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Beteiligungen an Seeschiffen in ausgewählten Marktsegmenten

Oltmann Gruppe: Initiator von Schiffsfonds und antizyklischen Schiffsinvestments

Dienstag, 12 Dezember 2017 23:10 geschrieben von 
Oltmann Gruppe: Initiator von Schiffsfonds und antizyklischen Schiffsinvestments BILDQUELLE: PIXABAY.COM - CC0 Creative Commons

Leer/Hamburg - Am 6. September dieses Jahres meldete das „Hamburger Abendblatt“ unter der Überschrift „Frachtraten stabilisiert – Reeder rufen Ende der Krise aus“, dass sich in der deutschen Schifffahrtsbranche wieder Zuversicht breitmache und die Talsohle durchschritten sei. Ein weiter wachsender Welthandel mit internationalem Warenaustausch werde der globalen Schifffahrt wieder Auftrieb geben, ist das Blatt aus der hanseatischen Handelsmetropole überzeugt.

Im April 2016 räumte „Cash.online“ ein, dass die Anlageklasse „Schiffe“ in den vorangegangenen Jahren etwas aus dem Blickfeld der Investoren geraten sei, aber der erste KAGB-konforme Schiffsfonds demnächst auf den Markt komme. Ob dieses Anlagemodell tatsächlich wieder in Schwung komme, hänge davon ab, ob die ersten Beteiligungsangebote gemäß dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) gute Ergebnisse erzielten. Schon auf dem Hamburger „Hansa-Forum“ 2015 zum Thema Schiffsfinanzierung rechneten nicht wenige Asset Manager mit einer Belebung des Marktes für Schiffsfonds.

Auf den Erfolg solcher Fonds verwies nach Medienanfragen André Tonn, der geschäftsführende Gesellschafter der Oltmann Gruppe. Das Unternehmen hat seit 1986 zahlreiche Secondhand-Schiffe erworben und die meisten davon mit erstaunlichen Renditen wieder verkauft. Tonn sagte im letzten Jahr: „Besondere Projekte sind die, die im gleichen Marktzyklus angekauft und wieder mit gutem Gewinn verkauft werden konnten. Hierzu zählen auch Schiffsan- und Verkäufe aus dem aktuellen Krisenzyklus, wie zum Beispiel die ‚Mieke‘, ‚Neermoor‘ oder ‚Driever‘, die mit 73, 69 und 37 Prozent pro Jahr nach Steuern (IRR) sehr gute Renditen erzielen konnten.” Die „Mieke“ wurde laut Tonn bei einer Zwangsversteigerung günstig erworben, von der Reederei runderneuert und zügig wieder verkauft. Die Oltmann Gruppe GmbH & Co. KG mit Sitz in Leer, aber einer Besucheradresse in Hamburg, kündigte im letzten Jahr einen KAGB-konformen Schiffsfonds an. Dabei solle es sich um einen reinen Eigenkapitalfonds ohne Bankenfinanzierung handeln, der von den Krisenpreisen beim Ankauf von Handelsschiffen profitiere, erläuterte André Tonn. Wenn sich die Märkte wieder erholten, sollten die Schiffe gewinnbringend verkauft werden. „Aus diesem Grund planen wir mit einer kurzen Laufzeit von sechs Jahren“.

Das Unternehmen wurde 1986 von Jan Luiken Oltmann in Leer als dem zweitgrößten deutschen Reedereistandort gegründet. Anlageberater Oltmann war ein Pionier der Schiffsbeteiligungsbranche. Heute zählt die Unternehmensgruppe zu den führenden deutschen Schiffsfondsinitiatoren und Anbietern von antizyklischen Schiffsinvestments.

Bis Ende 2015 hat die Oltmann Gruppe rund 238 Schiffsfonds aufgelegt und davon 158 nach einer durchschnittlichen Laufzeit von sechs Jahren und mit einer Jahresrendite von rund 18,9 Prozent nach Steuern (IRR) wieder aufgelöst. Die inzwischen über 180 realisierten Schiffsverkäufe wertet man als Erfolgsnachweis. Ein günstiger Ankauf und ein schneller und teurer Verkauf seien dabei wichtige Renditehebel. Von den insgesamt 135 initiierten Secondhand-Schiffen seien bereits 104 mit einer Durchschnittsrendite von 31,6 Prozent pro Jahr nach Steuern (IRR) wieder verkauft worden. IRR steht für „Internal Rate of Return“. Diese Interne-Zinsfuß-Methode ist ein Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung. Sie ermöglicht es, für eine Investition oder Kapitalanlage, bei der schwankende Erträge anfallen, eine Art mittlere Jahresrendite zu berechnen. Die IRR-Methode wird häufig zur Berechnung der Renditen von geschlossenen Fonds angewandt und ist nicht vergleichbar mit den Zinsen auf Sparbüchern oder Lebensversicherungen.

Der Fondsinitiator versteht sich bei alledem nicht als „Gemischtwarenladen“, sondern hat sich auf kleinere Schiffstypen wie Mehrzweckfrachter, Schwergutschiffe, Minibulker und Container-Feederschiffe spezialisiert. Von der Fondskonzeption und Akquisition über das aktive Fondsmanagement bis zum Schiffsverkauf deckt die Oltmann Gruppe nach eigener Aussage die gesamte Wertschöpfungskette ab. Durch langjährige Reedereipartner verfügt das inhabergeführte Unternehmen über ein leistungsstarkes Netzwerk mit besten Marktzugängen. Nach 30 Jahren am Markt für Schiffsbeteiligungen hat der Fondsaufleger sein Geschäftsmodell gefunden. Es lautet: „Konservative Prognosen, schlanke Kostenstrukturen und konsequentes Nutzen günstiger Verkaufszeitpunkte.“ Zur anlegerorientierten Geschäftsphilosophie gehört es auch, dass Oltmann-Kunden kein Agio, keine Treuhandgebühren und keine Platzierungsgarantie-Gebühren zahlen. Im Ergebnis erreiche man regelmäßig die niedrigste Kostenquote der Branche, heißt es.

Ein Blick auf das Management erleichtert potenziellen Anlegern vielleicht die Beurteilung des Unternehmens. Als geschäftsführender Gesellschafter fungiert der 1968 in Hamburg geborene André Tonn. Nach Führungspositionen im Vertriebssektor machte er sich als Finanzanlageberater selbstständig und gründete 1992 mit der Finanz- und Wirtschaftskanzlei André Tonn GmbH sein erstes Unternehmen. 2001 übernahm er als langjähriger Vertriebspartner zudem die Vertriebsleitung der Oltmann Gruppe. Unternehmensgründer Jan Luiken Oltmann, den das Fachmagazin „Hansa Journal“ einmal als „Reedermacher“ bezeichnet hatte, machte André Tonn zu seinem Nachfolger. 2004 wurde er Geschäftsführer der Oltmann Gruppe und 2009 geschäftsführender Gesellschafter.

Die zweite Führungspersönlichkeit im Unternehmen ist Volker Beckmann. Der Diplom-Kaufmann und Rechtsanwalt war nach verschiedenen Leitungsfunktionen bei der Commerzbank in der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim tätig. Mehrere Jahre verantwortete er dort die Produktauswahl, -konzeption und -betreuung für alle den Privatkunden angebotenen nicht-börsennotierten Beteiligungen. Zuletzt war er Chief Financial Officer bei Sal. Oppenheim Private Equity Partners. Seit Januar 2015 ist Beckmann Geschäftsführer der Oltmann Gruppe.

Letzte Änderung am Dienstag, 12 Dezember 2017 23:21
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