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Erfolg mit einer Crowdinvesting-Plattform für Immobilienprojekte

Exporo AG: Simon Brunke und Dr. Björn Maronde werben für digitale Immobilien-Investments per Crowdlending

Dienstag, 25 September 2018 21:45 geschrieben von 
Exporo AG: Simon Brunke und Dr. Björn Maronde werben für digitale Immobilien-Investments per Crowdlending Quelle: PERFORMANCE vertraulich

Hamburg – Crowdinvesting ist eine anspruchsvolle Form des Crowdfunding, das als Instrument zur Projektfinanzierung immer beliebter wird. Beim Crowdinvesting stellt eine Gruppe von Anlegern über eine Online-Plattform Gelder für konkrete Investitionsprojekte zur Verfügung. Der Plattformbetreiber prüft die Seriosität und Finanzkraft der jeweiligen Projektentwickler und nimmt die Projekte im Falle einer positiven Bewertung mit Laufzeitnennung und Renditeprognose in sein Crowdinvesting-Portfolio auf. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, legen die Plattformbetreiber Wert auf einen fortgeschrittenen Projektstand. Das heißt, das Grundstück sollte bereits gekauft sein, eine Baugenehmigung vorliegen, ein überzeugender Rückzahlungsplan existieren und ein „Globalverkauf“ der Immobilie oder zumindest erste Vertriebserfolge in Aussicht stehen. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, kann der Darlehensgeber mit einer außerordentlich guten Rendite rechnen. Die Laufzeiten betragen meist ein bis drei Jahre, und die Renditen pendeln zwischen vier und sechs Prozent per annum. Das Angebot richtet sich insbesondere an Mikroinvestoren, die schon mit kleinen Beträgen ab 500 oder 1.000 Euro in Anlagewelten vorstoßen können, die ihnen ohne Schwarmfinanzierung verschlossen bleiben würden. Üblich ist die Finanzierung über risikobehaftete Nachrangdarlehen.

Seit dem Jahr 2014 hat sich in Deutschland mit dem Immobilien-Crowdinvesting eine neue Anlageklasse etabliert. Bei diesen digitalen Investments verbinden sich Anleger über Plattformen wie die der Hamburger Exporo AG zu einem Schwarm, um die Finanzierung besonderer Immobilienprojekte zu ermöglichen. In den letzten Jahren wuchs der deutsche Crowdinvesting-Markt kontinuierlich, und das Immobiliensegment machte dabei den Löwenanteil aus. Auch in diesem Jahr setzt sich die Aufwärtsentwicklung fort: Im ersten Halbjahr 2018 wurde ein Investmentvolumen in Höhe von rund 123 Millionen Euro erreicht, rund 83 Millionen Euro davon im Immobiliensegment. Die meisten Plattformbetreiber bieten eine große Bandbreite an Wohn- und Gewerbeimmobilien in Mittel- und Großstädten an.

Einer der „Platzhirsche“ im wachsenden Markt digitaler Immobilien-Investments ist die Exporo AG. Das 2013 von Simon Brunke, Dr. Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke gegründete FinTech startete im Dezember 2014 seine Immobilien-Crowdfunding-Plattform mit dem Projekt „Feldbrunnenstraße“, für das innerhalb von drei Monaten mehr als 2,1 Millionen Euro an Anlegergeldern gesammelt werden konnten. Nach eigenen Angaben hat der innovative Finanzanlagenvermittler inzwischen über 137 Immobilienprojekte erfolgreich mitfinanziert und dafür mehr als 240 Millionen Euro Kapital vermittelt. Über 62 Millionen Euro sollen bereits an die Anleger zurückgezahlt worden sein und bislang mehr als 14.000 Kleininvestoren in unterschiedlichste Exporo-Projekte investiert haben.

Heute kann CEO Simon Brunke auf mehr als 100 Mitarbeiter verweisen, die in der Firmenzentrale in der Hamburger HafenCity daran arbeiten, Privatanleger und professionelle Immobilienunternehmen zusammenzubringen und eine Win-win-Situation zu schaffen. Die Kleinanleger sollen mit Informationstransparenz und kostengünstiger Online-Abwicklung vom Zugang zu einem bislang verschlossenen Markt profitieren, während die Immobilienunternehmen Kapital zur Realisierung ihrer Projekte erhalten. Das Unternehmen schreibt dazu: „Die Idee beginnt 2013 mit der Erkenntnis, dass Immobilienprojektentwickler immer stärker nach alternativen Finanzierungsquellen suchen, da Banken aufgrund strengerer Regulierung nicht mehr in gewohnt hohem Umfang ganze Projekte finanzieren, und dass Privatanleger nur mit sehr viel Geld die Chance haben, mit guten Konditionen und einfach in Immobilien zu investieren.“

Bei Exporo können Anleger schon ab einer Summe von 500 Euro in professionelle Immobilien ihrer Wahl investieren und so ihr eigenes Immobilien-Portfolio aufbauen. Die Investitionsbeträge sind zweckgebunden und kommen ausschließlich dem ausgewählten Projekt zugute. Zugesichert werden dabei sensationelle Renditen von bis zu sechs Prozent im Jahr. Durch die kleinen Anlagebeträge kann das Immobilieninvestment breit über viele Projekte gestreut und so auch das Risiko verteilt werden.Exporo bekommt für die Bereitstellung der Crowdinvesting-Plattform und die dort eingeworbenen Anlegergelder vom jeweiligen Projektentwickler eine Vergütung gezahlt, von der auch die laufenden Kosten für den Kundenservice, technische Wartungsarbeiten und Marketingmaßnahmen beglichen werden.

Die Hamburger Schwarmfinanzierer haben das Crowdinvesting inzwischen zum Crowdlending weiterentwickelt. Damit sind über das Internet vermittelte Einzeldarlehen von Privatpersonen gemeint, die zu einem Gesamtkredit zusammengefasst und über ein Kreditinstitut an Unternehmen weitergereicht werden. Die Betreiber der Online-Kreditmarktplätze bekommen für ihre Vermittlungstätigkeit eine Gebühr. Im Falle von Exporo investiert der Anleger per Bankdarlehen über eine Partner-Bank in das jeweilige Immobilienprojekt, dessen Projektgesellschaft dafür einen Darlehensvertrag mit der betreffenden Bank abschließt.

Exporo-CEO Simon Brunke erklärt dazu: „Über diesen Umsetzungsweg des Crowdlendings haben wir die mit den Projektentwicklern individuell vereinbarten Sicherheiten wie Bürgschaften, Grundschulden, Patronatserklärung oder auch Gewinnabtretung im besseren Zugriff, als es das klassische Nachrangdarlehen erlaubt.“ Brunke ist überzeugt, so auf der einen Seite eine höhere Besicherung der Darlehen zu ermöglichen und auf der anderen Seite zu einem einfacheren Verfahren bei der Darlehensvergabe an die Immobilienunternehmen zu kommen.Auch im Bereich des Crowdlendings werden Anlegerrenditen zwischen vier und sechs Prozent per annum zugesichert. Der Exporo-Vorstandschef ist Feuer und Flamme für den Crowdlending-Ansatz: „In der Vergangenheit haben wir das Vehikel Nachrangdarlehen eingesetzt, da es eine gute Lösung für die Vermittlung von Kapital darstellte. Aktuell steigen wir hingegen vermehrt auf das Crowdlending um. Die eigentliche Kreditvergabe wird hierbei durch ein Kreditinstitut (Fronting Bank) abgewickelt. In einem weiteren Schritt wird der Kreditvertrag gekauft und an den jeweiligen Privatanleger abgetreten. Wir sind dabei, die Kredite ausschließlich über Partner-Banken zur Verfügung zu stellen und diese Forderung dann in Echtzeit abzukaufen.“

Wie das Europäische Kompetenzzentrum für Mittelstandsforschung der Universität Bamberg zusammen mit dem Dienstleistungsanbieter Deloitte ermittelt hat, können auch immer mehr deutsche Mittelständler mit dem Finanzierungskonzept des Crowdlendings etwas anfangen. Kannten das hausbank-unabhängige Finanzierungsmodell im Jahr 2015 nur 48 Prozent der mittelständischen Unternehmen, waren es 2017 laut der Studie schon 82 Prozent.

Letzte Änderung am Dienstag, 25 September 2018 22:12
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