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Nur 26 Universitäten bieten Studienmöglichkeiten zu Kryptogeld und Blockchain an

Michael Thomale von Nexus Global will Studienangebote zur Blockchain-Technologie popularisieren

Donnerstag, 07 Februar 2019 23:37 geschrieben von 
Michael Thomale und Prof. Dr. Dr. hc Joachim Wander Michael Thomale und Prof. Dr. Dr. hc Joachim Wander Quelle: Nexus Global

London – Weltweit sind sich Experten sicher, dass die Blockchain-Technologie die derzeitige Krise der Internetwährung Bitcoin überleben wird. Mehr noch: Diese innovative Technologie, die bislang untrennbar mit der Herstellung von Bitcoins verbunden war, wird nach ihrer Überzeugung das Wirtschaftsleben revolutionieren und völlig losgelöst vom Digitalgeld-Mining große Erfolge feiern. Nach jahrelangen Forschungsarbeiten an dezentralen Datenbanken und digitalen Währungen entwarf ein Genie mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto im Jahr 2008 die Infrastruktur der ersten öffentlichen Blockchain. Es ging dabei um die Frage, wie räumlich entfernte Fremde ohne vertrauenswürdige Dritte miteinander handeln und Transaktionen tätigen können. Die Antwort war die Blockchain, also die „Blockkette“. Diese Technik vernetzt dezentrale Computersysteme, um Transaktionen aller Art manipulationssicher und transparent in ihrer genauen Reihenfolge erfassen zu können. Eine Software speichert sämtliche Informationen der miteinander verbundenen Computersysteme blockweise ab und fügt jedem verschlüsselten Informationsblock einen neuen hinzu. So bekommen alle Teilnehmer des Netzwerkes einen gleichberechtigten Zugriff auf die Informationen und können Transaktionen jederzeit überprüfen. Die Blockchain ist also eine Art Online-Register, das fälschungssicher alle Datensätze zu Geldbeträgen, Wertpapieren und Verträgen erfasst.

Die Digitalisierung erreicht so ein ganz neues Niveau: Logistik-Ketten von Unternehmen werden jederzeit lückenlos einsehbar. So kann etwa die genaue Herkunft eines Lebensmittels oder Medikaments nachvollzogen werden. Die Geschäfte der Zukunft werden schnell, preisgünstig und ohne jede Zwischeninstanz ablaufen. Jeder Mittler zwischen Produkterzeuger und Konsument, egal, ob es sich um Musikverlage, Reisebüros oder Stromanbieter handelt, könnte überflüssig werden. Das gilt besonders für Banken, die schon heute keinerlei Einfluss auf die Erzeugung, den Handel und das Deponieren von Digitalwährungen haben. Bisher haben lange Schriftsätze und aufwendige Kontrollinstanzen Vertrauen zwischen Vertragspartnern hergestellt. Das könnte schon bald von der Blockchain übernommen werden. So steht die Frage im Raum, ob wir bald nicht nur ohne Banken, sondern auch ohne Notare, Makler und Kontrollbehörden auskommen.

Diese Aussichten beflügeln den Blockchain-Visionär Michael Thomale. Neben CEO Christian Michel Scheibener ist er der führende Kopf von Nexus Global Ltd. & Nexus Global Mining Ltd. Das in London ansässige Unternehmen vermittelt Einsteigern und Fortgeschrittenen alles Wissenswerte zu Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Zum Produktangebot gehören Online-Education, Online-Gambling, Live Wetten, Forex-Trading, binäre Optionen, Crypto-Trading, Bitcoin-Mining, Exchange, Initial Public Offering (IPO) und Initial Coin Offering (ICO). Auf der Internetseite heißt es: „Nexus bietet die erste echte Multiwallet der Welt im Bereich des Multi-Level-Marketing an. Wir haben als Einstiegs- und Hauptprodukt unsere Bildungspakete gepaart mit Hashpower, der Elektrizität zum Erzeugen von Bitcoins, Ethereum, Dash und vielem mehr.“ Die Nexus-eigene Global Akademie dient der Produktschulung von Vertriebs- und Geschäftspartnern und der allgemeinen Wissensvermittlung zu Digitalgeld und Blockchain-Idee. Mithilfe des Network-Marketing werden spezielle Informationspakete vertrieben, die kapitelweise den Wissenstransfer mit Videos und Abfragen fördern. Schon ab 25 US-Dollar gibt es ein erstes Nexus-Paket mit Zugang zur Global Akademie und Multiwallet. Die Schulungspakete heißen „Bronze Mining“, „Gold Forex“, „Platin Crypto“ und „Diamond ICO“.

Bei Nexus Global ist Michael Thomale für die Konzeptionierung und Bewerbung eines zertifizierten Studiengangs zur Blockchain-Technologie verantwortlich. Ende letzten Jahres ging er mit der Sensationsnachricht eines in Planung befindlichen Blockchain-Studienangebots an die Öffentlichkeit. Auf Nachfrage erklärte der in Salzburg lebende Krypto-Experte, dass er sich dabei von der wachsenden Zahl Blockchain-bezogener Studiengänge, Workshops und Kurse an ausländischen Universitäten inspirieren lasse.

Durch Recherchen erfuhr er, dass in den USA an der Stanford University, der Cornell University, der Johns Hopkins University, der St. Mary’s University School of Law, der Duke University, der Carnegie Mellon University, der kalifornischen Universität Berkeley, am Massachusetts Institute of Technology, an der Princeton University, der New York University und an der George Mason Universityentsprechende Angebote bestehen. Dabei können keine speziellen Abschlüsse in den Fächern Kryptogeld und Blockchain gemacht werden, sondern nur entsprechende Kurse belegt werden. So bietet die Johns Hopkins University im Rahmen eines akademischen Studiengangs einen Kurs mit dem Titel „Blockchains and Cryptocurrencies“ an. An der New York University können innerhalb eines regulären Studiums die Kurse „Law and Business of Bitcoin and Cryptocurrencies“ und „Cryptocurrencies and decentralized ledgers“ besucht werden, und die Duke University nennt einen ihrer Kurse „Innovation and Cryptoventures“. Die Workshop-Themen der Universität Cornell dürften teilweise in das Bildungsangebot von Nexus Global einfließen. Dazu gehören beispielsweise „Was können Blockchains und was nicht?“, „Grundwissen über Initial Coin Offerings“, „Immobilientitel auf Blockchains“, „Feindliche Blockchain-Übernahmen“ und „Von Kryptowährungen zu Fintech-Blockchains“.

Nach Angaben von Michael Thomale machen weltweit nur 26 Universitäten Online- und Offline-Angebote zu diesem Zukunftsthema. Fast immer werden Kurse im Rahmen eines regulären Bachelor- und/oder Masterstudiengangs angeboten. Einen richtigen Masterabschluss bietet bisher nur die Universität Nikosia mit dem Abschluss „Master of Science in Digital Currency“ an. In Kooperation mit dieser zypriotischen Universität bereiten sich derzeit acht russische Hochschulen auf einen ähnlichen Masterstudiengang mit offiziellem Abschluss vor. Das sind die Voronezh State University, die Don State Technical University, die Novosibirsk State University, die Moscow State University, die National Research University Higher School of Economics, die National University of Science and Technology, das Moscow Institute of Physics and Technology sowie die Saint-Petersburg State University of Economics. Die Pressestelle der Voronezh State University kündigte an: „Innerhalb von zwei Jahren werden die Studenten Kurse über intelligente Informationssysteme, verteilte Technologien, Kryptowährung, Kryptowechsel, Cybersicherheit und digitale Wirtschaft absolvieren. Das Programm wird eine fundierte Ausbildung in der Anwendung moderner Informationstechnologie-Analyse und Unterstützung für Entscheidungsfindung, digitale Wirtschaft und Blockchain-Technologie beinhalten.“

In Deutschland wird der Studiengang der Nexus Global Ltd. & Nexus Global Mining Ltd. nur mit einem Kursangebot der privaten Frankfurt School of Finance and Management konkurrieren, das mit dem Titel „Certified Blockchain Expert“ abgeschlossen wird. Thomale hat in diesem Zusammenhang einige Überraschungen angekündigt.

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