Login

Performance Vertraulich

Freigegeben in Finanzen

Investmentangebote für Sandelholz-Plantagen

Jäderberg & Cie. GmbH: Peter Jäderberg hofft auf Rekapitalisierung der Quintis

Dienstag, 13 Februar 2018 18:58 geschrieben von 
Logo von Quintis Logo von Quintis Quelle: Jäderberg & Cie. - https://www.jaederberg.de/beitrag/quintis-unter-voluntary-administration.html

Hamburg - Das indische Sandelholz gehört zu den wertvollsten Tropenhölzern und wird auf dem indischen Subkontinent und im fernen Osten traditionell für religiöse und zeremonielle, aber auch kosmetische und medizinische Zwecke verwendet. Wegen der weltweit großen Nachfrage nach Produkten aus dem Sandelholzbaum, wozu auch das besondere Sandelholz-Öl gehört, sind Investoren längst auf das Ertragspotenzial dieses Rohstoffes aufmerksam geworden.Nachfragebedingt sind die indischen Sandelholz-Bestände so stark zurückgegangen, dass Indien bereits vor vielen Jahren strenge Exportauflagen erlassen und die Ausfuhr von unbearbeitetem Sandelholz ganz verboten hat. Deshalb haben sich zunehmend australische Forstunternehmen auf einen umweltfreundlichen und legalen Plantagenanbau dieses Holzes spezialisiert.

Zu diesen Sandelholz-Produzenten gehört die börsennotierte Quintis Ltd. aus Westaustralien, die Bewirtschaftungs-, Vermarktungs- und Pacht-Partner der Jäderberg & Cie. GmbH aus Hamburg ist. Das Unternehmen von Peter Jäderberg wirbt um Co-Investoren für die Quintis-Plantagen und bietet beispielsweise die Anlageprodukte „JC Sandalwood Album 9“ und „JC Indian Sandalwood 5“ an. Darüber, wie es mit diesen Eigenkapitalinvestments in die Sandelholz-Plantagen der Quintis Ltd. weitergeht, gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Schon seit März 2017 steht die Quintis-Aktie unter großem Druck. Wegen des starken Kurseinbruchs beschloss das Management im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17, die Aktie vom Börsenhandel aussetzen zu lassen. Ausgelöst wurde der Kurssturz durch Berichte eines aktiven Short-Sellers aus den USA und eine etwas irreführende Börsenmitteilung über die Beendigung eines Liefervertrages, der aber gar keine Abnahmeverpflichtungen vorsah.

Jetzt berichteten australische Medien, dass ein Plantageninvestor seine Verkaufsoption für Schuldverschreibungen genutzt hat und Quintis deshalb verpflichtet ist, 400 Hektar Plantagenland zu einem Preis von 37 Millionen Australischen Dollar (AUD) zurückzukaufen. Der Holzproduzent wird damit empfindlich in seinem laufenden Rekapitalisierungsprozess getroffen. Konkret geht es um das Investmentunternehmen Asia Pacific Investments DAC, das seine Put-Option ausgeübt hat, um eine 2014 erworbene Plantage zu einem Preis von 37 Millionen AUD zurückzugeben. Da Quintis diesen Betrag derzeit nicht aufbringen kann, hat sich die Unternehmensführung für die Einleitung der „Voluntary Administration“  („freiwilligen Verwaltung“) entschieden.

Mittlerweile wurden Richard Tucker, Scott Langdon und John Bumbak von der australischen Beratungs- und Investmentgesellschaft KordaMentha als Voluntary Administrators von Quintis und ihren australischen Tochtergesellschaften bestellt. Ziel der Voluntary Administration ist es, die Interessen der Aktionäre, Gläubiger, Arbeitnehmer, Lieferanten, Plantagenbesitzer und sonstigen Stakeholder von Quintis zu schützen, heißt es. Laut der Jäderberg & Cie. GmbH bemühen sich die Administrators zusammen mit dem Receiver („Sicherungsbeauftragten“) der Anleihegläubiger darum, dem Rekapitalisierungsprozess neue Impulse zu geben. Quintis zufolge beabsichtigen die Anleihegläubiger, das Beratungsunternehmen McGrathNicol als Receivers und Manager des Sicherungsvermögens zu bestellen und die Geschäftstätigkeit von Quintis unbedingt aufrechtzuerhalten.

Jäderberg teilte nach Rücksprache mit seinem australischen Vertragspartner mit: „Während der Voluntary Administration ist vorgesehen, dass der laufende Betrieb von Quintis, insbesondere das Plantagenmanagement, fortgeführt wird, sodass wir nicht davon ausgehen, dass sich insoweit nachteilige Änderungen für das Plantageninvestment der Emittentin ergeben. Beanstandungen hinsichtlich der Plantagenbewirtschaftung hat es bisher nicht gegeben. Zuletzt waren wir im Dezember 2017 auf einigen unserer Plantagen vor Ort und haben augenscheinlich sowie nach ausführlichen Gesprächen mit dem Bewirtschaftungspersonal nichts zu beanstanden gehabt.“

Doch es könnte auch anders kommen:Sollte die Rekapitalisierung im Rahmen der Voluntary Administration nicht wie geplant gelingen, ist eine insolvenzrechtliche Liquidation von Quintis im Bereich des Möglichen. Dann sind auch nachteilige Konsequenzen für die Verträge und damit für Jäderberg-Anleger nicht ausgeschlossen. Für diesen Fall will der Hamburger Holzinvestment-Vermittler zusammen mit internationalen Plantageninvestoren einen „Plan B“ für eine eigenständige Bewirtschaftungs- und Vermarktungslösung vorlegen.

Noch im letzten Jahr wurde die Jäderberg & Cie. GmbH übrigens mit dem „Deutschen BeteiligungsPreis“ des Fachmagazins „BeteiligungsReport“ in der Kategorie „Alternatives Investment“ ausgezeichnet. Die kompetent besetzte Jury würdigte damit die Erschließung des Assets „Sandalwood Album“ für hiesige Anleger. Edmund Pelikan, Geschäftsführer der epk media GmbH & Co. KG, sagte in seiner Festrede: „Die weitere Leistung der Jäderberg & Cie. war es, aus dieser Investmentidee kluge, flexible und von der BaFin gebilligte Anlageprodukte zu schneidern, die Anlegern auf vorbildlich faire und transparente Art die Möglichkeit bieten, am wirtschaftlichen Potenzial des begehrten Rohstoffes teilzuhaben.“

Die Hoffnungen der Anleger, aber auch der Fachwelt sind nun ganz auf den Erfolg der Rekapitalisierungsbemühungen von Quintis gerichtet.

Artikel bewerten
(11 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten