte, Gourmet-Spezialitäten, gepflegte Sportanlagen und ein umfangreiches Ausflugs- und Unterhaltungsprogramm. Vor allem Liebhaber von Kunst und Kultur, Archäologie und Geschichte kommen in der Hafenstadt auf ihre Kosten. Investoren werfen deshalb seit Langem begehrliche Blicke auf Immobilien in der Touristenhochburg.

Zur Anbahnung des Hotelprojektes soll Markus Fürst Anfang September 2017 ohne Schaller einige kroatische Geschäftsleute in Zadar getroffen haben. Ein Anlegerschutzanwalt will ihn am 1. und 2. September in Strandnähe mit drei Gesprächspartnern gesehen haben, „die so gar nicht nach Urlaub aussehen wollten“. Schon vorher gab es erste Hinweise über ein Derivest-Interesse an der örtlichen Hotelerie. Von Markus Fürst wurden Berichte über seine Kroatien-Ambitionen bislang weder bestätigt noch dementiert.

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