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Frieder C. Löhrer unterstützt Gründerszene durch Risikokapital der Aras Group aus Dubai

Dienstag, 23 Oktober 2018 20:21 geschrieben von 
Frieder C. Löhrer unterstützt Gründerszene durch Risikokapital der Aras Group aus Dubai Quelle: FDP NRW

Dubai – „Jede große Idee hat einmal klein angefangen. Jedes erfolgreiche Unternehmen auch. Deshalb setzt Frieder C. Löhrer darauf, Gründer zu fördern.“ Mit diesen Worten warb die FDP zur nordrhein-westfälischen Landtagswahl 2017 für ihren Direktkandidaten im Wahlkreis 112, der die nördliche und östliche Innenstadt Dortmunds sowie Eving umfasst. Der damals 61-jährige Frieder Löhrer stellte die Förderung junger Unternehmensgründer in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes. „Aus neuen Ideen entstehen die Jobs von morgen. Gründer brauchen weniger Bürokratie und mehr Kapital“, sagte der Unternehmer, der weiß, wovon er spricht. Auf seinem Personenplakat prangte die Losung: „Gründer fördern: Machen wir Ideen zu Arbeitsplätzen.“ Dem WDR sagte der Direktkandidat, der wegen fehlender Absicherung auf der FDP-Landesliste nicht in den Landtag einzog: „Ich werde pro Monat bis zu drei Gründer oder Gründerinnen bei ihrem Vorhaben engst begleiten. So entstehen konkret Arbeitsplätze.“

Nach einem Maschinenbaustudium an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (kurz RWTH Aachen) arbeitete Löhrer zunächst im Anlagenbau und in der chemischen Industrie. Es folgten Führungspositionen in verschiedenen Branchen mit den Schwerpunkten Strategie und Reorganisation. Berufsbegleitend absolvierte der Ingenieur ein MBA-Programm am britischen Henley College. 2016 wurde der selbstständige Sanierungsberater Mitglied im Kreisvorstand der Dortmunder FDP. Die Internetseite der Dortmunder Freidemokraten führt ihn auch als Mitglied des Landesfachausschusses für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk. Dort kann sich der Sanierer von angeschlagenen Unternehmen mit seiner großen Praxiserfahrung und seinen Visionen für die Gründerszene einbringen. Die Fachpresse bescheinigte Löhrer, dass er in seiner Managerzeit beim schwäbischen Luxus-Möbelhersteller Rolf Benz nicht nur einen tadellosen Eindruck hinterließ, sondern dieses zwischenzeitlich kriselnde Branchen-Flaggschiff wieder auf Wachstumskurs brachte. Nach seinen Erfolgen in der Möbelwirtschaft suchte er eine neue Herausforderung und fand sie bei Loewe, dem Kronacher Hersteller von Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik. Das „Handelsblatt“ schrieb Anfang 2008: „Es gibt Menschen, die haben ein Luxusproblem: Sie haben zu viele Talente. Frieder Löhrer ist so ein Mensch. Er ist ein virtuoser Musiker, ein hervorragender Maschinenbauer und ein glänzender Manager. Dieser Wanderer zwischen den Welten wechselt ab Juni überraschend vom Chefposten des schwäbischen Luxusmöbelherstellers Rolf Benz an die Spitze des fränkischen TV-Geräteherstellers Loewe.“

Mittlerweile arbeitet der Talentmensch als Unternehmensberater, von dessen Expertise auch die in Dubai ansässige Aras Group DWC LLC profitiert. Das in den Sparten Beteiligungen, Warenhandel, Unternehmensberatung, Logistik, Investments, Immobilien und Kreditvergabe tätige Unternehmen hat Löhrer nach verschiedenen Medienberichten unter Vertrag genommen. Zu dem international bestens vernetzten Unternehmensverbund gehören die Aras Investment and Participation Ltd., die Aras Logistic and Distribution Ltd., die Aras Trading and Services Ltd., die Aras Consulting and Advisory Ltd. und die Aras Properties Ltd.

Gerüchteweise bekam der 62-Jährige durch seine Förderung der Gründerszene Kontakt zu Frank Kahn, dem gewieften Key-Account-Manager des Projektfinanzierers. Im deutschsprachigen Raum hält Kahn Ausschau nach förderungswürdigen, aber kapitalschwachen Start-ups, die Risikokapital aus der arabischen Welt für ihr Wachstum gut gebrauchen können. Mit diesem Geld aus Dubai als Finanzzentrum der Vereinigten Arabischen Emirate konnte schon mehreren hoffnungsvollen Start-ups unter die Arme gegriffen werden. Kahn gilt als Vertrauensperson mehrerer reicher Familien vom Golf, die hinter der Aras Group stehen sollen. In diesen Kreisen weiß man nur zu gut, dass Bankkredite oder gar Börsengänge nicht die einzige und erst recht nicht beste Option sind, um an benötigtes Investitionskapital zu kommen. Start-ups mit Kapitalbedarf nehmen immer häufiger Risikokapital in Anspruch, weil Banken in der Regel nur abgesicherte Darlehen vergeben und keine geschäftlichen Wagnisse mehr eingehen wollen. Unter Risikokapital versteht man außerbörsliches Beteiligungskapital in Form von vollhaftendem Eigenkapital oder Mezzanine-Kapital, das eine Beteiligungsgesellschaft besonders risikofreudigen Unternehmungen zur Verfügung stellt. Die Risikokapital-Vergabe der Aras Group umfasst Summen zwischen zehn und mehreren Hundert Millionen Euro. Auf diese Finanzvolumina kann man zurückgreifen, weil man eng mit unterschiedlichsten Partnern der Finanzdienstleistungsbranche zusammenarbeitet.

Im Vorfeld der in Dubai stattfindenden EXPO 2020 investiert die Aras Group auch kräftig vor der eigenen Haustür. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang das „Pulse-Projekt“ und das „Warsan Village“, in deren Mittelpunkt der Bau nobler Stadtwohnungen mit einem besonderen Lifestyle-Konzept steht. Das letztgenannte Projekt beschreibt man so: „Warsan Village grenzt direkt an die International City, angrenzend an die Mohammed bin Zayed Road. Warsan Village ist eine in sich geschlossene Gemeinschaft, die speziell für ein ruhiges, entspanntes Familienleben entwickelt wurde, indem sie eine einzigartige Kombination aus Komfort und natürlicher Schönheit vereint. Das Wohnelement wird 936 zweistöckige Stadtwohnungen mit jeweils 187 Quadratmetern einschließlich der Terrassen umfassen. Die Gemeinde verfügt über Annehmlichkeiten wie Restaurants, Cafés und Geschäfte. Die Gemeinschaft wird auch ein 10.000 Quadratmeter großes Clubhaus und eine 1.000 Quadratmeter große Moschee umfassen.“

Dass die Aras Group mit ihren durch Frieder Löhrer und Frank Kahn vermittelten Start-up-Finanzierungen goldrichtig liegt, zeigt auch das halbjährlich veröffentlichte Start-up-Barometer Europa der Unternehmensberatung EY. Demnach stieg die Zahl entsprechender Finanzierungen im ersten Halbjahr 2018 gegenüber der Vorjahresperiode europaweit um 19 Prozent auf insgesamt fast 2.000 Deals. Der Gesamtwert der Finanzierungen nahm sogar noch stärker zu: So wurden im ersten Halbjahr 2018 Deals im Umfang von 10,2 Milliarden Euro getätigt und damit 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Deutschland belegt nach Großbritannien den zweiten Platz im Barometer-Ranking von EY. Hier stieg verglichen mit dem ersten Halbjahr 2017 sowohl die Zahl der Finanzierungsrunden (von 264 auf 273) als auch die investierte Summe (von 2,1 auf 2,4 Milliarden Euro). Damit wuchsen die durchschnittlich pro Start-up geflossenen Mittel von 8,07 auf 8,84 Millionen Euro.

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