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Portal-Leistungen werden mit der Kryptowährung ERT bezahlt

eSports.com Group AG: Avancen zum weltgrößten E-Sport-Portal für Gamer

Dienstag, 27 Februar 2018 03:39 geschrieben von 
eSports.com Group AG: Avancen zum weltgrößten E-Sport-Portal für Gamer Quelle: Screenshot vom 27.02.2018 - http://www.esports.com/de/articles.html

Malta/Heidelberg - Man will kein Stück vom Kuchen, sondern die ganze Bäckerei. So könnte man die hochgesteckten Ziele der Gamer-Plattform eSports.com beschreiben, die schon bald das größte E-Sport-Portal der Welt sein will. Mit Statistiken, Event-Informationen, Fanartikeln, Streaming, Coachings und Wetten auf E-Sport-Matches will man allen Gamern vom Anfänger bis zum Profi ein unverzichtbares Informationsangebot unterbreiten. Zu diesem Zweck werden ab dem zweiten Quartal 2018 bei eSports.com die Spieler auch selbst Content beisteuern und damit Geld verdienen können. Durch das Erschaffen, Teilen und Bewerten von spielerrelevanten Inhalten soll der Nutzwert des Portals noch gesteigert werden. Die Plattform-Leistungen bezahlen die Nutzer dann mit der Kryptowährung ERT, die nach dem sogenannten Blockchain-Verfahren verschlüsselt, berechnet und gehandelt wird.

Unter E-Sport (elektronischer Sport) versteht man alle Wettkampf-Formen, die mit Computerspielen als Individual- oder Mannschaftssport ausgetragen werden. Außenstehenden ist oft nicht bekannt, dass E-Sportler wie klassische Sportler an Turnieren teilnehmen, in Ligen organisiert sind und um hohe Preisgelder kämpfen. Diese Profi-Wettkämpfe werden live übertragen und weltweit von Millionen Fans verfolgt. Das Community-Portal eSports.com konzentriert sich derzeit auf die Spiele Counter-Strike Global Offensive, PlayerUnknown’s Battlegrounds, Hearthstone, Dota 2, StarCraft II, Overwatch, Heroes of the Storm und League of Legends. Mittelfristig ist geplant, weitere teambasierte Spiele ins Repertoire aufzunehmen. Das von Valve und Hidden Path Entertainment entwickelte Counter-Strike Global Offensive ist ein Computerspiel aus der Sparte der Online-Taktik-Shooter. Veröffentlicht wurde es im August 2012 und ist für Microsoft Windows, Linux, macOS, Xbox 360 und PlayStation 3 erhältlich. Das Spiel League of Legends wurde von Riot Games für Windows und macOS entwickelt und ist seit Oktober 2009 auf dem Markt. Mit Stand vom September 2016 wurde es von über 100 Millionen Spielern mindestens einmal im Monat genutzt. In den Jahren 2017 und 2018 hat sich diese Zahl nochmals erhöht.

Das größte E-Sport-Ereignis im letzten Jahr war die Intel Extreme Masters Gaming Tour mit den Spielen Starcraft II, Counter-Strike Global Offensive, Quake Live, League of Legends und Hearthstone. Das weltweit größte Dota-2-Meisterschaftsturnier „The International“ wird alljährlich vom amerikanischen Spieleentwickler Valve veranstaltet. Höhepunkt einer jeden League-of-Legends-Saison ist die World Championship, bei der 24 Teams aus 13 Regionen antreten.Dieses ebenfalls Jahr für Jahr stattfindende E-Sport-Turnier wird von Riot Games organisiert.

An die Erlebniswelt solcher Events will eSports.com mit Coaching-Angeboten durch Profis, Charity-Turnieren mit Prominenten, umfassenden Spiel-Statistiken, Live-Berichterstattung und vielem mehr andocken. Außerdem soll das Interesse des traditionellen Sportjournalismus für den E-Sport geweckt werden, um diesen langfristig zu einer anerkannten Sportart zu machen. Deshalb bemüht sich eSports.com auch bei den Fans etablierter Sportarten um einen höheren Bekanntheitsgrad. So war man beim Bundesliga-Topspiel Bayer 04 Leverkusen gegen den FC Bayern München am 12. Januar 2018 mit großflächiger Bandenwerbung präsent und ist eine Kooperation mit dem Handball-Spitzenclub THW Kiel eingegangen. Auch bei der Promi-Darts-Weltmeisterschaft von ProSieben zeigt das Gamer-Portal Flagge.

Schützenhilfe bei der Aufwertung des E-Sports könnte ausgerechnet von der weitgehend ambitionslosen Großen Koalition kommen, so sie denn gebildet wird. Bei den GroKo-Verhandlungen hat sich die Arbeitsgruppe „Digitales“ auf eine konkrete Games-Förderung und eine politische Anerkennung des E-Sport-Segments verständigt. Laut CSU-Verhandlungsführerin Dorothee Bär sollen „Computerspiele endlich den Stellenwert bekommen, den sie längst haben“. Aufwerten wollen CDU, CSU und SPD auch den E-Sport, indem das wettbewerbsmäßige Computerspielen im Vereins- und Verbandsrecht anerkannt und mittelfristig eine „olympische Perspektive“ entwickelt wird. Bislang erkennt der Deutsche Olympische Sportbund E-Sport nicht als Sportart an. Was die Absichtserklärungen der GroKo-Akteure wirklich wert sind, wird sich für die Spieleentwickler, Gamer und die Fan-Szene erst noch zeigen.

Hauptwährung auf der Community-Plattform eSports.com ist der „Esports Reward Token“, kurz ERT. Christian Prechtl von der Presseabteilung des Unternehmens konkretisiert: „Offizielle Währung auf eSports.com ist der ERT, ein Krypto-Token, der direkt auf www.esports.com erworben werden kann und nach einem erfolgreich durchgeführten ICO (‚Initial Coin Offering‘) auch auf den beiden Kryptobörsen Coinexchange und C-Cex handelbar ist.“ Seit dem letzten Jahr wirbt eSports.com die Gelder von Investoren ein, die Anteile – sogenannte Token – an der Plattform erwerben. Der Gesamtvorrat dieser Token beträgt 60 Millionen ERT, von denen zum Marktstart, dem ICO, 24 Millionen zur Verfügung standen. Die nicht verkauften Token verbleiben im Cold Storage des Unternehmens. Das ist eine Aufbewahrungsform für Kryptowährungen, bei der die Zugangsschlüssel zum Schutz vor Hacking nicht online, sondern offline gespeichert werden. Der ERT ist ein ERC20, eine Art von Ethereum-Token. Der „Focus“ schrieb jüngst: „Ethereum ist nicht nur die zweitbekannteste Kryptowährung nach Bitcoin, Ethereum hat auch die zweitgrößte Marktkapitalisierung. Anders als Bitcoin ist Ethereum allerdings keine digitale Währung per se, sondern fungiert in erster Linie als Plattform.“

Für die Kryptowährung ERT gibt es verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. ESports.com spricht die potenziellen Nutzer direkt an: „Du kannst ERT für jede Form von Zahlung nutzen, zum Beispiel für T-Shirts und Coachings. ERT ist ebenfalls für Vergütungen gedacht. Das bedeutet, wenn du Geld auf unserer Plattform ausgibst, verdienst du dir damit ERT. ERT ist auch dazu gedacht, qualitativen Nutzercontent zu entlohnen. Wenn andere Nutzer deine Uploads wertschätzen und mit ihnen interagieren (dein Guide bekommt eine Menge Views oder Likes, zum Beispiel), werden wir dich für deinen Beitrag entlohnen. ERTs sind dein Ticket für Verlosungen. ERT-Token gewähren dir Zugang zu speziellen Features und exklusivem Content, welcher nur über ERT zur Verfügung steht.“ Zu den Handelsplätzen und der Limitierung der Digitalwährung heißt es: „ERT ist auf den verschiedensten Handelsplätzen handelbar, und wir kaufen ebenfalls Token, zum jeweils gegenwärtigen Marktwert, zurück. Da wir unsere Nutzer mit ERT belohnen, wenn sie zu unserer Plattform etwas beitragen, kann es passieren, dass unser Vorrat eines Tages erschöpft ist, da die Token limitiert sind. Wenn dieser Punkt erreicht ist, werden wir Token von den Nutzern zurückkaufen, damit wir in der Lage bleiben, die Nutzer weiterhin für ihre Inhalte zu entlohnen.“

Unternehmenssitz der eSports.com Group AG ist Malta. Als Gründe für die Standortwahl nennt man die große Aufgeschlossenheit des Inselstaates gegenüber Kryptowährungen und dessen Ziel, eines der E-Sport-Zentren in Europa zu werden. Deutsche Investoren und Spieler können sich aber auch an eine Postadresse in Heidelberg wenden.

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