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Performance Vertraulich

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Anhaltende Spekulationen um Hotelprojekt in Zadar

Geheimniskrämerei von Gerhard Schaller (Sensus Vermögen) und Markus Fürst (Derivest) zu Auslandsprojekten

Dienstag, 21 November 2017 04:11 geschrieben von 

Marktredwitz - Neben anderen Medien hatte auch „Performance vertraulich“ darüber berichtet, dass die Geschäftspartner Gerhard Schaller von der Sensus Vermögen GmbH und Markus Fürst von der Derivest GmbH ihre Aktivitäten im südlichen Europa verstärkt haben.

Dem Vernehmen nach geht es um lukrative Immobilieninvestments in Italien und Kroatien. Soll sollen Sensus und Derivest mittels einer Società a responsabilità limitata, konkret einer Sensus S.r.l., die sogenannten Gelato-Immobilien in Italien übernommen haben. Als Società a responsabilità limitata – abgekürzt S.r.l. – bezeichnet man die italienische Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, die am ehesten der Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Deutschland entspricht.

Vor dem Gelato-Deal war bereits durchgesickert, dass Schaller und Fürst einen Hotelkauf in der touristisch aufblühenden Hafenstadt Zadar planen. Der kroatische Touristenmagnet mit fast 75. 000 Einwohnern ist urbaner Mittelpunkt von Norddalmatien und Verwaltungs-, Wirtschafts- und Kulturzentrum einer ganzen Region. Das für Kunst- und Kulturliebhaber längst zum Geheimtipp gewordene Zadar ist durch Festland-, Meeres- und Luftverkehr sehr gut zu erreichen und verfügt über eine mustergültige Verkehrsinfrastruktur. Dadurch ist es mit den anderen größeren Städten Kroatiens wie Zagreb, Rijeka, Split und Dubrovnik direkt verbunden.

Die Stadt ist ebenso reich an Naturschönheiten wie an aufsehenerregenden Bauwerken älteren und jüngeren Datums. Zu den Sehenswürdigkeiten jüngerer Bauart gehört die „Meeresorgel“ in der Nähe der neuen Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe. Sie ist eine Art Instrument, das über die Wellen des Meeres angetrieben wird und so Meeresmusik erzeugt. Die Orgel ist 70 Meter breit und besteht aus steinernen Treppenreihen, die ins Meer führen. Gebaut wurde sie 2005 nach einem Plan des kroatischen Architekten Nikola Bašić, der dafür 2006 in Barcelona den Europäischen Preis für einen städtischen öffentlichen Raum erhielt. Berühmt ist Zadar zudem für sein gastronomisches Angebot und die ausgezeichneten Hotels, die keine Gästewünsche unerfüllt lassen.

Deshalb haben Investoren aus ganz Europa den örtlichen Immobilienmarkt in den Blick genommen und versuchen sich mit begründeten Renditehoffnungen dort einzukaufen. Dazu gehört offenbar auch Derivest-Geschäftsführer Markus Fürst. Nach Medienberichten hat er Anfang September kroatische Geschäftsleute vor Ort getroffen, um sein Hotel-Investment in trockene Tücher zu legen. Über den Ausgang der Verhandlungen ist indes wenig bekannt. Gegenüber den gleichen kroatischen Verhandlungspartnern soll der Finanzdienstleister aus dem oberfränkischen Marktredwitz auch einen noblen FKK-Park an der kroatischen Adriaküste ins Spiel gebracht haben.

Seitdem schießen die Spekulationen ins Kraut. Der freie Publizist Robin Classen wandte sich per E-Mail an die Derivest GmbH, um aus erster Hand Informationen zum Hotel-Engagement in Zadar und den Überlegungen zu einem luxuriösen FKK-Park zu bekommen. In der elektronischen Antwort, die er erhielt, heißt es sehr einsilbig, „dass wir uns hierzu aktuell nicht äußern können“. Seitdem sind wieder einige Wochen ohne eine Bestätigung oder ein Dementi der Südeuropa-Ambitionen ins Land gegangen. Die Geheimniskrämerei geht also weiter.

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