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Betriebliche Altersversorgung (bAV) wird für Beschäftigte immer attraktiver

Josef Bader (DGbAV) will mit bAV-Angeboten Versorgungslücken bei gesetzlicher Rente ausgleichen

Dienstag, 12 Juni 2018 03:02 geschrieben von 
Josef Bader ist Geschäftsführer der in Wemding ansässigen DGbAV Josef Bader ist Geschäftsführer der in Wemding ansässigen DGbAV

Wemding - Aufgrund des seit dem 1. Januar 2018 geltenden Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) erwartet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für dieses Jahr weitere Wachstumsimpulse. Bereits 2017 ist die Bedeutung der deutschen Lebensversicherer für die betriebliche Altersversorgung (bAV) gewachsen: Die Zahl der bAV-Verträge stieg nach ersten Zahlen um 1,9 Prozent auf über 15,7 Millionen, und das Beitragsvolumen legte um 5,7 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro zu.

Der Abschluss einer bAV wird besonders für Beschäftigte mit niedrigen Einkommen immer reizvoller. Wenn der Arbeitgeber für Mitarbeiter mit einem Monatseinkommen von bis zu 2.200 Euro jährlich zwischen 240 bis 480 Euro für eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung zahlt, dann sind diese Beiträge für den Arbeitnehmer steuerfrei. Auch dem Arbeitgeber kommt das Finanzamt entgegen: Unternehmen können 30 Prozent ihres Aufwandes von der an das Finanzamt fließenden Lohnsteuer abziehen. Neben dieser besonderen Förderung für Geringverdiener sind ab diesem Jahr Beiträge für eine Direktversicherung, einen Pensionsfonds oder eine Pensionskasse in Höhe von bis zu 6.240 Euro steuerfrei. Bisher waren nur knapp 4.850 Euro steuerfrei. Die betriebliche Altersversorgung wird für die Beschäftigten somit deutlich attraktiver als bisher.

Die meisten Verträge in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) der hiesigen Lebensversicherer entfielen im letzten Jahr auf die Direktversicherung (rund 8,0 Millionen), gefolgt von Pensionskassenverträgen (rund 3,7 Millionen) und Pensionsfonds (491.000). Darüber hinaus wurden etwa 3,5 Millionen Rückdeckungsversicherungen zur Absicherung von Rentenzusagen abgeschlossen. Der Anteil der bAV an den Beitragseinnahmen der Lebensversicherer summierte sich 2017 auf 21,3 Prozent, im Jahr 2000 waren es erst 12,7 Prozent. Peter Schwark, Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sagte: „Die betriebliche Altersversorgung leistet einen stetig wachsenden Beitrag zur Altersvorsorge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dieser positive Trend muss sich in den kommenden Jahren aber noch verstärken, um Versorgungslücken bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz bietet einige neue Möglichkeiten, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern genutzt werden sollten.“

Weil vielen heute Beschäftigten wegen sinkender gesetzlicher Rentenansprüche Altersarmut droht, ist die betriebliche Altersversorgung zu einem wesentlichen Thema der allgemeinen Altersvorsorge geworden. Betriebsrenten-Experten raten sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern dazu, die Chancen der BAV zu nutzen.

Als unabhängiges Kompetenzzentrum für sämtliche Fragen zur betrieblichen Altersabsicherung versteht sich die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung Beratung und Betreuung mbH (DGbAV). Sie will alle an den betrieblichen Versorgungssystemen Beteiligten mit nützlichen Informationen versorgen und sie durch das bAV-Dickicht lotsen. Bei fünf unterschiedlichen Durchführungswegen wie Pensionsfonds, Pensionskasse, Direktversicherung, Unterstützungskasse und Pensionszusage oder alternativ auch Zeitwertkonten ist der Beratungsbedarf entsprechend groß. Das im bayerischen Wemding beheimatete Beratungsunternehmen beschreibt das eigene Tätigkeitsfeld so: „Die DGbAV unterstützt Unternehmen, deren steuerliche Berater und Mitarbeiter bei der Einführung und der Handhabung der bAV. Durch Vorträge und individuelle Beratungsgespräche legen wir allen Beteiligten dar, wo die Potenziale von bAV, Entgeltumwandlung und neuen gesetzlichen Bestimmungen wie z.B. der Portabilität von Versorgungsansprüchen liegen. Eine große Anzahl zertifizierter bAV-Spezialisten der DGbAV gewährleistet deutschlandweit die nötige Personalstärke für die Einzelberatung und ermöglicht eine reibungslose sowie kompakte Einrichtungsphase – gerade auch bei großen Unternehmen.“

Die DGbAV stellt kostenlos kundenspezifische Informationsmaterialien für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Makler sowie Finanzdienstleister zur Verfügung. Konkret bietet man Hilfe bei der Einführung der Entgeltumwandlung, der Mitarbeiterschulung, der Überprüfung von Pensionszusagen, der liquiditätsschonenden Auslagerung von Versorgungsverpflichtungen und der Kostensenkung durch vernünftige Finanzierungskonzepte an. Zudem verspricht die DGbAV das Abklopfen der betrieblichen Versorgungssysteme auf EU-Richtlinien, internationale Rechnungslegung und nationale Gesetzesänderungen.

DGbAV-Geschäftsführer ist der Betriebsrenten-Profi Josef Bader, der zugleich auch Geschäftsführer der DG-Gruppe Beratung und Betreuung GmbH, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Vermögensentwicklung mbH (DGVE) und Vorstand der DG-Gruppe AG als Dach der unterschiedlichen Tochterunternehmen ist. Die DG-Gruppe Beratung und Betreuung GmbH fungiert eigenen Angaben zufolge als Versicherungsvertreterin für mehrere Versicherungsunternehmen mit Erlaubnispflicht nach § 34d Abs. 1 GewO. Als Mehrfachagentur arbeitet sie mit verschiedenen Versicherungsunternehmen zusammen.

Die 2003 gegründete DG-Gruppe AG ist eine Finanzdienstleistungs-Holding, die im Freiverkehr der Börse Hamburg notiert ist. Zusätzlich zum eigentlichen Kerngeschäft der betrieblichen Altersversorgung bietet sie Ergänzungsleistungen im Bereich der Vergütungsoptimierung an. Die DG-Gruppe AG teilt zu Fragen der Entgeltoptimierung mit: „Das Marktpotenzial in diesem Bereich ist enorm und mit dem Milliardenmarkt der betrieblichen Altersvorsorge zu vergleichen, wobei die Wettbewerbsdichte hier sehr gering ist. Unternehmen vergüten der DG-Gruppe für jeden verwalteten Lohnbaustein vier Euro pro Mitarbeiter und Monat, wobei jeder Mitarbeiter etwa drei Bausteine in sein Gehalt integriert. Die Umsatz- und Ertragsdynamik in diesem neuen Geschäftsbereich ist herausragend und verspricht weiteres profitables Wachstum.“

Letzte Änderung am Dienstag, 12 Juni 2018 03:11
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