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Geldsparen mit der Entgeltoptimierung

Josef Bader (DGbAV) profiliert sich mit Beratung zur betrieblichen Altersvorsorge und Entgeltumwandlung

Montag, 21 Januar 2019 22:56 geschrieben von 
Josef Bader Josef Bader

Wemding – Junge Arbeitnehmer wollen sich mit Fragen der Altersvorsorge oft nicht näher beschäftigen, weil ihnen das alles zu kompliziert und zu weit weg erscheint. Da Altersarmut aber zum Massenphänomen zu werden droht, sind auch die Jüngeren gut beraten, über die Auskömmlichkeit ihrer gesetzlichen Rente und eine mögliche private (Zusatz-)Altersvorsorge nachzudenken. Eine weitere finanzielle Absicherungsmöglichkeit im Alter bietet die betriebliche Altersversorgung (bAV). Im letzten Jahr hat das Risikomanagement- und Beratungsunternehmen Willis Towers Watson seine Studie „Global Benefits Attitudes“ veröffentlicht, bei der es um die Einstellung der Arbeitnehmer zur Altersvorsorge ging. In 22 Ländern wurden insgesamt 31.000 Personen befragt, hierzulande beteiligten sich 2.023 Arbeitnehmer. Für 72 Prozent der Deutschen ist demnach die Alterssicherung wichtiger geworden, was angesichts der Rentendebatte nicht verwundert. 78 Prozent der Befragten verlangen von der bAV Sicherheit im Sinne einer risikofreien Anlage der Sparbeiträge, 69 Prozent fordern bei einem Arbeitgeberwechsel Flexibilität im Umgang mit der bAV, und 68 Prozent wollen beim Renteneintritt frei zwischen einer lebenslangen Rente und einer sofortigen Kapitalauszahlung wählen können. Soweit die Befunde von Willis Towers Watson.

In Deutschland hat jeder rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer das gesetzliche Anrecht, über den Betrieb für das Alter zu sparen. Es gibt fünf verschiedene Arten der betrieblichen Altersvorsorge: die Unterstützungskasse, die Direktversicherung, die Pensionskasse, den Pensionsfonds und die Pensionszusage/Direktzusage. Welcher Durchführungsweg gewählt wird, entscheidet der Arbeitgeber. Damit ist die sogenannte Entgeltumwandlung verbunden, bei der ein Teil des unversteuerten Bruttogehalts des Arbeitnehmers für die betriebliche Altersvorsorge verwendet wird. Der Staat fördert diese Form der Altersversorgung dadurch, dass für den umgewandelten Anteil des Arbeitsentgelts keine Einkommensteuerzahlungen und keine Sozialabgaben fällig werden,sofern das Arbeitnehmergehalt unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen für die gesetzliche Rentenversicherung liegt. In Westdeutschland sind das im Jahr 2019 genau 80.400 Euro und im Osten 73.800 Euro. Dafür ist dann die spätere Rentenzahlung einkommensteuerpflichtig. Auf diesem Weg dürfen bis zu vier Prozent der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung gespart werden. Aktuell sind das im Westen 3.216 Euro. Für weitere 3.216 Euro entfallen die Steuern. Von der Entgeltumwandlung, die vielfach auch als Entgeltoptimierung bezeichnet wird, profitiert der Arbeitgeber durch niedrigere Lohnnebenkosten.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht den Reiz der Entgeltumwandlung: Ein Arbeitnehmer, der monatlich 2.500 Euro brutto verdient, spart 100 Euro für seine betriebliche Altersvorsorge. Dadurch reduziert sich sein Bruttogehalt auf 2.400 Euro, wodurch er Steuern und Sozialabgaben in Höhe von rund 48 Euro spart. Obwohl er also 100 Euro in die betriebliche Altersabsicherung einzahlt, reduziert sich sein Nettogehalt nur um rund 52 Euro. Seit dem 1. Januar 2018 steht Arbeitnehmern bei im Rahmen einer Beitragszusage abgeschlossenen bAV-Verträgen ein Arbeitgeberzuschuss zu. Seit diesem Jahr gilt der Zuschuss für alle neu abgeschlossenen und ab 2022 für alle bestehenden bAV-Verträge per Entgeltumwandlung – und das mit oder ohne Beitragszusage. Über erfreuliche Neuerungen wie den nun bestehenden Pflichtzuschuss von Unternehmen informieren in der Regel professionelle Betriebsrentenberater.

Einen guten Namen hat sich dabei die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung Beratung und Betreuung mbH gemacht. Die DGbAV versteht sich als unabhängiges Kompetenzzentrum, das alle an den betrieblichen Versorgungssystemen Beteiligten mit fundierten Informationen versorgt. Arbeitgebern, Arbeitnehmervertretern, Steuerberatern, Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern will man fundierte Einblicke in die mitunter etwas unübersichtliche Welt der bAV geben und dabei sämtliche juristische und betriebswirtschaftliche Facetten beleuchten. Das vom Betriebsrenten-Profi Josef Bader geführte Dienstleistungsunternehmen gibt konkrete Hilfestellung bei der effizienten Handhabung der Entgeltumwandlung, der Mitarbeiterberatung, der Überprüfung von Pensionszusagen und der liquiditätsschonenden Auslagerung von Versorgungsverpflichtungen. Dabei werden alle bAV-Konzepte im Hinblick auf EU-Richtlinien, die internationale Rechnungslegung, die nationale Gesetzgebung und neue Verwaltungsanweisungen abgeklopft und damit zukunftssicher gemacht. Das geschieht vor allem in der DGbAV-Zentrale im bayerischen Wemding, unterstützt von dezentralen „Operationsgeschäftsstellen“ in München, Nürnberg, Augsburg, Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, Saarbrücken und Ravensburg. Im Osten ist man derzeit mit Geschäftsstellen in Dresden, Leipzig, Berlin, Schwerin und Rostock vertreten. Für das eigene Modell der betrieblichen Altersversorgung in Verbindung mit der Entgeltoptimierung sieht Bader noch große Marktchancen: „Wenn die Arbeitgeber erst einmal über dieses Modell und seine Umsetzung informiert sind, wird das sehr positiv aufgenommen. Schließlich bietet dies sowohl für die Firmenleitung wie auch die Arbeitgeber nur Vorteile. Allerdings ist die Möglichkeit einer Vergütungsoptimierung bisher in nur etwa einem Prozent aller Betriebe angekommen. Hier haben wir also noch einen gigantischen Markt vor uns.“

Je nach gewähltem Durchführungsweg gibt es übrigens verschiedene Sicherungseinrichtungen, die die Betriebsrentenauszahlung im Insolvenzfall des Arbeitgebers übernehmen. Dieser Sicherheitsaspekt der betrieblichen Altersvorsorge sei nicht unterschätzen, betont der Betriebsrenten-Experte aus Wemding. Er weist auch noch auf einen weiteren Pluspunkt hin: Seit Anfang 2018 werden Betriebsrenten genauso wie Riester-Renten nicht mehr komplett auf die Grundsicherung im Alter angerechnet. Diese Sozialleistung bekommen alle, deren Einkünfte im Alter nicht mehr zum Leben reichen. Sie dürfen jeden Monat 100 Euro aus einer zusätzlichen Altersvorsorge für sich behalten, von darüber hinausgehendem Einkommen höchstens 212 Euro.

DGbAV-Chef Josef Bader fungiert auch als Geschäftsführer der DG-Gruppe Beratung und Betreuung GmbH und Vorstand der DG-Gruppe AG. Die 2003 gegründete DG-Gruppe AG ist eine Finanzdienstleistungs-Holding, die ein besonderes System der Vergütungsoptimierung entwickelt hat. Für eine möglichst zielgruppengenaue Beratung betreibt die DG-Gruppe die DG-Akademie, die mit einem großen Partnernetzwerk Berater für die betriebliche Altersvorsorge ausbildet und zertifiziert. Um Betriebsrentenverluste bei einem Jobwechsel auszuschließen, wurde zudem eine DG-Clearingstelle eingerichtet. Sie sorgt dafür, dass bei einem Arbeitgeberwechsel günstigere Alt-Verträge extern verwaltet und fortgeführt werden, damit dem Arbeitnehmer keine finanziellen Einbußen entstehen.

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