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Altbau-Wohnungen zum Selbstausbau

Fortis Wohnwert GmbH: Wohnimmobilien im Großraum Berlin-Brandenburg

Montag, 15 Januar 2018 20:38 geschrieben von 
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Zossen - Entgegen allen politischen Absichtserklärungen, den großstädtischen Wohnungsbau anzukurbeln, um Mietpreisexplosionen infolge des Wohnraummangels einzudämmen, bleibt eine echte wohnungswirtschaftliche Kehrtwende bislang aus. Trotz einer stetigen Einwohnerzunahme fiel der Anstieg der Baugenehmigungen für Wohnungen von Januar bis September 2017 in Berlin nur mäßig aus.

Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg stieg die Zahl der von Januar bis September 2017 in Berlin genehmigten Wohnungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent auf 17.817 und blieb damit weit hinter den Erwartungen des Berliner Senats zurück. Die Genehmigungszahlen erhöhten sich für neue Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern um 9,9 Prozent und in Mehrfamilienhäusern einschließlich Wohnheimen um 11,5 Prozent. Durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, etwa durch Nutzungsänderungen oder den Dachgeschossausbau, werden dem Wohnungsmarkt weitere 2.227 Wohnungen zur Verfügung stehen. Das ist aber fast ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum. Laut dem Statistikamt für Berlin und Brandenburg wurden die meisten Baugenehmigungen für Wohnungen in den Bezirken Mitte, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf erteilt und die wenigsten in Spandau. Im genannten Zeitraum sind für den Neubau gewerblicher Bauten 222 Genehmigungen und damit weniger als im Vorjahreszeitraum erteilt worden. Die veranschlagten Kosten aller in den ersten drei Quartalen 2017 genehmigten Bauvorhaben im Berliner Wohn- und Nichtwohnbau betragen 3,3 Milliarden Euro.

In Brandenburg, wo das Berliner Umland durch Zuzüge indirekt von der hauptstädtischen Wohnungsmisere profitiert, stieg die Anzahl der genehmigten Wohnungen im Berichtszeitraum um knapp ein Viertel auf insgesamt 12.138. Während die Genehmigungszahlen für neue Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern um 2,8 Prozent zurückgingen, erhöhten sie sich in Mehrfamilienhäusern um stattliche 80,7 Prozent. Dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zufolge sind die meisten Baugenehmigungen für Wohnungen in Potsdam sowie in den an Berlin angrenzenden Landkreisen Dahme-Spreewald und Potsdam-Mittelmark erteilt worden, die wenigsten in der Berlin-fernen Prignitz. Im Zeitraum von Januar bis September letzten Jahres wurden in Brandenburg 620 Genehmigungen für den Neubau gewerblicher Bauten erteilt. Die erwarteten Kosten aller bis September 2017 genehmigten Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau liegen bei 2,4 Milliarden Euro.

Der Immobilienmarkt im Raum Berlin-Brandenburg ist durch die große Nachfrage nach halbwegs bezahlbarem Wohnraum von einer besonderen Dynamik gekennzeichnet, von der auch professionelle Projektträger profitieren. Dazu gehört die im Jahr 2013 im brandenburgischen Zossen gegründete Fortis Wohnwert GmbH. Der Projektentwickler hat sich auf die Weiterentwicklung von gut gelegenen Wohnimmobilien im Mehrfamiliensegment des Großraumes Berlin-Brandenburg spezialisiert. Man saniert vorwiegend Altbauten, um die einzelnen Wohnungen zum Selbstausbau an Kapitalanleger und Selbstnutzer weiterzuverkaufen.

Die von Fortis realisierten Immobilienprojekte werden vor dem Ankauf unter Einbeziehung von Bausachverständigen, Architekten und versierten Vertriebspartnern genau durchkalkuliert. Erst nach einer intensiven Prüfung beginnt das Unternehmen mit der Realisierung der Bauvorhaben. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Mark Heydenreich und Peyvand Jafari verweisen auf ihre langjährige Erfahrung in der Immobilien-Entwicklung und betonen: „Wir glauben an den Berliner Immobilienmarkt und antizipieren auch weiterhin eine positive Entwicklung. Wir leben einen ganzheitlichen Ansatz, der sich auf das konzentriert, was wir am besten können und somit von unseren Kunden besonders geschätzt wird: Immobilien entwickeln.“ Bei der Umsetzung erfülle die Fortis Wohnwert GmbH höchste Qualitätsansprüche und setze dabei auf ein breit aufgestelltes Experten-Netzwerk.

Der Projektträger hat nach eigener Aussage bis dato 13 Objekte mit einem Gesamtvolumen von über 65 Millionen Euro realisiert und sich in Berlin und Umgebung etabliert. Dafür spricht auch der wachsende Mitarbeiterstab von Fortis im letzten Jahr. „Wir sind 2017 mit acht Mitarbeitern in das Jahr gestartet und haben unser Team nunmehr auf 20 Mitarbeiter aufgestockt, zwei weitere Mitarbeiter starten im Januar“, erklärt Fortis-Geschäftsführer Mark Heydenreich. „Damit haben wir ein starkes, kompetentes Team, um das geplante Projektvolumen erfolgreich und gewohnt professionell umzusetzen.“ Einzelne Unternehmenssparten sollen in diesem Jahr personell noch weiter ausgebaut werden.

Laut „DEAL“, dem Wirtschaftsmagazin rund um Real Estate, Investment und Finance, hat die Fortis Group im letzten Jahr mit neun Objekten in Berlin, einer Immobilie in Potsdam und einem Gesamtankaufsvolumen von etwa 57 Millionen Euro die eigenen Erwartungen weit übertroffen. Damit erhöhe sich das voraussichtlich erzielte Umsatzvolumen für die kommenden drei Jahre um rund 113 Millionen Euro auf schätzungsweise 179 Millionen Euro. Janine Dembowski, Leiterin Akquise der Fortis Wohnwert GmbH, sagte gegenüber „DEAL“: „Der Berliner Immobilienmarkt war im Hinblick auf das Angebot und die Nachfrage in diesem Jahr noch härter umkämpft als im Vorjahr. Umso erfreulicher ist es, dass wir mit unserem ständig wachsenden Netzwerk weit mehr Wohn- und Geschäftshäuser erworben haben als geplant.“ Die angekauften Objekte befänden sich in den Stadtteilen Kreuzberg, Mitte, Charlottenburg, Schmargendorf und Pankow. Für 2018 habe man mindestens sechs weitere Objekte im Blick und werde voraussichtlich im Januar die nächsten Ankäufe beurkunden können.

Im Herbst letzten Jahres startete der Vertrieb des Immobilienprojektes in der Schulzendorfer Straße 23. Fortis hatte die typische Berliner Mietskaserne mit Fabrikgebäude im August 2016 für sieben Millionen Euro erworben und investiert nun 15 Millionen Euro in den Rohausbau und das Gemeinschaftseigentum. Den Rest müssen die Käufer selber machen oder machen lassen. „Das Vorderhaus mit Seitenflügel bietet die typischen gründerzeitlichen Stilmerkmale wie hohe Decken, Holzkastendoppelfenster, gedrechselte Treppengeländer und Stuck im Treppenhaus“, schwärmt Fortis-Geschäftsführer Mark Heydenreich. Insgesamt entstehen 35 Wohneinheiten: 21 Einheiten im Vorderhaus und Seitenflügel mit einer Wohnfläche von 52 bis 98 Quadratmeter und zehn bis 14 Einheiten im Lofthaus mit 100 bis 270 Quadratmeter Wohnfläche. Bis Ende 2018 sollen die Fenster ausgetauscht, die Fahrstühle saniert und neue Steigstränge verlegt sein. Zudem stehen das Streichen der Treppenhäuser und Fassaden sowie die Erneuerung von Haustechnik und Außenanlagen an. Die Wohnungen werden dann im Ist-Zustand zum Selbstausbau angeboten.

Letzte Änderung am Montag, 15 Januar 2018 20:43
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