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Gold in kleinsten Stückelungen als Alltagszahlungsmittel für den Krisenfall

Karatbars International: Harald Seiz vertreibt Goldkarten und Cashgold-Scheine und gibt Cryptocoins heraus

Mittwoch, 03 Oktober 2018 11:09 geschrieben von 
HARALD SEIZ, CEO & Founder Karatbars International GmbH HARALD SEIZ, CEO & Founder Karatbars International GmbH Quelle: Screenshot vom 03.10.2018 - https://www.karatbars.com/index.php?page=karatbars_team

Stuttgart – Wer bislang glaubte, eine Innovation auf dem Goldmarkt sei ausgeschlossen und physisches Gold bis in alle Ewigkeit nur in Form von Barren, Münzen oder Schmuck erhältlich, wird nun eines Besseren belehrt. Der Online-Unternehmer Harald Seiz hat sich mit seiner 2011 gegründeten Karatbars International GmbH auf den Handel mit kleinen Goldbarren und goldhaltigen Geschenk- und Merchandise-Artikeln spezialisiert. Vom Hauptsitz und Logistikzentrum in Stuttgart aus beliefert der Goldhändler vor allem Privatkunden, aber auch Gewerbetreibende. Sie gehören zu einer Art Gold-Community mit rund 500.000 Mitgliedern in zahlreichen Ländern. Zur Führungsmannschaft von Karatbars gehören außer CEO & Founder Harald Seiz der Head of International Sales Dirc Zahlmann, Martina Tag als Chief Operating Officer, Thomas Valet als Communication Manager sowie Jasmin Schwellinger als Assistant of CEO & COO.

Was ist nun die Geschäftsidee? In Form von Goldkarten und Cashgold-Scheinen bietet man kleinste Goldstückelungen an. Damit soll einerseits Menschen mit schmalem Geldbeutel der Einstieg in die Anlageform Gold ermöglicht und andererseits sichergestellt werden, dass im ökonomischen Krisenfall goldhaltige Produkte auch eingelöst werden können. Bei einer neuen Finanz- und damit Bankenkrise wären neben Immobilien nur physische Goldbestände absolut wertbeständig. Aufgrund seines hohen Gegenwertes wird es in Münz- und erst recht Barrenform jedoch kaum als Alltagszahlungsmittel genutzt werden können. Mit seinen Goldkarten und Cashgold-Scheinen will Harald Seiz dieses Problem durch Ausgabe kleinster Goldmengen lösen: Die in den Karten und Scheinen von Karatbars integrierten Goldbarren sind schon ab einem Gewicht von 0,1 Gramm erhältlich und damit im Falle einer Finanzkrise auch im alltäglichen Zahlungsverkehr einsetzbar.

Die Goldkarten, vom Anbieter auch Classic Karatbars genannt, enthalten dünne Goldplättchen mit einem Gewicht zwischen ein und fünf Gramm. Seitens des Anbieters heißt es dazu: „Unsere klassischen Goldkarten bewahren Ihren Wert zuverlässig und dienen als Sicherung der Finanzen in unruhigen wirtschaftlichen Zeiten. Sie können auch als Tausch- und Zahlungsmittel eingesetzt werden. Auch in guter wirtschaftlicher und finanzieller Lage ist es klug, einen kleinen Vorrat unserer ein Gramm Classic Karatbars anzulegen, um Ihr Kapital für die Zukunft zu sichern.“ Damit auch Kleinanleger die Möglichkeit erhalten, von den Vorteilen des krisensicheren Goldes zu profitieren, bietet das Stuttgarter Unternehmen überdies Goldscheine namens Cashgold an. Diese sehen wie ganz gewöhnliche Geldscheine aus, in die ein Goldplättchen mit einem Gewicht zwischen 0,1 Gramm und 0,6 Gramm eingesetzt ist. Die Karatbars International GmbH bewirbt dieses Goldprodukt mit den Worten: „Wert und Echtheit des Cashgold können jederzeit überall auf der Welt verifiziert werden. Akzeptanz vorausgesetzt, kann es wie ein Zahlungsmittel eingesetzt werden. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, als Goldreserve in kleinsten Einheiten zu dienen. Cashgold ist in den Nominalwerten 0,1 Gramm, 0,2 Gramm, 0,4 Gramm und 0,6 Gramm Gold erhältlich.“

Harald Seiz bilanziert: „Nach der Gründung im Jahre 2011 konnte Karatbars sein Vorhaben bereits erfolgreich in über 120 Ländern umsetzen, sodass das Unternehmen nach wie vor auf Expansionskurs und mittlerweile rund um den Globus vertreten ist.“ Dabei setzt er auf das Multi-Level-Marketing (MLM) beziehungsweise Empfehlungsmarketing als Spielart des Direktmarketing. Beim MLM geht es nicht allein um den Verkauf von Produkten durch selbstständige Vertriebspartner, sondern auch um das Anwerben von neuen Mitgliedern als Weiterverkäufern. In diesem Licht ist Seiz‘ Gold-Community mit rund 500.000 Mitgliedern zu sehen.

Zuerst war es nur ein Gerücht, dass der innovationsfreudige Goldhändler daran arbeitet, mit einem Coin der in Singapur gegründeten Karatbank den Kryptowährungsmarkt aufzumischen. Inzwischen gibt es für diese Pläne eine offizielle Bestätigung und einen festen Fahrplan. Wegen seiner geringen Praktikabilität in Form von Barren oder Münzen wird Gold heute nicht mehr zum Bezahlen genutzt, sondern dient ausschließlich als Geldanlage. Um das Edelmetall besser im Zahlungsverkehr einsetzen zu können, hat Harald Seiz zuerst die Cashgold-Scheine auf den Markt gebracht. Jetzt will er eine Art Cashgold im Bereich der Kryptowährungen herausbringen und damit eine Alternative zum Bitcoin anbieten. Die bekannteste Digitalwährung Bitcoin ist durch beträchtliche Kurssprünge aufgefallen, die Anleger nicht gerade in Sicherheit wiegen. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass die Cryptocoins in der Regel keinen Eigenwert besitzen, sondern sich der Preis ausschließlich auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage bildet.

Hier kommt die Idee einer halbwegs goldbasierten neuen Kryptowährung ins Spiel, des Coins der Karatbank. Das Novum: Der Coin ist an das Edelmetall Gold gebunden, da er ein exakt definiertes Goldgewicht repräsentiert. Diese Orientierung am Goldpreis gibt diesem Cryptocoin eine gewisse Kursstabilität. Außerdem ist er sehr flexibel, weil er nicht nur gegen jede beliebige Zentralbankwährung, sondern auch gegen nahezu jede andere Kryptowährung eingetauscht werden kann. Nach dem Initial Coin Offering (ICO) sind Karatbank-Coins an allen größeren Cryptocoin-Börsen wie Bittrex, Bitfinex und Poloniex handelbar.

Unklarheiten gibt es darüber, ob das Karatbars-Kleingold international akzeptiertes Währungsgold ist oder nicht. Ein durchaus umstrittenes Online-Medium behauptet, das Gold von Karatbars besitze nicht das offizielle LBMA-Zertifikat. Man könne es deshalb auch nur innerhalb des nichtöffentlichen Karatbars-Ecosystems handeln, dem eine halbe Million Goldkäufer beigetreten sein sollen. Im Februar 2017 hatte das Unternehmen von Harald Seiz öffentlich betont, dass das in die Goldkarten und Cashgold-Scheine eingearbeitete Edelmetall dem „London Gold Delivery Standard“ entspreche, 999,9 Karat habe und damit Währungsgold sei.

Letzte Änderung am Mittwoch, 03 Oktober 2018 11:14
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